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05.01.2013

Wohlbefinden durch Gesichtsmassage

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Unter der chronischen Hautkrankheit Rosacea leiden rund vier Millionen Deutsche. Den Betroffenen macht die Erkrankung nicht nur körperlich, sondern auch seelisch zu schaffen. Mit der Massage nach Soebye können Betroffene dazu beitragen, Ihre Rosacea-Symptome zu lindern.

Die Massage lässt, in Kombination mit einer medizinischen Therapie durch den Hautarzt, Hautschwellungen durch sanften Druck zurückgehen. Regelmäßig angewendet, kann die Massage nach Soebye dazu beitragen, Ihr Hautbild zu verbessern und Ihr seelisches Wohlbefinden zu fördern.

Wie wirkt die Rosacea-Massage?

Rosacea-Betroffene leiden vor allem unter Gesichtsrötungen, die lange anhalten. Die Ursache dafür ist, dass die Gefäße in der Gesichtshaut geschädigt sind und ihre Elastizität verloren haben. Die Gefäße sind deshalb teils sichtbar erweitert und haben eine erhöhte Durchlässigkeit für Flüssigkeit, die so vermehrt in das Gewebe gelangt. Die Flüssigkeit sammelt sich vor allem in Gesichtsregionen, wo die Gesichtsmuskeln nicht ständig in Bewegung sind; das bedeutet insbesondere auf Wangen, Stirn und der Kinnpartie. Als Folge verhärtet sich das Gewebe, wird unbeweglich und schwillt an. Die Massage wurde 1951 in einer wissenschaftlichen Publikation vom dänischen Dermatologen Paul Soebye dargestellt. Sie wird heute von vielen auf Rosacea spezialisierten Kosmetik-Instituten angewendet, da die Massage abschwellend wirkt und durch sanften Druck die Flüssigkeit aus dem Gewebe in das Lymph- und Blutgefäßsystem verschiebt. So kann sie die Symptome, in Kombination mit einer medizinischen Therapie durch den Hautarzt, lindern. Des Weiteren wird die Haut mit jeder Behandlung weicher und beweglicher.

Für wen eignet sich die Rosacea-Massage, und wie oft sollte sie durchgeführt werden?

Betroffene, die unter Schwellungen (Ödemen) leiden, profitieren am meisten. Grundsätzlich eignet sich die Gesichtsmassage jedoch für jeden Rosacea-Betroffenen. Je nach Krankheitsstadium sollte die Gesichtshaut aber erst einer Massage unterzogen werden, wenn durch eine medikamentöse Therapie starke Entzündungen, wie Knötchen oder Eiterpickel, abgeklungen sind.
Betroffene sollten die Massage zu Hause mindestens dreimal in der Woche anwenden, um die Symptome der Rosacea wirkungsvoll zu lindern. Vor allem in fortgeschrittenen Fällen der Erkrankung sollte die Massage täglich durchgeführt werden. Erst ein langer Atem zahlt sich aus – in der Regel sehen Sie die Ergebnisse erst nach 2-3 Monaten. Wichtig zu beachten: Die Massage sollte auch durchgeführt werden, wenn sich das Hautbild bessert, denn nur so lässt sich ein langfristiger Massage-Erfolg sicherstellen. Der Aufwand beträgt lediglich 15 Minuten, diese sollten im Alltag gut unterzubringen sein.

Wie wird die Rosacea-Massage durchgeführt?


• Der grundlegende Massagegriff: Kreisende Bewegungen in einem Durchmesser von ca. 3 Zentimetern mit wechselndem Druck. Bei diesen Massagebewegungen sind nur die Fingerkuppen von Zeigefinger, Mittelfinger und Ringfinger aktiv. Achten Sie darauf, dass Ihre Finger beim Massieren locker sind und massieren Sie nicht mit den Fingerspitzen, um Reizungen durch Ihre Fingernägel zu vermeiden.

• Für die Massage setzen Sie beide Hände ein und massieren Ihre beiden Gesichtshälften gleichmäßig.

• Besorgen Sie Reinigungs- und Pflegemittel, die für empfindliche Rosacea-Haut geeignet sind. Dafür eignen sich besonders feuchtigkeitsspendende Cremes, fetthaltige Salben sind tabu.

Ablauf der Rosacea-Massage nach Soebye

1. Setzen Sie sich aufrecht und bequem auf einen Stuhl, mit Blick auf einen Spiegel.

2. Im ersten Schritt müssen Sie die Haut vor der Massage reinigen und eincremen. Die Creme sollte aber nicht zu dick aufgetragen werden.

3. Von der Stirnmitte arbeiten Sie sich langsam und mit sanften, kreisenden Bewegungen zu den Schläfen vor. Führen Sie die Bewegungen mal mit abnehmendem, mal mit zunehmendem Druck für jeweils 15 bis 30 Sekunden durch.

4. Wechseln Sie nun zur Nase: Massieren Sie Ihre Nasenwurzel, den Nasenrücken und die Nasenflügel an beiden Gesichtshälften. Wechseln Sie dann zu der Falte, die von der Nase zum Mundwinkel verläuft und gehen Sie dann zu den Wangen über.

5. Gehen Sie danach mit Ihren Mittelfingern zurück zum Mund und umrunden Sie den Mundringmuskel, den Bereich rund um Ihre Ober- und Unterlippe, mit kreisenden Bewegungen.

6. Zuletzt führen Sie Ihre Mittelfinger zum Kinn und massieren Ihre Kinnpartie ruhig mit gleichförmigen kreisenden Bewegungen.

7. Den Abschluss bildet ein kurzes Gesichtsmuskeltraining. Dazu ziehen Sie Ihre Augenbrauen hoch, rümpfen ein paar Mal Ihre Nase und führen rotierende Bewegungen mit Mund und Kinn durch.
Nach der Rosacea-Massage werden Sie bemerken, dass Ihre Haut erhitzt und rot ist. Bekommen Sie bitte keine Angst! Dieser so genannte „Flush“, eine Ausdehnung Ihrer Blutgefäße durch die anregende Massage, verschwindet nach 30 bis 60 Minuten meist wieder von allein. Gönnen Sie sich noch etwas Ruhe und spüren Sie, wie elastisch und entspannt sich Ihre Gesichtshaut anfühlt.
Wenn für Sie die Massage zu Hause zu viel Aufwand bedeutet, dann lohnt sich auch der Besuch bei einer spezialisierten Kosmetikerin in Ihrer Nähe. Sie kann Ihnen die Massagegriffe zeigen.

Haben Sie Erfahrungen mit der Massage nach Soebye? Teilen Sie der Redaktion das gerne mit: E-Mail: info@hautsache.de oder im Blog der Aktion AKTIV GEGEN ROCACEA

http://blog.rosacea-info.de/allgemein/do-it-yourself-mehr-wohlbefinden-durch-gesichtsmassage/

In der Geschäftsstelle der Deutschen Rosazea Hilfe e.V. können Sie sich auch eine Massage-Anleitung kostenlos bestellen. E-Mail an: inf@rosazehilfe.de

Der dänische Hautarzt und Wissenschaftler Paul Sobye* entwickelte die Rosazea-Massage Ende der 40er Jahre des 20. Jahrhunderts und erzielte mit ihr sehr positive Erfolge.

* Sobye P. Treatment of rosacea by massage. Acta Derm Venereol, 1951; 31(2): 174-83.


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