Gesund renovieren

22.09.2018

Fotolia AngelovDer kommende Herbst lässt wieder Veränderungen erwarten. Kleidung, Essen, Klima usw, nicht zuletzt die Kräfte für Renovierungsarbeiten werden wieder aktiv. Die Wohnung soll mal wieder in anderen Farben erstrahlen. Die VERBRAUCHER INITIATIVE sagt, worauf bei der Auswahl der Produkte zu achten ist, damit Gesundheit und Umwelt nicht leiden.

Den größten Marktanteil haben Kunstharz-Dispersionsfarben. Die Farben decken gut und lassen sich in allen Innenräumen anwenden. Sie enthalten hauptsächlich Wasser als Lösemittel. Der Anteil an problematischen organischen Lösemitteln ist bei ihnen gering. Diese Stoffe können beispielsweise Kopfschmerzen, Schleimhautreizungen, Schwindel oder Übelkeit auslösen. Der hohe Wassergehalt macht sie aber anfällig gegenüber Mikroorganismen wie Bakterien und Schimmelpilzen. Aus diesem Grund werden häufig Konservierungsmittel zugesetzt, die zu allergischen Reaktionen führen können. Eine Alternative können Farben auf Basis von mineralischen und nachwachsenden Rohstoffen sein. Beispiele sind Kasein- und Leimfarben, die ohne organische Lösemittel auskommen. Sie können in Innenräumen verwendet werden, jedoch sind nicht alle Kaseinfarben für Feuchträume wie Bad und Küche geeignet.

Die VERBRAUCHER INITIATIVE rät, bei der Auswahl von schadstoffarmen und umweltschonenden Farben auf glaubwürdige Labels zu achten, z. B. auf den Blauen Engel, das europäische Umweltzeichen, das Natureplus-Zeichen oder das Eco-Institut-Label. Für Allergiker ist der Hinweis „kann allergische Reaktionen verursachen“ auf der Verpackung hilfreich. Sofern eine Liste mit Inhaltsstoffen angegeben ist, lassen sich Produkte mit unverträglichen Stoffen meiden. Sonst bleibt die Möglichkeit, beim Hersteller nachzufragen, ob die individuell allergieauslösenden Substanzen enthalten sind. Beim Kauf von (Dispersions-)Farben ist der Preis allein nicht aussagekräftig. Wichtiger ist die Ergiebigkeit, die von den Herstellern als „Verbrauch pro Quadratmeter“ angegeben wird. Der Kauf von Billigfarben lohnt nicht, denn oftmals benötigt man im Vergleich zu Qualitätsfarben deutlich mehr. Das strapaziert Geldbeutel, Gesundheit und Umwelt.

Mehr Informationen zu Siegeln für gesundheitlich und ökologisch unbedenkliche Heimwerkerprodukte und Einrichtungsgegenstände bietet die VERBRAUCHER INITIATIVE kostenlos auf www.label-online.de. Was zu tun ist, wenn Beschwerden auftreten, verrät u.a. das Themenheft „Schadstoffarm wohnen“. Das 16-seitige Heft kann für 2,00 Euro (zzgl. Versand) unter www.verbraucher.com bestellt oder heruntergeladen werden.

Pressemitteilung von: Die VERBRAUCHER INITIATIVE
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.





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