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19.04.2022

Auf den Spuren von Lebensweisheiten für Groß & Klein

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Zum 90. Geburtstag des Autors und Zeichners Janosch, alias Horst Eckert, im Jahr 2021 wurden ausgewählte Werke in der Ausstellung „Janosch. Lebenskunst“ im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg ausgestellt und sein Wirken zelebriert. 

Vor Ort habe ich mich auf Entdeckungsreise begeben, um die Lebensweisheiten von Janosch zusammen zu tragen. Denn mehr denn je werden wir aktuell durch die anhaltende Corona-Pandemie und den Krieg in der Ukraine tagtäglich darin herausgefordert, unseren Lebensmut zu bewahren, und das zusätzlich zu all den Herausforderungen, die wir bereits präpandemisch in unserem Lebensrucksack mit uns getragen haben. Zudem kommt hinzu, dass gerade im Rahmen der chronischen Hauterkrankung Neurodermitis Stressoren die Rolle möglicher Auslöser und Verstärker im schubhaften Geschehen spielen.

In der Ausstellung wurde ich durch verschiedene ungewöhnliche „Räume“ geführt, die mich dazu einluden, auf ganz unterschiedliche Weisen und auf humorvollen Wegen Lebensweisheiten zu entdecken. Hier wurden besonders verschiedene Sinne angesprochen, um Janoschs Lebenskunst erfahrbar zu machen.

Im 1. Raum „Alltag und Fantasie“ wurden mehr als 100 Zeichnungen von Janosch ausgestellt. Die hier zu entdeckenden und bekannten Figuren, denen Janosch verbal und visuell Leben einhaucht, fesseln Menschen von Klein bis Groß, gerade weil sie als zentrale Figuren in ihrem Leben immer wieder in ihrem Alltag mit Herausforderungen konfrontiert werden, mit denen wir uns alle mehr oder minder identifizieren können. Auf vielfältigste Weisen entdeck(t)en wir als Leserschaft von Janoschs Büchern und als Besucherschaft der Ausstellung ganz unterschiedliche Wege und Herangehensweisen, diesen Herausforderungen genauso unverzagt zu begegnen, wie es auch Janoschs Protagonisten und Protagonistinnen selbst und damit als Vorbilder tun. Dies macht den Zauber von Janoschs Werken aus… Denn wir alle spüren ein sehnsuchtsvolles Verlangen in unserem Leben und auf unseren individuellen Wegen nach unserem „persönlichen Panama“.

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In Janoschs Buch „Das A-Z der Lebenskunst – ein unverwechselbarer Begleiter für die Sternstunden und Wechselfälle des Lebens“ schreibt er diesbezüglich:

Das Leben ist so: Du wirst hineingeworfen wie in ein kaltes Wasser, ungefragt, ob du willst oder nicht. Du kommst lebend nicht mehr heraus. 
Darüber kannst du 
a) unglücklich sein und ersaufen; 
b) dich lustlos und frierend so lange über Wasser halten, bis es vorbei ist; 
c) einen Sinn suchen und einfordern und dich grämen, weil er sich nicht zeigt; oder du kannst: 
d) dich darin voller Freude tummeln wie ein Fisch und sagen: Ich wollte sowieso ins Wasser, kaltes Wasser ist meine Leidenschaft. Was für ein verdammt schönes Vergnügen, Leute!? Und das wäre die Kunst, um die es hier geht.

Im 1. Raum habe ich folgende Weisheiten entdeckt, in denen jede(r) seine eigenen „Antworten“ finden sollte: 
Sieh dich um in der Welt! Teile dich deinen Liebsten mit! Reise, bevor es zu spät ist! Esse, z.B. Apfelmus bei Liebeskummer! 
Bewahre dir eine kindliche Seite im Leben! Begehre und liebe! 
Schaffe dir ein wohliges Zuhause! Fliege - gedanklich wie real! 
Sei kreativ auf verschiedenste künstlerische Weisen! Erfreue dich an und andere mit schönen Aufmerksamkeiten! Tanze! Glaube!

Gehen wir weiter in Raum 2, der „von neuen Wörtern und seltenen Namen“ handelte. Hier entdeckte ich ein großes Badezimmer mit Sonnenliegen und Kopfhörern, welche über Hörbücher Janoschs Weisheiten erfahrbar machten. Janoschs Werke regen  immer wieder zum Nachdenken an, gerade weil er sehr schöpferisch mit unserer Sprache umgeht und uns vermittelt, wann es Sinn macht, mit Worten zu spielen oder besser zu schweigen und auf nonverbale Weise zu kommunizieren.
Hier fand ich als Weisheiten: 
Sei ein(e) Lebenskünstler(in)! Höre gut zu, dir selbst wie deinem Gegenüber! Nimm dir die Zeit für Mußestunden! Genieße mit allen Sinnen! Achte auf dich! Achte dein Gegenüber!

Kommen wir weiter in Raum 3, in dem ich einen zauberhaften „Postkartenwald“ entdeckte. In Janoschs Werken geht es immer wieder um die postalische Verbindung seiner Akteure und ihrer Mitmenschen.  Am bekanntesten ist wahrscheinlich „Post für den Tiger“. Hier konnte man als Ausstellungsbesucher(in) vielfältige Postkarten zu Janoschs Werken entdecken, diese beschreiben und gleich in den Postkasten vor Ort einwerfen. Besonders beeindruckte mich die Postkarte, auf der eine kleine Tigerente zu sehen war - mit den Worten: „Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir!“
Als Lebensweisheiten wurden hier deutlich: 
Nimm dir Zeit! Schreibe! Widme den zwischenmenschlichen Beziehungen ausreichend Aufmerksamkeit! Schenke! 

Pflege deine sozialen Beziehungen, sie sind dein Trost in der Not!

In Raum 4 betrat ich „Wondraks Büro“. Sie kennen Wondrak nicht?! Über mehrere Jahre hauchte Janosch dem Büromenschen Wondrak Leben ein und vermittelte in „Die Zeit“ Ratschläge zur Work-Life-Balance. In diesem Raum konnte man Wondraks Tipps entdecken, verschiedenste besondere Sitzgelegenheiten austesten, beispielsweise einen Stein- oder Kuscheltierhocker, und eigene Weisheiten auf Post-Its hinterlassen.
Hier habe ich folgende Weisheiten mitgenommen: 
Achte auf deine Zeit, du kannst die Uhr nicht zurückdrehen! 
Achte auf deine Gesundheit! Träume dich weg, wenn es gerade unangenehme Umstände zu ertragen gibt! Lächle! Fülle einen Zettelkasten mit deinen Wünschen! Pflege deine eigene Pinnwand mit guten Ideen!

Im 5. und letzten Raum fand ich mich in einem besonderen Kino wieder, in dem Groß & Klein im Sitzen, Stehen oder Liegen verschiedenste Filme entdecken konnten. Als Botschaft nahm ich mit: 
Träume! Sei mutig! Erst recht in herausfordernden Zeiten.
Gönn' dir Auszeiten! Genieße mit deinen Freunden!
Sitze, stehe, liege - wie es dir beliebt!

Aus persönlicher Erfahrung kann und muss ich sagen: Was für eine wundervolle Ausstellung zum Wirken von Janosch! Wie die Menschen, die gleichzeitig mit mir diese Ausstellung besuchten, wurde ich in den Bann der von Janosch geschaffenen Wesen und Werke gezogen und damit auf eine konstruktive Reise auf vielfältigsten Wegen zu mehr Lebenskünsten mitgenommen. 
Am Ausstellungsende verließ ich das Museum voller Impulse in meinem Lebensrucksack. 

Buchtipp:
Das A-Z der Lebenskunst – ein unverwechselbarer Begleiter für die Sternstunden und Wechselfälle des Lebens von Janosch

Autor: Sophie von Streben

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