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27.03.2009

Oxidativer Stress – Auslöser der Rosazea?

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Systemischer oxidativer Stress scheint eine wichtige Rolle beim Auftreten der Rosazea-Symptome zu spielen. Dafür sprechen eine signifikant größere Zahl von Ferritin-positiven Zellen, erhöhte Serum-Peroxid-Spiegel und ein vermindertes antioxidatives Potential im Serum von Rosazea-Patienten im Vergleich zu Gesunden. Verminderung von oxidativem Stress könnte ein Ansatzpunkt für die Therapie sein. Vesna Sredoja Tisna, Zagreb, und ihre Kollegen stellten die Hypothese auf, dass eine erhöhte Freisetzung von freiem Eisen in den Hautzellen durch Proteolyse von Ferritin und die resultierende oxidative
Schädigung der Haut, möglicherweise induziert durch UV-Licht oder auch hohe Temperatur, eine Rolle in der Pathogenese der Rosazea spielen könnte.
In die Studie wurden 60 Patienten im Alter zwischen 30 und 76 Jahren mit verschiedenen Subtypen von Rosazea und 11 gesunde Kontrollpersonen aufgenommen.
Keiner der Patienten hatte in den drei Monaten vorher eine Behandlung erhalten. Die Kontrollbiopsien stammten vom Rand der Exzisate benigner nicht entzündlicher Hautveränderungen im Gesicht, die Kontrollsera von gesunden Freiwilligen. Die Expression von Ferritin wurde durch immunhistochemische Färbung analysiert, die endogene Peroxidase-Aktivität durch Inkubation mit einem Peroxidase-konjugierten Antihuman-Ferritin- Antikörper vom Kaninchen gemessen.
Im Serum wurden die Peroxidkonzentration in vitro und die gesamte antioxidative Kapazität bestimmt. Der Serum-Peroxidspiegel war bei den Rosazeapatienten signifikant höher, die totale antioxidative Kapazität im Serum signifikant niedriger als bei den gesunden Kontrollpersonen. Bei diesen waren in der Epidermis fast keine Ferritin-positiven Zellen vorhanden, stärker ausgeprägte Formen von Rosazea korrelierten mit einer größeren Anzahl stärker Ferritin-positiver Zellen. Die Autoren nehmen an, dass die Wirkung von Medikamenten wie Metronidazol, Tetrazyklinen oder Azelainsäure auch auf ihrer antioxidativen Wirkung beruhen.

Fazit:
Die Erkenntnis, dass eine oxidative Schädigung der Haut ein wesentlicher Faktor für die Entzündung bei Rosazea ist, liefert einen neuen Ansatzpunkt für die medikamentöse Behandlung dieser häufigen und belastenden Hautkrankheit.
mvi

Serodja Tisma V et al. Oxidative stress and ferritin expression in the skin of patients
with rosacea. J Am Acad Dermatol 2008; 10:
1–7.

Gelesen: Hautnah – Dermatologie 1-2009


Anm. der Red.:

Lt. WIKIPEDIA ist Oxidativer Stress:

Als oxidativen Stress bezeichnet man eine Stoffwechsellage, bei der eine das physiologische Ausmaß überschreitenden Menge reaktive Sauerstoffverbindungen (ROS - reactive oxygen spezies) gebildet wird, bzw. vorhanden ist. Diese reaktiven Sauerstoffverbindungen entstehen im Rahmen von Stoffwechselvorgängen der mitochondrialen Elektonentransportkette und Zytochrom P50 Oxidasen. Dabei handelt es sich um das Superoxid- Anionenradikal O2?, Wasserstoffperoxid (H2O2) und das Hydroxylradikal OH.

Normale Zellen im Organismus halten ihre Fähigkeit, reduzierende oder oxidierende Stoffe zu neutralisieren, aufrecht, indem sie Vorräte mit oxidierenden bzw. reduzierenden Stoffen bevorraten. Ein Ungleichgewicht zwischen diesen Pools, das die normale Reparatur- und Entgiftungsfunktion einer Zelle überfordert und folglich zu einer Schädigung aller zellulären und extrazellulären Makromoleküle führt, wird als oxidativer Stress bezeichnet.

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