Neurodermitis-Verbreitung in Deutschland
In Deutschland gibt es regionale Unterschiede in der Häufigkeit von Neurodermitis (Atopische Dermatitis, AD), wobei der Osten des Landes im Vergleich zum Westen eine höhere Prävalenz aufweist.
Eine Analyse der Barmer aus dem Jahr 2018 zeigte, dass in den ostdeutschen Bundesländern wie Sachsen (5,54 %), Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg die Diagnoseraten deutlich höher lagen als in Bayern und Schleswig-Holstein. Diese regionalen Unterschiede könnten mit dem verstärkten Flug bestimmter Pollenarten im Osten zusammenhängen, da bis zu 80 Prozent der Betroffenen auf Umweltallergene wie Pollen reagieren, die Schübe auslösen können.
Obwohl keine spezifischen Regionen innerhalb Deutschlands als „weniger betroffen“ ausgewiesen werden, deuten allgemeine klimatische Faktoren darauf hin, dass bestimmte geografische Bedingungen die Symptome verbessern können. So können klimatisch günstige Regionen wie die Alpen, das Baltikum, das Tote Meer (zZt weniger attraktiv für Urlaub oder Reha) oder die Kanarischen Inseln aufgrund ihrer geoklimatischen Bedingungen eine Verbesserung des Hautzustands bei Neurodermitis-Betroffenen fördern.
In höheren Gebirgslagen ist die Luft arm an allergieauslösenden Stoffen wie Pollen, und die hohe UV-Strahlung kann entzündungshemmend wirken, was die Symptome lindern kann. Auch an Nord- und Ostsee, wie am Toten Meer, kann eine Kombination aus Salzwasser und UV-Strahlung die Beschwerden verbessern. Diese Regionen werden daher als besonders geeignete Urlaubsziele für Menschen mit Neurodermitis empfohlen, insbesondere während der Pollensaison.
Regelmäßige Reisen für Betroffene veranstaltet die Selbsthilfegruppe Neurodermitis und Psoriasis







