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Haut und Karneval

28.11.2015

Närrisches Treiben beim närrischen Umzug, ausgelassene Partynächte - die fu?nfte Jahreszeit ist fu?r Jecken die schönste. Doch reichlich Alkohol, Zigarettenqualm und wenig Schlaf lassen so manchen „alt aussehen“. Tipps vom Hautarzt helfen, dass die Haut an Aschermittwoch keinen Kater hat.
Ob Jecke oder Faschingsmuffel: In der Winterzeit strapazieren Kälte draußen und stickige Heizungsluft drinnen die Haut, sie wird trocken und spröde.
„Daher sollte die Haut regelmäßig reichhaltig gepflegt werden“, betont Dr. Christoph Liebich, Hautarzt in Mu?nchen. Beim Karnevalsumzug schu?tzt eine Extraportion Pflege das Gesicht, insbesondere die Lippen, und die Hände.

Auch unter der Faschingsschminke sollte das Gesicht gut eingecremt werden.
Um die Haut nicht unnötig zu reizen, empfiehlt es sich, hochwertige, gut verträgliche Schminke zu wählen. Wer zu Töpfen und Tiegeln greift, die noch vom Vorjahr u?brig sind, sollte zudem das Haltbarkeitsdatum beachten.
„Wichtig ist, sich nach dem Feiern gru?ndlich, aber mit milden Produkten abzuschminken“, so Dr. Liebich.

Das macht der Alkohol mit der Haut

Der jetzt beliebte Glu?hwein oder ein Schnäpschen beim Faschingsumzug lassen so manchen die Winterkälte vergessen. Alkohol bewirkt, dass die Haut stärker durchblutet wird und sich zunächst ein angenehmes Wärmegefu?hl einstellt. Bei Kälte verengen sich jedoch normalerweise die Blutgefäße.
Diese Regulation des Temperaturhaushalts wird durch Alkohol beeinträchtigt, sodass es unbemerkt zu einer Unterku?hlung kommen kann.
Nach feucht-fröhlichem Feiern bleibt oft ein gerötetes, wie aufgedunsen wirkendes Gesicht zuru?ck. Zudem entzieht Alkohol dem Organismus Wasser – u.a. trocknen die Schleimhäute im Mund und an den Lippen aus.
„Viel Wasser trinken“, rät Dr. Liebich. Gegen verquollene Augen empfiehlt der Hautarzt ku?hle Umschläge mit schwarzem Tee.
Langfristig kann zu viel Alkohol zu dauerhaft erweiterten roten Äderchen fu?hren, beschleunigt die Hautalterung und begu?nstigt neben zahlreichen anderen Erkrankungen auch Infektionen der Haut. Zigarettenqualm lässt die Haut ebenfalls „alt aussehen“: Nikotin mindert die Durchblutung und damit die Versorgung der Haut mit Sauerstoff und Nährstoffen. Das beeinträchtigt unter anderem den Kollagenstoffwechsel, so dass es bei Rauchern zu einer vorzeitigen Faltenbildung kommt. Neben vielen weiteren Gesundheitsrisiken verlangsamt Rauchen die Wundheilung und begu?nstigt verschiedene Hauterkrankungen.

Schlafmangel

Auch Schlafmangel zählt zu den „Altmachern“: Fehlt nach einer langen Partynacht ausreichend Schlaf, um zu regenerieren, wirkt der Teint am Morgen oft fahl und abgespannt. „Deshalb sollte auch während der fu?nften Jahreszeit hin und wieder ein ausgiebiger Schönheitsschlaf eingeplant werden“, rät Dr. Liebich. Eine reichhaltige Nachtcreme fu?r das Gesicht und spezielle Augencremes unterstu?tzen die Regeneration. Auch eine Aufbaumaske mit natu?rlichen Feuchthaltefaktoren wie Harnstoff oder Hyaluronsäure sorgt fu?r einen frischeren Teint. Hin und wieder ein mildes Fruchtsäurepeeling fördert ebenfalls die Hauterneuerung.

Das kann die Hautarztpraxis leisten

In der Hautarztpraxis stehen zudem verschiedene dermokosmetische Verfahren zur Verfu?gung, um unliebsame Spuren zu tilgen, die die närrischen Tage an der Haut hinterlassen haben. Um ein fahles, grobes Hautbild und Hautunregelmäßigkeiten zu bessern, empfiehlt Dr. Liebich beispielsweise eine Mikrodermabrasion. Dabei schilfert ein sanftes mechanisches Peeling die obersten Hautschichten ab und kurbelt so die Hauterneuerung an. Fu?r einen Frischekick kann auch die Mesotherapie sorgen: Mittels feinster Mikroinjektionen werden individuell abgestimmte Wirkstoffcocktails, beispielsweise aus Vitaminen, Mineralstoffen, Antioxidantien und Hyaluronsäure, in die Haut eingebracht und bereiten sie optimal auf den nahenden Fru?hling vor. Behandlungen mit hochfrequentem Ultraschall oder Radiofrequenzstrom fördern die Durchblutung der Haut und stimulieren Zellstoffwechsel und Regenerationsprozesse.

Die Folgen von anhaltendem Schlafmangel, u?bermäßigem Alkoholkonsum und Rauchen fu?r Schönheit und Gesundheit lassen sich mit kosmetischen Maßnahmen allerdings nicht aufhalten – hier hilft langfristig nur eine gesunde Lebensweise.

Quelle: Berufsverband Deutscher Dermatologen Hautinform





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