Tipps für eine schöne Haut während und nach der Schwangerschaft

09.08.2010
Babys hinterlassen Spuren – auch auf und in der Haut. Zum Glück ist das Wissen um den Bedarf der werdenden Mutter immer weiter gewachsen und so können unangenehme Begleiterscheinungen gut behandelt werden. Hautunreinheiten oder gar juckende Hautstellen verschwinden ganz von selbst mit der Geburt und der Umstellung der Hormonproduktion.

Hormone regulieren das Haarwachstum. So kommt es, dass Haare während der Schwangerschaft länger in der Wachstumsphase verbleiben. Mit der Geburt kommt die 3-monatige Ruhephase, nach der dann viele abgestorbene Haare auf einmal ausfallen. Ein bekanntes Phänomen, dass als  sehr unangenehm empfunden wird, aber beruhigend ist, dass es sich von alleine wieder reguliert. Unterstützend helfen schon während der Schwangerschaft Vitamine des B-Komlexes wie Pantothensäure, die das Haarwachstum fördern. Vitamin-B-Komplexe sind als Nahrungsergänzungsmittel in Apotheken ohne Verschreibung zu erhalten. Bedingt durch vermehrte Schweißdrüsenproduktion werden die Haare schneller fettig. Haare am besten mit einem milden Shampoo waschen und sich eine Kopfmassage gönnen.

Gefürchtet und unschön sind Schwangerschaftsstreifen. Durch die starke Dehnung kommt es zu kleinen Rissen in der Lederhaut (Hautschicht unter der Oberhaut). Bei Zwillingsmamas oder Frauen mit starker Gewichtszunahme fallen die Dehnungsstreifen besonders stark auf. Frauen mit einem schwachen Bindegewebe neigen eher zu Rissen. Ein schwaches Bindegewebe ist zwar Veranlagung, aber durch gezielte Massagen kann Einfluss genommen werden. Leider verfärben sich die Streifen meist ins rötlich-violett. Selbst helle Streifen sind als Falten sichtbar. Dehnungsstreifen sind nicht nur ein Phänomen der Schwangerschaft, in schnellen Wachstumsphasen wie der Pubertät oder bei starker Gewichtszunahme können sie ebenso auftreten. In der Haut passiert das Gleiche, leider auch mit den gleichen Folgen. Diese Risse sind wie kleine Narben im Gewebe und deshalb leider auch sehr „haltbar“. Entgegen vieler Wunderversprechungen bleibt Narbengewebe sichtbar. Einzige erfolgreiche Behandlungsmethode sind wie bei Aknenarben im Gesicht Vitamin-A-Cremes. Vitamin A wirkt wie ein starkes Peeling der Haut. In den wirksamen Konzentrationen ist die Creme vom Hautarzt zu verordnen und zu beobachten. Eine tiefer gehende Behandlung mit einem Excimer Laser ist nach der Schwangerschaft möglich. Damit können Hautverfärbungen teilweise ausgeglichen werden. 
Am besten ist es Schwangerschaftsstreifen im Vorfeld vorzubeugen. Starke übermäßige Gewichtszunahmen – ob mit oder ohne Schwangerschaft sind zu vermeiden, da auch nach dem Abnehmen die Streifen/Narben erhalten bleiben. Hautpflege mit durchblutungsfördernden Cremes und Massagen verhindern zumindest teilweise die Rissbildung. Wie immer bei schwachen Bindegewebe hilft auch hier Sport oder besser gezielte Bewegungsübungen. Schwangerschaftsgymnastik und die Rückbildungsgymnastik ist auf jeden Fall sinnvoll.

Während der Schwangerschaft essen zwar viele für zwei, aber leider stehen die Kalorien im Vordergrund. Die übermäßige Gewichtszunahme lässt Dehnungsstreifen unnötigerweise wachsen. Essen für zwei sollte sich auf die Nährstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe beziehen. Ein Mangel an bestimmten Vitaminen lässt die Haut fahl werden, Haare ausfallen und verlängert die Wundheilung. Neben der erwähnten Pantothensäure helfen B-Vitamine wie Biotin und Niacin, dass Haare wieder voll nachwachsen und glänzen. Bei den Mineralstoffen sind Zink und Silicium erwähnenswert. Besonders Silicium unterstützt das Bindegewebe. Lesen Sie weiter unter:


Hautpflege während der Schwangerschaft
Nicht nur die Nährstoffe aus dem Essen gelangen über das Blut zum Ungeborenen, sondern auch alle Stoffe, die auf die Haut aufgetragen werden. So ist ein besonders Augenmerk auf die Inhaltstoffe von Kosmetik zu legen. Parfumstoffe, Konservierungsstoffe sind problematisch – für die sensible Haut und auch für den Fötus. Verwenden Sie möglichst unparfümierte Produkte. Empfehlenswert sind hypoallergene Pflegereihen, die schon auf die empfindliche Haut abgestimmt sind. Ebenso empfehlenswert ist zertifizierte Naturkosmetik. 
Weitere Informationen unter: Siegel für Naturkosmetik




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