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18.08.2009

Das allergiekranke Kind im Kindergarten

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1
Allergien beim Kind erfordern auch im Kindergarten gewisse Rücksichten. Hier kommen ja nicht nur neue Eindrücke auf das Kind zu, sondern u.U. auch neue Sensibilisierungen. Es bietet Erziehern die Chance, Kindern im lernfreudigen Alter nicht nur Rücksicht zu lehren, sondern auch mal auf die “unsichtbaren” Behinderungen hinzuweisen.

2
Weisen Sie direkt bei der Anmeldung auf die Situation hin, ratsam ist ein Einzelgespräch, um die jeweiligen Besonderheiten abzuklären. Ein Infoblatt über Art der Allergie, notwendige Einschränkungen, Name des Arztes, Rufnummer der Eltern/des Arztes usw. hilft den Erziehern, im Bedarfsfall schnell handeln zu können. Medikamente, Spray o.ä. immer beim Erzieher deponieren und/ oder in der Kindergartentasche bereit halten.

3
Sie sollten auch eine Einverständniserklärung im Kindergarten hinterlassen, die dem Erzieher erlaubt, dem Kind im eventuellen Bedarfsfall sein Medikament geben zu können, bevor Sie oder ein Arzt da sind. Ohne eine solche Erklärung darf auch das Asthmaspray oder ein Antihistaminikum nicht gegeben werden und Ihr Kind ist womöglich nicht (mehr) in der Lage, das selbst zu tun.

4
Das Frühstück wird diätgerecht mitgegeben, das gilt auch für Süßes oder Kuchen bei voraussehbaren Feiern. Ich habe immer Dinge wie Gummibärchen oder erlaubte Kekse im Kindergarten deponiert, so mussten meine Kinder bei spontanen Feiern nicht nur zusehen. Ihr Kind (mit Nahrungsmittelallergie) sollte ein eigenes Platzdeckchen haben und natürlich sein Frühstück nicht mit dem Nachbar tauschen.

5
Die Erzieher sollten darauf achten, dass nicht nur vor, sondern auch nach dem Essen von allen Kindern die Hände gewaschen werden, so vermeidet man die Übertragung von Nahrungsmittelallergenen auf das Spielzeug.

6
Erzieher muss man schon mal extra darum bitten, den Allergiker nach Bedarf trinken zu lassen, am besten Mineralwasser. Oft ist es noch Sitte, nur Kräutertee anzubieten, das ist bei einem Pollenallergiker aber nicht zu empfehlen. Oder es stehen nur (gesüßte) Säfte zur Verfügung, wobei die Art des Saftes auch ein Problem sein kann, z.B. durch Milchzusatz in Orangensaft oder hoher Nickelgehalt in Kirschsaft.

7
Sie selbst oder der Kindergarten sollten öfter einen Elternabend iniziieren, um Besonderheiten im Tagesablauf zu erklären. Regen Sie doch an, bei Geburtstagen auf Kuchen oder Süßes zu verzichten, statt dessen darf sich das Geburtstagskind aus einer „Geburtstagkiste“ ein Geschenk auswählen.
 
8
Zur besseren Verständigung kann auch mal das Frühstück von den Eltern des Allergikers erstellt werden, z.B. mit einer Auswahl allergenarmer Zutaten, vielleicht auch selbst hergestellte Aufstriche etc. Gut in Erinnerung habe ich noch die Kochnachmittage, an denen mit einer Handvoll Kinder einfache allergenarme Gerichte gezaubert wurden.

9
Vielleicht erlaubt es der Etat des Kindergartens, alte (milbenverseuchte) Teppiche und Sitzmöbel aus der Spielecke zu entfernen und durch neue, waschbare zu ersetzen, z.B. aus Baumwolle oder Hanf bzw. Leder. Bei der Gelegenheit könnten weitere “reizende” Stoffe ersetzt werden. Ideal sind: Knete aus Naturprodukten, Salzteig ohne Ei, Wasserfarben, Papier ohne Bleich- und Farbstoffe, Produkte aus Naturkautschuk, unlackiertes Holz, Kleber auf Wasserbasis usw. Auch sollten Putz- und Waschmittel, Seifen ohne Parfüm sein, denken Sie an die empfindlichen Atemwegsorgane.

10
Die Erzieher sollten wissen: Das neurodermitiskranke Kind hat eine geringe Toleranzschwelle, “bereden” im Akutfall geht nicht. Man lässt das Kind besser ausweinen oder bietet eine ablenkende Alternative an, z.B. in Form von Coolpacks oder Kratzbällen.


Merkblatt für Erzieher:
(evtl. mit dem behandelnden Arzt ausfüllen)

Name, Anschrift des Kindes:

Wir sind tagsüber zu ereichen unter:

Name, Anschrift, Telefonnummer des behandelnden Arztes:


Telefonnummer des ärztlichen Notdienstes:

Bei dem Kind liegen folgende Allergien vor:

Folgende Allergene sind zu meiden:

Diese Allergene können versteckt sein in:

Folgende Nahrungsmittel sind zu meiden:

Folgende Warnzeichen/Symptome können auftreten:

Darauf ist besonders zu achten:

Folgende Erste-Hilfe-Maßnahmen sind durchzuführen:

Mein Kind hat folgende Medikamente für den Notfall mit:

Mein Kind ist befreit vom Sportunterricht, Schwimmen oder:

Mein Kind darf unter folgenden Voraussetzungen an Ausflügen teilnehmen/ nicht teilnehmen:



................................................................................................................
Unterschrift des Erziehungsberechtigten    Unterschrift und Stempel des Arztes


Unbedenklichkeitserklärung:


Das Kind ............... leidet an Allergien, Asthma und/oder ...............

Wir sind damit einverstanden, dass die Erzieher im akuten Fall zur Linderung (noch vor Eintreffen des Arztes/des Erziehungsberechtigten) folgende Medikamente verabreichen:

............... Dosierung wie folgt:


................................................................
Unterschrift des/der Erziehungsberechtigten

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