Jungbrunnen: Wasser

14.07.2011Stellen Sie sich vor, Sie steigen in ein Bad und verlassen es nach einiger Zeit verjüngt. Diesen Traum zeigte vor 500 Jahren der Maler Lucas Cranach mit dem Gemälde "Der Jungbrunnen". Das Zentrum des Bildes ist ein mit Wasser gefülltes Becken, der Jungbrunnen, in dem Badende verweilen. Die Sehnsucht der Menschen nach Unsterblichkeit und ewiger Jugend ist wahrscheinlich noch älter, wie Zeugnisse der alten Ägypter belegen. Wasser spielt immer eine Rolle und heutige Forschungen zeigen den Beweis für die enorme Bedeutung ausreichend guten Wassers für die Schönheit.

Leider ist der Traum der Menschen seine gealterte leibliche Hülle verlassen zu können, um verjüngt wieder aufzuerstehen mit heutigen Methoden noch nicht zu erreichen, aber jeder kann selbst etwas gegen Alterungsprozesse der Haut unternehmen. Wasser in allen Varianten gehört dazu. Kosmetikprodukte enthalten als Lösungsmittel Wasser und versuchen mit verschiedenen Beimischungen Feuchtigkeit in die Haut zu bekommen.

Mehr Wasser weniger Hautalterung, so einfach ist die Formel für den Jungbrunnen. Doch leider ist die Lösung nicht so leicht. Je jünger Menschen sind, desto höher ist der Wasseranteil im Gewebe. Säuglinge bestehen noch zu über 70 % aus Wasser, Erwachsene immerhin noch über 50 %. Muskelzellen bestehen zu ¾ % aus Wasser, während Fettzellen unter 20 % Wasser haben. Dadurch haben Frauen, auch bei einem normalen Körperbau, weniger Wasser als Männer, Frauen bestehen ca. zu 50-55 % aus Wasser und Männer mindestens zu 60 %. Je dicker Menschen sind, desto höher ist der Fettanteil im Körper und damit sinkt der Wasseranteil. Blut ist mit 95 % Wasseranteil für Transport von Nährstoffen zu den Zellen zuständig, während Knochen (unter 20 % Wasser) eher weniger Stoffwechselvorgänge haben. Die Verteilung von Wasser wird durch Hormone reguliert. Bei Hormonveränderungen oder Krankheiten kommt es zu Wasserverschiebungen in die Zellzwischenräume. Ein schwaches Bindegewebe oder Venenschwäche begünstigt Ödeme. Dies sind Wasseransammlungen im Bindegewebe oder Zellzwischengewebe.  Man spricht z. B. von Wasser in den Beinen.

Zur Gesunderhaltung muss Wasserverlust über die Haut, die Blase und die Lunge ständig ausgeglichen werden. Je höher der Wasserverlust und der Wassermangel, desto massiver die Gesundheitsschäden. Akute Symptome von Wassermangel sind Durstgefühl, trockener Mund, Kopfschmerzen, Müdigkeit. Langfristiger Wassermangel zeigt sich mit schneller Faltenbildung der Haut, Nierenproblemen und Gedächtnisschwierigkeiten. Leider sind nicht alle Folgen umkehrbar. Hautfalten lassen sich mit Wassertrinken nicht rückgängig machen, dagegen kann bei Gedächtnisstörungen erfolgreich mit mehr Trinken entgegen gewirkt werden.

Mit zunehmendem Alter speichert die Haut immer weniger Wasser und damit nehmen Falten zu. Wasser trinken ist wichtig für alle Körperzellen, jedoch braucht es als Anti-Faltenprogramm mehr als nur Wasser trinken. Unterstützend können Kosmetikprodukte Feuchtigkeit in die Haut zurückbringen.


Lesen Sie mehr unter:

Was passiert bei der­ Hautalterung?

Wasser für die Haut - auch dank der richtigen Kosmetik

Wasser - unsere wichtigste Kosmetik


Autorin: www.susanne-miesera.de




Seite weiterempfehlen