Neurodermitis. Hautpflege im Winter
Die Hautpflege bei Neurodermitis im Winter erfordert eine angepasste, reichhaltigere Basispflege, da Kälte, trockene Heizungsluft und Temperaturwechsel die ohnehin gestörte Hautbarriere zusätzlich belasten.
Um Schüben vorzubeugen, ist eine konsequente, fettreichere Pflege mit ceramid- und ureahaltigen Produkten entscheidend – besonders nach dem Duschen, Händewaschen und vor dem Schlafengehen.
Pflegeprodukte
• Rückfettende Cremes oder Salben mit hohem Fettanteil (z. B. Wasser-in-Öl-Emulsionen)
• Produkte mit Ceramiden, Panthenol oder Urea (bei geschlossener Haut)
• pH-neutrale, duftstofffreie Pflege ohne Reizstoffe
• Spezielle Neurodermitis-Pflegeserien (z. B. Eucerin, Cetaphil, La Roche-Posay, LETIAT4
Step-by-step instructions
Duschen oder Baden mit lauwarmem Wasser (max. 36 °C) für nicht länger als 10 Minuten – Verzicht auf heißes Wasser und lange Badezeiten, um die Haut nicht weiter auszutrocknen.
Verwende milde, pH-neutrale Waschlotionen ohne Duft- und Konservierungsstoffe – idealerweise rückfettend und speziell für Neurodermitis geeignet.
Direkt nach dem Duschen oder Händewaschen die Haut gründlich eincremen – Feuchtigkeit wird so in der Haut eingeschlossen („Eincremen auf feuchte Haut“).
Im Winter auf fettreichere Salben umsteigen – diese bilden einen langanhaltenden Schutzfilm, besonders wichtig für Gesicht, Hände und ekzemanfällige Stellen.
Mehrmals täglich eincremen, besonders an exponierten Stellen (Gesicht, Hände) und Prädispositionsarealen (Ellenbogen, Kniekehlen)
Luftbefeuchtung im Wohn- und Schlafbereich sicherstellen – durch Luftbefeuchter, nasse Handtücher auf der Heizung oder Wasserschalen, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.
Trinke mindestens 1,5 Liter Wasser pro Tag – um die Haut von innen mit Feuchtigkeit zu versorgen.
Vermeide kratzige Materialien wie Wolle – trage stattdessen weiche, atmungsaktive Kleidung aus Baumwolle oder Viskose.
Schütze exponierte Hautstellen bei Kälte mit Mütze, Schal und Handschuhen – idealerweise aus Baumwolle, um Reizungen zu vermeiden.
Bei anhaltenden Schüben oder Verschlechterung den Hautarzt aufsuchen – ggf. ist eine medikamentöse Therapie erforderlich.
Mehr über Neurodermitis finden Sie unter www.neurodermitis-bund.de und bei Instagram







