Freeze branding
Freeze branding, Gefrierbranding ist eine Technik, die ursprünglich zur Markierung von Tieren, insbesondere in der Veterinärmedizin, entwickelt wurde.
Beim freeze branding werden durch extreme Kälte pigmentbildende Zellen in den Haarfollikeln zerstört, wodurch dauerhafte, sichtbare Markierungen entstehen. Die Methode wurde 1966 von Dr. R. Keith Farrell an der Washington State University als weniger schmerzhafte Alternative zum traditionellen Heißbranding eingeführt.
Dabei wird ein Brandeisen mit flüssigem Stickstoff, Trockeneis oder Isopropylalkohol gekühlt und auf die rasierte Haut der Tiere aufgetragen.
Dies führt zur Depigmentierung und zur Bildung weißer oder blasser Markierungen.
Während Gefrierbranding in der Tierhaltung häufig zur Identifizierung eingesetzt wird, hat es in letzter Zeit als Körpermodifikationstrend auch bei Menschen an Bedeutung gewonnen, insbesondere auf Social-Media-Plattformen wie TikTok und Instagram.
Die Dermatologie warnt jedoch davor, dass diese Praxis schwere und irreversible Schäden an der menschlichen Haut verursachen kann, darunter Nekrose, Pigmentverlust und bleibende Narbenbildung.
Im Gegensatz zur medizinischen Kryotherapie, die reguliert und unter professioneller Aufsicht durchgeführt wird, wird das Gefrierbranding zu ästhetischen Zwecken häufig von Personen ohne medizinische Ausbildung durchgeführt, was erhebliche Risiken birgt.
Beim Menschen kann die Anwendung extremer Kälte auf der Haut zur Bildung intrazellulärer Eiskristalle führen, die die Zellmembranen schädigen und zu einer Koagulationsnekrose führen. Dies kann zu epidermalen Blasen, Infektionen, tiefen Nekrosen und dauerhafter Hypo- oder Hyperpigmentierung führen.
Die Schäden sind irreversibel, und im Gegensatz zu Tätowierungen, die mit einer Laserbehandlung entfernt werden können, kann das Gefrierbranding nicht rückgängig gemacht werden.
Trotz seiner Anwendung in der Veterinärmedizin ist das Gefrierbranding nicht für die Anwendung beim Menschen zugelassen und gilt als gefährliche Praxis. Mediziner betonen, wie wichtig es ist, junge Menschen über die mit diesem Trend verbundenen Risiken aufzuklären und von seiner Anwendung abzuraten.
Die Technik wird hauptsächlich zur Tieridentifikation eingesetzt, wo sie aufgrund der geringeren Schmerzen und Narbenbildung als ethischere Alternative zum Heißbranding gilt.
Wenn Sie kein Tier sondern ein Mensch sind, dann bitte nicht anwenden.





