Akne und Rosazea bedürfen der Erhaltungstherapie

02.07.2010
Akne und Rosazea sind Hauterkrankungen, deren psychosoziale Folgeerscheinungen lange Zeit weit unterschätzt wurden. Der Anerkennung von Akne und Rosazea als chronische Erkrankungen und der kontinuierlichen Erhaltungstherapie der Betroffenen wird darüber hinaus in der Praxis viel zu selten Beachtung geschenkt. 

Im Rahmen eines Mittagsseminares „Akne und Rosazea”, anlässlich der 20. Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie, berichteten Professor Dr. med. Harald Gollnick, Magdeburg, und Professor Dr. med. Percy Lehmann, Wuppertal, über die Bedeutung der Akut- und Erhaltungstherapie der chronischen Erkrankungen Akne und Rosazea. 
Zu einem hohen Prozentsatz sind Akne und Rosazea klinisch relevant und müssen fachärztlich begleitet werden. Allerdings, darauf wies Gollnick wiederholt hin, dürfen beide Erkrankungen nicht nur hinsichtlich der morphologischklinischen Charakteristika betrachtet werden, sondern der behandelnde Arzt sollte ebenso auf die häufig unterschätzten psychosozialen Auswirkungen dieser Erkrankungen eingehen. 
Auch eine Rosazea kann bei stadien- und phasengerechter Therapie sowie disziplinierter Mitarbeit des Patienten therapeutisch medikamentös gut kontrolliert werden. 
In den Stadien I und II sei eine topische Behandlung die Therapie der Wahl. Metronidazol ist die am häufigsten eingesetzte Substanz, welche evidenzbasiert bei Rosazea wirkt und gut verträglich ist. 
Zu Metronidazol und dem Fertigpräparat (Metrogel®, Metrocreme®liegen die umfangreichsten klinisch dokumentierten Erfahrungen vor. Die systemische Therapie sollte in erster Linie bei den schweren Formen der Rosazea (Grad II, III und Sonderformen) eingesetzt werden. 

Quelle: Mittagsseminar Galderma, 20. Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und 
Venerologie in München




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