Babyhautpflege – speziell im Sommer

06.06.2010
Je kleiner desto gefährdeter sind Babys und Kleinkinder, da Kinderhaut ungeschützter als die erwachsene Haut ist. Bei den Kleinen sind die körpereigenen Schutzmechanismen gegenüber UV-Strahlen noch nicht optimal entwickelt. Je jünger, desto weniger ist schützende Hornhaut vorhanden. Die Haut der Kinder hat den Schutz in Form von Pigmentierung und Lichtschwiele noch nicht, dadurch ist die Barrierefunktion der Hornschicht nicht voll ausgeprägt und die Sonnenempfindlichkeit der Haut erhöht. Die Talgdrüsen bilden im Kindesalter nur einen geringen Lipidfilm auf der Hautoberfläche. Säuglinge und Kleinkinder bilden weniger Schweiß, dadurch fehlt auch dieser Hautschutz, da Schweiß etwas UV-Licht absorbieren kann. Besonders gefährdet sind Babys, die im ersten Lebensjahr überhaupt nicht der direkten UV-Strahlung ausgesetzt werden sollen. Bei den ganz Kleinen lässt sich der Sonnenverzicht leicht regeln, jedoch sobald sie laufen und spielen, verbringen die Kleinen viel Zeit im Freien. Geschätzte 80 % der Lebens-UV-Strahlendosis bekommen Babys, Kinder, Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr ab - ein guter Sonnenschutz ist also besonders in jungen Jahren wichtig. Die Vermeidung von Sonnenbränden im Säuglingsalter ist besonders wichtig wegen der Gefahr von Spätschäden der Haut. 

Babyhautpflege im Sommer geht über das Eincremen hinaus. Es gilt so wenig Sonne wie möglich. Dies kann besser, als mit Sonnencremes, mit Schatten und Kleidung erreicht werden. Selbst die beste Sonnencreme schützt nicht 100 %. Bis zum Alter von zwei Jahren sollte auf Sonnenschutzpräparate mit Mikropigmenten zurückgegriffen werden. Danach können auch Präparate mit UV-Filtern eingesetzt werden. Auf Duftstoffe und Konservierungsmittel sollte so weit wie möglich verzichtet werden. Die Lichtschutzfaktoren nicht zu hoch wählen. Faktoren über 25 sind meist nur durch höheren Einsatz chemischer Filter zu erzielen und haben dennoch nur eine unwesentlich verbesserte Schutzwirkung. Lichtschutzfaktoren ab 15 reichen aus, immer ca. ½ Stunde vor dem Aufenthalt im Freien auftragen.

Der beste Schutz bleibt die Vermeidung direkter Sonnenbestrahlung durch Aufenthalt im Schatten oder Tragen von UV-Schutzkleidung. Kleidung ist immer besser als Sonnenschutzmittel, da nicht nur der Sonnenbrand verhindert wird, sondern auch Hautkrebs. Bei Kleidung gilt: Textilien aus Baumwolle sind für die empfindliche Babyhaut verträglicher als synthetische Materialien. Am besten ist naturbelassene Baumwolle. Jede Kleidung vor dem ersten Tragen immer mindestens einmal waschen, um möglichst viele Farbstoffe und Giftstoffe zu entfernen. Da die Temperaturregulierung über die Haut kaum funktioniert, unbedingt Auskühlen oder Überhitzen des Babys vermeiden! Der Kopf eines Neugeborenen macht 25 % seiner Körperoberfläche au, Fachleute empfehlen im Sommer zumindest in den ersten Lebenswochen immer auf eine Kopfbedeckung zu achten. 

Spezielle UV-Schutz-Textilien. Kleidung kann einen höheren und länger wirksamen Sonnenschutz als Sonnenschutzcreme bieten. Mit den richtigen Materialien und deren Behandlung kann kein Sunblocker mithalten. Sicherheit geben Gütesiegel. Einen hohen Stellenwert hat zertifizierte UV-Schutzkleidung bei Säuglingen und Kindern. Von Stiftung Warentest gut getestete Kinderkleidung kommt z.B. von Hyphen. Geckoline bietet Kleidung, die von Ökotest für gut befunden wurde. Nach dem Standard UV 801 bietet unter anderem Sunskin Babykleidung an.

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