Baubiologische Aspekte in den eigenen vier Wänden Teil IV: Herstelleradressen und Literaturhinweise

22.04.20111
Auf der Suche nach schadstoffarmen Möbeln steht das Gütesiegel „Goldenes M.“ und „LGA“ für schadstoffgeprüfte Möbel. Einheimische Hölzer wie Buche, Eiche, Erle, Kirschholz, Walnuss, Kiefer und Fichte aus nachhaltiger Forstwirtschaft erkennt man z.B. an dem FSC- oder PEFC-Label. Auch bei Tropenhölzern garantiert das Label FSC zudem den nachhaltigen Anbau des Holzes.

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Naturholzmöbelhersteller findet man z.B. unter den Labeln „Grüne Erde“, „Löwe“, „RS-Möbel“ und „Team-7“. Möbel nach Wunsch stellt auch der Tischler in Ihrer Nähe her. Vollholzmöbel und Tischlerplatten enthalten gegenüber handelsüblicher Massenware weniger Leim. Die Deutsche Gütergemeinschaft Möbel e.V. (DGM) erteilt ebenfalls Auskunft bei Fragen zu schadstoffarmen Möbeln, Info unter www.dgm-moebel.de.

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Auf der Suche nach weiteren schadstoffarmen Produkten helfen sogenannte Wert- oder Gütesiegel, geeignete Produkte unter den vielfältigen Angeboten herauszufinden. Diese Siegel werden von unabhängigen Gremien erteilt, wenn gewisse Kriterien erfüllt wurden. Bekannte Wertesiegel sind z.B. „Öko Control Gesellschaft“ (www.oekocontrol.com; Verband ökologisch geprägter Hersteller, Katalog, Händleradressen etc.), „Blauer Engel“, „Nature Plus“ (www.nature-plus.de)  oder RAL (u.a. Gütesiegel für Bauen, Möbel, Kunststoffe, Matratzen etc.).

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Das Gütesiegel EMICODE steht für emissionsarme Klebstoffe, Spachtelmasse und sonstige Produkte, die  beim Neu-, Ausbau oder Renovierung gebraucht werden. Öko-Spanplatten stellt z.B. die  Fa. Schlingmann/Bayern her. Weitere Bezugsquellen hierfür und für weitere Öko-Baumaterialien finden Sie unter www.öko-fair.de oder z.B. www.bauexpertenforum.de.

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Wandfarben ohne Konservierungsstoffe, lösemittel- und weichmacherfrei können über die Firma Brillux bezogen werden, die Produkte finden sich auch in gutsortierten Baumärkten. Brillux bietet auch Silikatinnenfarbe (ELF 1806), Raufasertapeten sowie das Farbkonzentrat ELF 9018, sieben untereinander mischbare Farbtöne. Weitere Naturfarbsysteme finden Sie auch über Firma Keim Allergosil oder z.B. unter www.biofa.de, Firma W. Hahn GmbH, Bad Boll.

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Bei Fragen zu Schadstoffbelastung in Innenräumen ist das Bundesamt für Strahlenschutz der richtige Ansprechpartner. Anfragen richten Sie bitte an BfS, Postfach 100149,  38201 Salzgitter oder www.bfs.de.  Aber auch das Bundesinstitut für Risikobewertung, Thielallee 88-92, 14195 Berlin, www.bfr.bund.de oder das Umweltbundesamt halten Broschüren und sonstiges Infomaterial bereit. Zum Thema Elektrosmog hat die Verbraucherzentrale Niedersachsen eine informative Broschüre erstellt, zu beziehen über den Versandservice, Postfach 6126, 30061 Hannover.

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Vielleicht finden sich in Ihrer Nähe auch sogenannte Baubiologische Arbeitskreise, sie bestehen aus kompetenten Fachleuten (Baubiologen, Architekten u.a.), die Ihnen gezielt weiterhelfen können. Adressen solcher Arbeitskreise erhalten Sie ansonsten über den Fachverband „Wohnen und Gesundheit“, Institut für Baubiologie und Oekologie IBN, www.baubiologie.de bzw.
institut@baubiologie.de, Tel. 08035-8164.

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Baumärkte Ihrer Region halten Kataloge (Baustoff Natur) bereit, aus denen alle gewünschten Arten von Baumaterial ganz nach Ihren individuellen Anforderungen ausgesucht werden können. Dazu hat man die Möglichkeit, sich vor Ort persönlich beraten zu lassen. Manch einer möchte ja nicht unbedingt alles via Internet ordern.

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Wie schon erwähnt können auch Vinylböden mittlerweile schadstoffarm hergestellt werden. Wer den Mehrpreis nicht scheut und Wert auf einen langlebigen, robusten Boden legt, findet unter www.vinyl-boden.de, www.Designer-Vinylboden.de oder www.vinylboden-pvc.de genügend Anregungen.

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Broschüren und Infomaterial zu allen Bereichen ökologischen bzw. schadstoffgeprüften Produkten bieten u.a. die Verbraucherzentrale NRW (www.vz-nrw.de) , das Umweltbundesamt (www.umweltbundesamt.de)  oder örtliche Verbraucherzentralen. Das Aktionsprogramm „Umwelt und Gesundheit“ (www.apug.de) hat eine Allergendatenbank mit ca. 4.000 potentiellen Allergenen erstellt. Das Aktionsprogramm gehört zum Projekt „Alles zur Allergologie“.
Interessante Lektüre hierzu bietet auch das Buch „Gesund wohnen“, zu beziehen über GU Kompass, Autorin Annette Sabersky. 


Mehr zum Thema:

Baubiologische Aspekte in den eigenen vier Wänden, Teil I Chemie und Farben

Baubiologische Aspekte in den eigenen vier Wänden, Teil II Bodenbeläge aus Holz und Naturstein

Baubiologische Aspekte in den eigenen vier Wänden, Teil III: Wärmedämmung, Teppiche und Möbel


Beratung zu diesem Thema:
www.allergieberatung-stracke.de




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