Faire Kosmetik

06.03.2013„Grüne Naturkosmetik“ hat schon lange Einzug in die Badezimmerregale gehalten. Fair Trade Kosmetik ist noch unbekannter. Kaffee, Schokolade und Tee werden häufig fair gehandelt. Doch was ist Fair Trade Kosmetik?

Fair gehandelte Kosmetik braucht faire Arbeitsbedingungen in den Erzeugerländern. Sheabutter, Arganöl oder Rhassoul sind Kosmetikzutaten, die hauptsächlich aus Afrika kommen. Genau bei diesen Wirkstoffen zählt neben der umweltgerechten Erzeugung auch eine menschenwürdige Bezahlung. Der TransFair e.V. vergibt weltweit das Siegel.


Dieses Siegel dürfen Waren tragen, die den Erzeugern in ihren Ländern gerechte Arbeitsbedingungen ermöglicht. Fairtrade zertifiziert werden Kosmetik, Blumen, Bananen oder Kaffee nur, wenn sie den strengen Kriterien des TransFair e.V. entsprechen. Immer öfter sind biozertifizierte Produkte auch fair gehandelt.

Kosmetik von Frauen für Frauen
In den südlichen Ländern arbeiten Frauen in der Landwirtschaft. Sie ernten die Sheanüsse, die Argannüsse und die Samen des Baobabbaumes. Mit jedem bewussten Einkauf einer fairzertifizierten Kosmetik unterstützen Frauen im reichen Westen Frauen in Marokko und Südafrika. Diese Einkaufsentscheidung ist mehr als nur „Entwicklungshilfe“. Mit dem ehrlich erarbeiteten Lohn können Familien überleben und kann Bildung finanziert werden. Die Bauern und Arbeiterinnen entscheiden selbstständig und demokratisch darüber, welche Projekte sie mit ihrem Lohn realisieren. Mit diesem Handelsmodell können kleine Produzenten überleben und zu garantierten Preisen ihre Waren anbieten.

Faire Kosmetik tut selbst gut und tut andern gut
In fair gehandelter Kosmetik steckt altes überprüftes Wissen. Das reichhaltige Pflanzenfett der Sheabäume nutzen Frauen in Afrika seit Jahrhunderten für glatte Haut. In Kombination mit dem Wissen aus östlichen und westlichen Kulturen wird daraus eine moderne wirkungsvolle Kosmetik. Mit reichhaltigen Cremes mit Sheabutter wird empfindliche Haut weich und genährt. Die Entscheidung für eine fair gehandelte Creme unterstützt die eigene Schönheit und hilft die Lebensbedingungen von Produzenten zu verbessern. Ein Erfolgsmodell ist Rhassoul aus dem marokkanischen Atlasgebirge. Diese Tonerde wird als Wasch- und Heilerde in Peelings und Haarshampoos zugegeben. Unbekannter sind Baobabsamen als entzündungshemmender Wirkstoff oder Kigelia africana als Anti-Aging Wunderwaffe.

Wer bietet Faire Kosmetik?
Fair gehandelte Wirkstoffe sind in vielen Kosmetika zu finden. Häufig sind die Cremes und Shampoos auch biozertifizert, dies muss jedoch nicht sein. Ein Vorreiter von fairproduzierten Kosmetika war Body Shop schon vor mehr als 10 Jahren. Noch ist fair gehandelte Kosmetik nur mit engagierter Suche zu finden. Hersteller haben eigene faire Kooperationen in den Erzeugerländern, doch noch finden sich kaum ausgezeichnete Produkte.

Weitere Informationen:
http://www.fair-feels-good.de/
http://www.fairtrade-deutschland.de/

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Autorin: susanne-miesera.de




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