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Bundesweite Kampagne klärt ab 30. April 2010 über die häufige Hauterkrankung Rosazea auf

03.05.2010
Jeder hatte schon mal eine gerötete Gesichtshaut – sei es nach dem Sport oder nach einem Spaziergang bei kaltem Wind. Aber welche Rötungen sind normal und wann handelt es sich um die chronische Erkrankung Rosazea? Darüber klärt die Kampagne „Anhaltende Gesichtsrötungen – Aktiv gegen Rosazea“ auf. Die Kampagne wurde von dem auf Hautprodukte spezialisierte Unternehmen Galderma initiiert und wird vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) und der Deutschen ROSAZEA Hilfe e.V. unterstützt. Geplant sind kostenlose Informationsveranstaltungen in verschiedenen deutschen Großstädten.

Wenn Hautrötungen chronisch werden und vielleicht sogar zusammen mit Pusteln oder Schwellungen auftreten, handelt es sich häufig um „Rosazea“. Viele Betroffene schämen sich für ihr Aussehen und wissen nicht, dass es sich um eine Hauterkrankung handelt, von der rund vier Millionen Deutsche betroffen sind und die der Hautarzt sehr gut behandeln kann. Hinzu kommt, dass die Betroffenen nicht nur mit den lästigen Symptomen, sondern auch mit Vorurteilen zu kämpfen haben: So wird ein gerötetes Gesicht von Außenstehenden aus Unwissenheit oft mit einem Alkoholproblem assoziiert.

Um ein Bewusstsein für die Krankheit Rosazea, ihre Symptome und Behandlungsmöglichkeiten zu schaffen, hat Galderma in Kooperation mit dem BVDD und der Deutschen ROSAZEA Hilfe e.V. die Aufklärungskampagne „Anhaltende Gesichtsrötungen – Aktiv gegen Rosazea“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Bevölkerung über die Krankheit Rosazea zu informieren und Menschen mit Rosazea-typischen Symptomen zu motivieren, einen Hautarzt aufzusuchen, der abklären kann, ob es sich bei einer störenden Hautveränderung tatsächlich um eine Rosazea oder ein anderes Hautproblem handelt. „Die Kampagne spricht aber nicht nur Betroffene, sondern auch Angehörige und Interessierte an,“ so Thomas Schwennesen, Vorsitzender der Patientenorganisation Deutsche ROSAZEA Hilfe e.V., „denn schließlich können Vorurteile nur abgebaut werden, wenn auch Nicht-Betroffene Bescheid wissen.“ 

Den Auftakt der Aufklärungsaktivitäten war der „Tag der Hautgesundheit“ am 30.04.2010 in Hamburg. Zu diesem Thema fand im Phönix Einkaufszentrum Hamburg eine ganztägige Informationsveranstaltung statt: Interessierte erhielten Informationen von einem Hautarzt. Zusätzlich bot ein Make-up-Artist den Besuchern eine Pflege- und Schminkberatung für empfindliche Haut an. Die Informationsveranstaltung wird nach Hamburg in Karlsruhe, Berlin, München und Köln durchgeführt. Begleitend zur Kampagne gibt es neben einer Broschüre ab Ende April auch die Internetseite www.rosazea-info.de.  Hier finden die Besucher viele nützliche Informationen, z.B. einen Rosazea-Schnelltest, Anleitungen zur Pflege von Rosazea-Haut und einen Gesprächsleitfaden für den Hautarztbesuch. 


INFO ROSAZEA 
In Deutschland leiden über vier Millionen Erwachsene unter Rosazea. Die Dunkelziffer wird wesentlich höher eingestuft, da Rosazea oft nicht als Krankheit erkannt und behandelt wird. Je nach Stadium äußert sich die Erkrankung in wiederkehrenden Hautrötungen, sichtbaren Äderchen sowie in leichten und schwereren Entzündungen (Papeln und Pusteln). In ihrer schwersten Form geht die Rosazea mit Schwellungen einzelner Gesichtspartien, wie der Nase (sogenannte Knollennase) einher. Falsche Ernährungsgewohnheiten (scharfe Speisen) aber auch schon geringe Mengen Alkohol können die Hauterscheinungen verstärken.
Schätzungen der Patientenorganisation Deutsche ROSAZEA Hilfe e.V. zu Folge ist nur jeder zehnte Betroffene in ärztlicher Behandlung. Und das, obwohl mit der richtigen Therapie gute Erfolge erzielt werden können. Eine solche Behandlung kann entweder eine äußerliche Therapie (z.B. Lotion oder Creme), eine inneren Behandlung (z.B. Kapsel) oder eine Kombination aus beidem sein. Rosazea tritt meist im dritten oder vierten Lebensjahrzent auf und erreicht ihren Höhepunkt etwa zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr. Während Frauen häufiger erkranken als Männer, verläuft die Krankheit bei ihnen meist weniger drastisch.

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