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MAAs als Zukunftsoption in der Hautpflege

MAAs sind natürliche, von bestimmten Algen, Cyanobakterien und marinen Organismen produzierte Verbindungen, die als natürliche UV-Absorber wirken und antioxidative Eigenschaften besitzen.

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Aufgrund dieser Eigenschaften gelten sie in der Forschung als vielversprechende Inhaltsstoffe für zukünftige Sonnenschutz- und Anti-Aging-Produkte, insbesondere im Kontext von umweltfreundlicher und nachhaltiger Kosmetik.

MAAs als Zukunftsoption in der Hautpflege

Mycosporin-ähnliche Aminosäuren (MAAs) gelten als vielversprechende, natürliche Wirkstoffe für die zukünftige Hautpflege. Aufgrund ihrer einzigartigen Eigenschaften rücken sie verstärkt in den Fokus der Forschung und Produktentwicklung.
Multifunktionale Wirkweise

MAAs sind wasserlösliche Verbindungen, die von marinen Organismen wie Algen, Cyanobakterien und Plankton produziert werden, um sich vor UV-Strahlung zu schützen. Ihre Anwendung in der Kosmetik ist vielfältig:

Natürlicher und photostabiler UV-Schutz: MAAs absorbieren effizient UV-A- und UV-B-Strahlung im Bereich von 310 bis 365 nm und geben die Energie als Wärme ab, ohne dabei schädliche freie Radikale zu erzeugen. Sie zeichnen sich durch eine hohe Photostabilität aus, was bedeutet, dass sie ihre Schutzfunktion auch bei längerer Sonneneinstrahlung behalten. Studien zeigen, dass bereits geringe Mengen (z. B. 3 %) den Lichtschutzfaktor (SPF) einer Formulierung um bis zu 170 % steigern können.

Antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften: Neben dem direkten UV-Schutz wirken MAAs antioxidativ, indem sie freie Radikale neutralisieren. Dies schützt die Hautzellen vor oxidativem Stress, der zu vorzeitiger Hautalterung führt. Zudem besitzen sie entzündungshemmende Wirkungen.

Zellschutz und Regeneration: Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass MAAs die Zellproliferation (Zellteilung) fördern, die Wundheilung unterstützen und DNA-Schäden durch UV-Strahlung verhindern können. Sie wirken als anti-photoaging-Moleküle, die Faltenbildung und Elastizitätsverlust entgegenwirken.

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Aktuelle Forschung und Marktentwicklung

Wachsendes Patentvolumen: Eine Analyse von Patenten aus dem Zeitraum 2014–2024 zeigt eine zunehmende Aktivität, insbesondere aus Ländern wie China und Dänemark. Dies unterstreicht das wachsende kommerzielle Interesse.

Multifunktionale Anwendungen: Die Patente zeigen, dass MAAs nicht nur in Sonnenschutzmitteln, sondern auch in Anti-Aging-Cremes, regenerativen Pflegeprodukten und Formulierungen gegen elektromagnetische Strahlung eingesetzt werden sollen.

Innovative Formulierungen: Um ihre Stabilität und Wirksamkeit zu erhöhen, werden MAAs zunehmend in modernen Trägersystemen wie doppelten Nanoemulsionen verwendet. Dies ermöglicht eine kontrollierte Wirkstofffreisetzung und schützt die empfindlichen Moleküle.

Herausforderungen: Obwohl das Potenzial groß ist, gibt es noch Herausforderungen. Dazu gehören die nachhaltige und kosteneffiziente Herstellung, die Zulassung als Kosmetikinhaltsstoff und die klinische Validierung der Wirkungen an Menschen.

Fazit

MAAs besitzen ein hohes Anwendungspotenzial in der zukünftigen Hautpflege. 
Sie vereinen auf natürliche Weise Photoprotektion, antioxidativen Schutz und regenerative Eigenschaften in einem Wirkstoffsystem. 
Sie gelten als umweltfreundliche und hautverträgliche Alternative zu synthetischen UV-Filtern. 
Obwohl derzeit nur wenige Produkte (wie der Algenextrakt Klamin) kommerziell verfügbar sind, deuten die steigende Patentaktivität und die intensiven Forschungsbemühungen darauf hin, dass MAAs in naher Zukunft eine unersetzliche Rolle in hochwirksamen und nachhaltigen Hautpflegeprodukten spielen werden.

Derzeit verfügbare Produkte mit MAAs

Derzeit ist nur ein Produkt mit Mycosporin-ähnlichen Aminosäuren (MAAs) kommerziell verfügbar:

Klamin: Ein Algenextrakt aus Aphanizomenon flos-aquae. Dieses Produkt ist laut einer Patentanalyse (Urrea-Victoria et al., 2025) derzeit der einzige kommerziell erhältliche Wirkstoff dieser Art. 

Ein weiterer Wirkstoff, der in der Literatur genannt wird, ist:

Helioguard-365: Ein Algenextrakt von Mibelle, der als natürlicher UV-Schutz dient und Schäden durch UV-induzierte Hautalterung reparieren soll. Er basiert auf Mycosporin-ähnlichen Aminosäuren. 

Obwohl die Forschung und Patentaktivität zu MAAs stark zunehmen, befinden sich die meisten entsprechenden Produkte noch in der Entwicklungs- oder Patentierungsphase und sind nicht im breiten Handel erhältlich.

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Quelle: brave

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