Unser Schutzschild

05.08.2008Dieser "Wunderstoff" müsste erfunden werden, wenn wir ihn nicht schon tragen würden. Wenige mm trennen unser Innenleben vom Außen. Die Haut hat mehrere Schutzebenen gegen Einflüsse von Außen. Zunächst schützt eine hauteigene Bakterienbesiedlung vor krankmachenden Mikroorganismen. Eine feine Schicht aus Talg und Schweiß, die die gesamte Hautoberfläche bedeckt, bildet den Schutzmechanismus der Haut, auch natürlicher Säureschutzmantel genannt.

Säureschutzmantel

Dieser "Mantel" schützt uns gegen Chemikalien, Bakterien und Pilze. Je nach Hautregion liegt der ph-Wert bei 4,6 - 6,0; krankmachende Keime können sich in diesem Bereich schlecht vermehren. Dieser pH Wert liegt im sauren Bereich, deswegen wird dieses Schutzschild auch Säureschutzmantel genannt. Bei falscher Pflege, Umgang mit starken Chemikalien und Erkrankungen kann sich der pH Wert verändern. Jede Veränderung durchlöchert den Schutzmantel und er wird durchlässig z.B. für Bakterien und damit offen für Entzündungen.

Tipps für einen gesunden Säureschutzmantel:

· Die richtige Hautpflege erhält und verbessert die natürliche Schutzschicht. Seife hat einen pH-Wert von 9 bis 12, dieser basische pH Wert hebt den Säureschutz gesunder Haut für ein bis zwei Stunden auf. Empfindliche oder entzündet Haut kann sich nicht so schnell regenerieren. Verwenden Sie besser alkalifrei Seifen oder Duschgels oder pH-neutral Waschlotions, die dem pH-Wert der Haut angepasst sind.

· Mit jedem Waschen verliert die Haut Fett und Feuchtigkeit. Cremen Sie besonders Ihre trockene, empfindliche Haut nach dem Waschen ein.

· Tragen Sie bei Putzarbeiten in Haus und Garten Handschuhe, um zuviel Kontakt mit Chemikalien zu verhindern. Mehr siehe auch Hautpflege

Blutgefäße

Feinste Blutgefäße versorgen die Haut und regulieren die Körpertemperatur. Bei steigenden Außentemperaturen wie im Sommer weiten sich die Blutgefäße und der Körper gibt Wärme ab. Ergänzend zur Wärme- und Feuchtigkeitsregulierung verlieren wir über die Hautporen täglich ca. einen halben Liter Wasser durch Schwitzen. Bei sinkenden Temperaturen hingegen verengen sich die Blutgefäße und verhindern einen Wärmeaustritt. Über die Blutgefäße steht die Haut mit allen Körperorganen und Gefühlen in enger Verbindung. Bei Aufregung. Stress oder Verliebtheit wird die Haut stärker durchblutet, ein rosiger Teint erstrahlt. Schrecken, Angst und Schock lässt die Adern "gefrieren", sie verengen sich und man wird "kreideweiß", da die Haut zuwenig durchblutet wird. Auch bei Krankheiten, wie niedriger Blutdruck oder Diabetes, wird die Haut mit zuwenig Blut versorgt, kalte unterversorgte Hände und Füße sind die Folge.

Tipps für eine gute Hautdurchblutung:

· Bewegung und Sport fördern die Durchblutung, die Haut wird besser mit lebenswichtigen Nährstoffen versorgt.

· Kalt-warme Wechselduschen oder Fußbäder fördern das Weiten und Verengen der Blutgefässe, die Blutgefässe bleiben "jung".

· Bürsten und Massagen regen die Hautdurchblutung an. Bürsten immer Richtung Herz und Massagen mit durchblutungsfördernden ätherischen Ölen genießen.



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