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10.10.2012

Rosazea und Alkohol

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Alkohol gilt als einer der Triggerfaktoren von sogenannten „Flushs“ bei Rosacea. Doch haben alle alkoholischen Getränke partout die gleiche Wirkung auf unsere Gefäße?
Sehr häufig wird in Artikeln explizit auf Rotwein hingewiesen, jedoch keine Erklärung geliefert, welcher Inhaltsstoff tatsächlich für das „Aufblühen“ verantwortlich ist. Kann man wirklich pauschal sagen, dass Alkohol, unabhängig von Getränk, Gehalt und Menge immer eine gleichbleibende Wirkung besitzt?



Was es mit dem Alkohol auf sich hat


Auch wenn es häufig in Frage gestellt wird: Die Medizin befürwortet mäßigen Alkoholkonsum – ein Drink am Abend in Form von einem 0,3l Bier oder einem 0,15l Glas Wein schadet niemandem. Ganz im Gegenteil! Der moderate Genuss von Alkohol fördert sogar eine bessere Herz- und Gefäßgesundheit. Genauer gesagt veranlasst Alkohol, dass die Blutplättchen das Hormon Serotonin freisetzen. Serotonin erweitert im Folgenden die Gefäße der Skelettmuskulatur und steigert die periphere Durchblutung. Daher liest man oft, dass leichter  Alkoholkonsum eine hemmende Wirkung bei Gefäßverkalkungen besitzt und das Risiko für koronare Herzerkrankungen reduziert.
(Nichtsdestotrotz bleibt Alkohol ein Nervengift und hat unterm Strich in Mengen selbstverständlich mehr negative als positive Effekte.)
Für Rosacea-Patienten ist diese gefäßerweiternde Eigenschaft des Alkohols natürlich keine gute Nachricht. Damit ist es sehr wahrscheinlich, dass jedes alkoholische Getränk „errötende“ Auswirkungen hat. Aber wie verhält es sich mit den verschiedenen Drinks und ihren unterschiedlichen Alkoholgehalten? Was glauben Sie?


Eine Studie klärt auf

Eine amerikanische Studie der National Rosacea Society mit 700 Rosacea-Patienten hat die Wirkung verschiedener Alkoholika untersucht.  Überraschend, aber wahr: Es sind nicht die hochprozentigen Spirituosen, die die stärksten Reaktionen hervorrufen. Spitzenreiter mit einer Quote von 76% war Rotwein, gefolgt von Weißwein mit 56%. Andere geläufige alkoholische Getränke wie Bier schlugen mit 41% zu Buche, Sekt und Champagner immerhin noch mit 33%. Unter den Schnäpsen erwies sich Wodka als stärkster Triggerfaktor mit ebenfalls 33% - darauf folgten Tequila (28%), Bourbon, Gin und Rum (jeweils 24%)  und Scotch (21%) als Schlusslicht.
Während 64% der befragten Rosacea-Patienten angaben, dass bereits ein einziger Drink genüge um rosaceatypische Reaktionen hervorzurufen, berichteten dagegen 10%, dass Alkohol überraschenderweise gar keine Auswirkungen auf ihre Erkrankung habe.


Einmal genauer ins Glas geschaut

Welche Inhaltsstoffe des Rotweins machen ihn eigentlich zum Tabugetränk Nummer 1 für Rosacea-Betroffene? Es sind die Polyphenole, die im Rotwein in höherer Konzentration vorhanden sind als im Weißwein, da bei der Herstellung von Rotwein auch Stiele, Schalen und Kerne mitgekeltert werden, in denen der Polyphenolanteil besonders hoch ist.
Grundsätzlich besitzen Polyphenole aber positive Eigenschaften – so wirken sie z.B. cholesterinsenkend und krebshemmend. Jedoch haben Polyphenole, im Besonderen Flavonoide, eine gefäßrelaxierende Wirkung,  d.h., sie fördern die Gefäßerweiterung. 
Schlussendlich beweist die Studie einerseits, dass Alkohol je nach Art unterschiedlich starke Auswirkungen haben kann, zeigt andererseits aber auch, dass bei mehr als der Hälfte der Teilnehmer bereits ein Drink genug ist, um einen neuen Schub zu verursachen. Wenn Sie sich aber doch mal ein Gläschen gönnen wollen, denken Sie an diese Studie und greifen Sie statt zum Rotwein doch mal zum Sekt. Generell bleibt leider die Devise in Bezug auf Rosacea und Alkohol: Manchmal ist weniger mehr.

Nun aber zu Ihnen: Wie machen sich alkoholische Getränke bei Ihnen bemerkbar? Haben Sie auch Unterschiede je nach Alkoholart bei sich feststellen können?

Quelle und mehr Informationen:
www.rosacea-info.de
www.blog.rosacea-info.de

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