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16.05.2016

Was kann ich tun?

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Rosazea zu behandeln ist nicht einfach, da nach heutigem Stand der Wissenschaft die Hauterkrankung noch nicht heilbar, sprich deren genaue Ursachen nicht bekannt ist. Rosazea belastet auf der anderen Seite sehr stark den Alltag der Betroffenen. Neben der dermatologischen Begleitung durch den Hautarzt sollten folgende Empfehlung in jedem Falle beachtet werden, um möglichst die bekanntesten Triggenfaktoren für einen neuen Schub schon einmal weitestgehend auszuschließen.

 


Individuelle Provokationsfaktoren, so weit diese durch den Krankheitsverlauf erkennbar sind, sollten  gemieden  werden.  

Werden kosmetische  Mittel angewandt, sollten diese wenig fetthaltig und gut verträglich sein [49].

Insbesondere ist auf einen geeigneten Schutz vor UVA und UVB Strahlung zu achten.  Manchen Experten gelten physikalische Sonnenblocker (Titandioxid, Zinkoxid) als besonders verträglich.

Reinigungsmittel sollten seifenfrei sein. Der Patient sollte Gesichtswasser oder andere Präparate, die Menthol, Kampfer, Natriumlaurylsulfat bzw. Adstringenzien enthalten,   vermeiden.   

Wasserfeste Kosmetika sollten möglichst nicht verwendet werden.   

Auch wenn keine spezielle Rosazea-Diät empfohlen werden kann, sollten Faktoren vermieden werden, die zu einer Vasodilatation und Flushsymptomatik im Gesicht führen,  z.B. Alkohol, scharf gewürzte Speisen und heiße Getränke.

Aufgrund der erhöhten Empfindlichkeit der Haut bei Rosazeapatienten sollten auf aggressive Reinigungssubstanzen verzichtet werden. Auf Seifen ist zu verzichten, da diese alkalisch sind und den pH der Haut erhöhen. Eine pH-Anhebung kann zu Irritationen der Haut führen [50].  

Die Anwendung von abdeckender Foundation/Make-up verschlechterte eine Rosazea nicht [51]. Durch die Anwendung dekorativer Kosmetik (Abdeckung) ist zudem ein positiver Einfluss auf die Lebensqualität von Patientinnen und Patienten zu erzielen.



48. Jansen T, Regele D, Schirren CG, et al. [Persistent erythema and edema of the face associated with rosacea and lymph vessel dysplasia]. Hautarzt. 1998; 49: 932-5.

49. Kerscher M, Reuther T. Der Fluch der Kelten – kosmetische Aspekte bei der
Rosazea. In: Rosazea. Klinik und aktuelle Therapie. Schöfer H (Hrsg) Stuttgart, Georg Thieme Verlag, 2003, S 67 - 72.

50. Borelli C, Korting HC. [Non-pharmacologic management of rosacea]. Hautarzt. 2011; 62: 828-33.

51. Draelos  ZD,  Colon  LE,  Preston  N,  et  al.  The  appearance  of  facial  foundation cosmetics applied after metronidazole gel 1%. Cutis. 2011; 87: 251-9.


Quelle: 013/065 Leitlinie Rosazea
Stand: 03/2013

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