Henna-Tattoos

07.01.2009An Urlaubsstränden rund um den Globus sind Henna-Tattoos immer noch hip.
Diese Art des nicht-permanenten Körperschmucks wird vielfach bedenkenlos angewandt. Selbst bei Kindern werden häufig derartige, vermeintlich harmlose, Henna-Tattoos aufgebracht.
Dermatologen weisen darauf hin, dass die eingesetzten Farben ein großes Risiko für dauerhafte Kontaktallergien bergen. Aus dem spontanen Urlaubsspaß kann eine langwierige Allergie werden.
Oft wird dem Naturfarbstoff Henna die Chemikalie PPD (Para-Phenylendiamin) als Farbverstärker beigemischt. Dieser Stoff ist wegen seiner kontaktallergischen Wirkung in Deutschland schon seit Jahrzehnten für kosmetische Anwendung verboten, lediglich für bestimmte industrielle Zwecke gelten Ausnahmen.
Bereits durch einmaliges Auftragen auf die Haut kann eine dauerhafte Sensibilisierung entstehen. Folgen sind Hautrötungen, Schwellungen, Juckreiz oder nässende, verkrustete Hautveränderungen, die bei Kontakt mit Gummiprodukten und Textilfarbstoffen immer wieder auftreten können.
Jeder Fahrradgriff kann so erneut einen allergischen Ausschlag hervorrufen!
Neben dem hohen Allergierisiko durch nicht permanente „Henna“-Tattoos sind auch die Risiken des permanenten Hautschmucks (Tattoo und Piercing) im Ausland größer. Wegen oft mangelhafter Hygienebedingungen und der größeren Häufigkeit von Infektionskrankheiten wie HIV und Hepatitis wird allen Urlaubern auch generell von solchen permanenten Tattoos oder Piercings abgeraten.




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