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Epidemiologie

25.02.2020

istock ikonacolorDie kumulative Inzidenz der Neurodermitis bei Kindern im ersten Lebensjahr betrug in Geburtskohortenstudien aus Japan bzw. Dänemark 13% bzw. 11,5% [8, 9]. In einer retrospektiven Fragebogenstudie aus Schweden zeigte sich eine kumulative Inzidenz der Neurodermitis von 21% bis zum Einschulungsalter [10].

Die klinische Untersuchung einer Kohorte von insgesamt 1.500 Vorschulkindern aus fünf ost- und zwei westdeutschen Kindergärten durch Schafer et al. erbrachte eine Punktprävalenz der Neurodermitis von 11,3% [11]. Daten zur weltweiten 1-Jahres Prävalenz der Neurodermitis bei sechs- bis siebenjährigen und bei 13- bis 14-jährigen Schulkindern stehen durch die ISAAC Studie (International Study of Asthma and Allergies in Childhood ) zur Verfügung [12, 13]. Dabei wurden mittels eines Fragebogens zu Krankheitssymptomen von Erkrankungen des atopischen Formenkreises Daten von über 700.000 Kinder aus 56 Ländern von insgesamt 155 Studienzentren erhoben, darunter auch in zwei deutschen Studienzentren (Münster und Greifswald). Weltweit zeigten sich erhebliche regionale Unterschiede mit 1-Jahres Prävalenzen der 6 bis 7-Jährigen zwischen 2% (Iran) und 16% (Japan, Schweden). Bei den 13 bis 14-Jährigen hatten in verschiedenen geographischen Regionen zwischen 1% (Albanien) und 17% (Nigeria) der Befragten im vergangenen Jahr Symptome der Neurodermitis.
Epidemiologische Studien zur Häufigkeit der Neurodermitis bei Erwachsenen deuten auf eine 1-Jahres Prävalenz zwischen 2 und 3% hin [14, 15].
In verschiedenen Studien wurde in den vergangenen Jahrzehnten ein deutlicher Anstieg in der Pävalenz der Neurodermitis festgestellt [16-18]. Als urächlich dafür gelten in erster Linie veränderte Umweltbedingungen bzw. der westliche Lebensstil. Zumindest teilweise scheint der Häufigkeitsanstieg jedoch auch einer zunehmenden Aufmerksamkeit gegenüber dem Krankheitsbild geschuldet zu sein [18]. Neuere Untersuchungen deuten jedoch darauf hin, dass es in den letzten Jahren keine weitere Zunahme der Erkrankungshäufigkeit gab [19].
Gemäß versorgungsepidemiologischen Analysen aus Deutschland nehmen rund 23% der Säuglinge und Kleinkinder, 8% der Schulkinder und 2 bis 4% der Erwachsenen Gesundheitsleistungen aufgrund der Neurodermitis in Anspruch [20]. Bei Kindern ist die Neurodermitis damit die häufigste chronische
Erkrankung überhaupt [21].

Literatur
10 172. Bangert C, Strober BE, Cork M, et al. Clinical and Cytological Effects of Pimecrolimus Cream
11 1% after Resolution of Active Atopic Dermatitis Lesions by Topical Corticosteroids: A Randomized
12 Controlled Trial. Dermatology. 2011; 222: 36?48.
13 173. Eichenfield LF, Lucky AW, Boguniewicz M. Safety and efficacy of pimecrolimus (ASM 981)
14 cream 1% in the treatment of mild and moderate atopic dermatitis in children and adolescents.
15 Journal of the American Academy of Dermatology. 2002; 46: 495?504.
16 174. Whalley D, Huels J, McKenna SP, van Assche D. The benefit of pimecrolimus (Elidel, SDZ ASM
17 981) on parents' quality of life in the treatment of pediatric atopic dermatitis. Pediatrics. 2002; 110:
18 1133?36.
19 175. Wahn U, Bos JD, Goodfield M, et al. Efficacy and safety of pimecrolimus cream in the long
20 management of atopic dermatitis in children. Pediatrics. 2002; 110.
21 176. Ho VC, Gupta A, Kaufmann R, et al. Safety and efficacy of nonsteroid pimecrolimus cream 1%

Quelle:
AWMF Neurodermits Leitlinie





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