Pilzangriff auf Finger- und Fußnägel

09.10.2011Jetzt stecken die Füße wieder in Strümpfen und Schuhen. Manch einer versteckt lieber ganzjährig seine Füße, weil sie unschöne Nägel und Hautstellen haben. Es ist ein Teufelskreis: Umso weniger Aufmerksamkeit und Pflege die Füße bekommen, desto kränker werden sie. Achtsamkeit für die eigenen Füße ist wichtig, denn: Haut- und Nagelpilz sind gesundheitsbelastend und ansteckend.

Was steckt hinter verfärbten Nägeln oder Hautablösungen?
Nagelpilz ist eine Infektion die Finger und Füße betreffen kann. Fachmedizinisch wird dies Onychomykose genannt. Die Pilze ernähren sich von der Hornsubstanz. Diese Fadenpilze befallen Haut und Nägel. Sie lieben feucht-warmes Klima und verbreiten sich deshalb leicht an den Füßen. Zu enge Schuhe, kleine Verletzungen, schlecht gepflegte Füße begünstigen das Wachstum der Pilze. Erst verlieren die Nägel ihren Glanz, werden immer trüber, dann verfärben sie sich. Je weiter die Infektion fortgeschritten ist, desto stärker wird die Verfärbung. Im Endstadium sind die Nägel dunkelgelb bis braun. Der Nagel wird immer dicker und der Nagelrand bröckelt ab. Schmerzen treten erst auf, wenn das Nagelbett freiliegt.

Wo lauern Nagelpilzgefahren?
Wahrscheinlich ist jeder 5. von Nagelpilz betroffen. Jeden kann die Erkrankung treffen. Einige Lebensumstände erhöhen die Gefahr einer Infektion. Problematisch ist die hohe Ansteckungsgefahr durch die Pilze. Kleine Verletzungen öffnen die Tür für Pilze. Dann nisten sich die Schmarotzer im Nagelbett ein und breiten sich schnell aus. Unter der Nagelplatte kann der Pilz wachsen und immer mehr Gewebe zerstören. Öffentliche Einrichtungen wie Schwimmbäder, Saunen und Duschen bieten die idealen Lebensbedingungen für Pilze. In dem feucht-warmen Klima vermehren sich die Pilze. Auf wunder Haut oder Nagelverletzungen springen die Pilze über und suchen sich einen Wirt zum Weiterwachsen. Gefährdet sind chronische Kranke wie Diabetiker, Menschen mit Schuppenflechte oder Neurodermitis. Ein geschwächtes Immunsystem und verletzte Haut bieten keinen Widerstand gegen die Angriffe.

Wie lassen sich „Pilzangriffe“ abwehren?
· An erster Stelle steht die regelmäßige Nagelpflege und Kontrolle der Haut. Bei Verletzungen und Nagelveränderungen eine/n Podologen/-login aufsuchen.
Podologie - Ein Streifzug durch die Geschichte der medizinischen Fußpflege
· Turnschuhe, Gummistiefel und andere luftundurchlässige Schuhe möglichst vermeiden. Schuhe auslüften. Bei Pilzbefall Schuhe desinfizieren.
· Bei leicht schwitzenden Füßen luftdurchlässige Socken, Strümpfe und Schuhe tragen. Socken und Strümpfe täglich wechseln und bei 95 °C waschen.
· Füße vor Verletzungen schützen. Besonders beim Sport auf bequeme Schuhe achten. Kleinste Verletzungen genau beobachten. Schuhe nach dem Sport gründlich lüften.
· In öffentlichen Einrichtungen wie Schwimmbädern immer Badeschuhe tragen. Badeschuhe regelmäßig reinigen oder desinfizieren.
· Bei betroffenen Familienangehörigen besondere Hygienemaßnahmen einführen. Socken und Strümpfe getrennt waschen, wenn nötig mit Desinfektionsmittel. Im gemeinsamen Bad saubere Badeschuhe tragen. Bei einem gemeinsamen Bett sollte der Betroffene im Bett Socken tragen. Im Bett herrscht ein pilzfreundliches Klima.
· Das eigene Immunsystem stärken. Pilze sind Schmarotzer. Ein starkes Immunsystem kann Pilzinfektionen abwehren. Gute durchblutete warme Füße lassen Pilze außen vor.

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Hilfen bei Nagelpilzen


Autorin: www.susanne-miesera.de




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