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10.02.2014

Dermatologische Forschung

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Die dermatologische Forschung in Deutschland liegt im Spitzenfeld der Hochschulmedizin und belegt auch im internationalen Vergleich die obersten Ränge. Weltweit werden immer mehr bahnbrechende Erkenntnisse der Dermatologie aus Deutschland veröffentlicht. Die nachfolgenden Beispiele unterstreichen die hervorragenden Leistungen der deutschen Hautmedizin.

Funktionsstörung der Hautbarriere als Ursache der Neurodermitis
Neuesten Erkenntnissen zufolge - an denen Wissenschaftler aus Deutschland nicht unwesentlich beteiligt waren - liegt eine der Ursachen des weit verbreiteten Atopischen Ekzems (Neurodermitis) in einer Barrierefunktionsstörung der Haut. Diese Ansicht steht die Hypothese einer immunologischen Fehlfunktion als Ursache entgegen. Beide Störungen lassen sich jedoch auf genetische Faktoren zurückführen, die zu einer latenten Erkrankung führen. Im Zusammenspiel mit so genannten Triggerfaktoren wie allergene Nahrung, Klima oder Stress ergeben diese das komplexe Krankheitsgeschehen eines Atopischen Ekzems. So begünstigt der epidermale Barrieredefekt in Form von trockener Haut das Eindringen von Allergenen, Irritantien und Mikroorganismen, die wiederum für Entzündung und Juckreiz (Pruritus) verantwortlich sind. Eine neue Strategie zur Therapie des Atopischen Ekzems ist die proaktive Behandlung, noch bevor Ekzem und Juckreiz deutlich erkennbar sind.

Neue Behandlungsmöglichkeiten gegen Juckreiz

Juckreiz ist ein äußerst quälendes Symptom, welches ähnlich wie Schmerz als Warnsignal des Organismus verstanden werden muss und wesentlich häufiger vorkommt als bisher erwartet wurde. Insbesondere bei älteren Menschen klagt jeder zweite Patient über Juckreiz. Im Unterschied zum akuten Juckreiz, der kurzzeitig durch den Einfluss von Fremdkörpern ausgelöst wird, muss der chronische Juckreiz (länger als sechs Wochen) als ein Symptom von Erkrankungen der inneren oder äußeren Organe verstanden werden. Aktuelle Erkenntnisse in Bezug auf die dem chronischen Juckreiz zugrunde liegenden Pathomechanismen haben zu völlig neuen Behandlungsmöglichkeiten geführt. Hierbei stehen Salben und Cremes ebenso im Mittelpunkt, wie verschiedene Medikamente aus der Neurologie, aber auch völlig neue Wirkstoffe. Ein Wirkstoff, auf den zahlreiche Patienten bisher sehr gut ansprechen, ist Aprepitant, das auf Grund seiner antiemetischen Wirkung bekannt ist.

Neue Strategien bei Autoimmunkrankheiten
Auch im Bereich der Autoimmunerkrankungen hat die deutsche Hautmedizin in den letzten Jahren zahlreiche neue Kenntnisse hinzugewonnen und dafür ein neues Verständnis entwickelt. Dies betrifft u. a. die blasenbildenden Autoimmunerkrankungen wie z. B. Pemphigus vulgaris. Hierbei konnte gezeigt werden, dass für die Entstehung von Antikörpern, die gegen die für den Zusammenhalt der Epidermalzellen essentiellen Moleküle wirken, eine enge Kooperation von verschiedenen Komponenten des Immunsystems wie T- und B-Zellen wichtig ist. Daraus resultieren wiederum neue therapeutische Ansätze mit Immunmodulatoren und neuartigen Biologika. Ein Beispiel hierfür ist der Einsatz der so genannten Kortikosteroide.

Eine weitere Neuerung in der Therapie von Autoimmunerkrankungen ist der Stoff Alitretinoin. Dieser Immunmodulator wirkt gleichzeitig sowohl epidermal regulierend als auch entzündungshemmend und trocknet die Haut kaum aus. Alitretinoin wird nun auch zur Therapie des chronischen Hautekzems eingesetzt.

Studie belegt 75-prozentige Reduktion des chronischen Handekzems durch Alitretinoin

Chronische Handekzeme haben die verschiedensten Ursachen und Risikofaktoren. Die Hälfte aller Patienten leidet berufsbedingt an dieser Krankheit. Die Behandlung gestaltet sich jedoch besonders schwierig, da das Handekzem häufig therapieresistent ist. Für den Patienten hat dies oftmals einen deutlichen Verlust an Lebensqualität zur Folge. Mit der Entwicklung von Alitretinoin, einem neuartigen Retinoid, welches sowohl entzündungshemmend wirkt als auch die Differenzierung von Epidermalzellen beeinflusst, ist bei der Behandlung dieses Krankheitsbildes ein Durchbruch gelungen. Erstmals hat eine im Jahre 2008 durchgeführte Studie die besonders gute Wirksamkeit von Alitretinoin bei Patienten mit chronischem Handekzem bewiesen. So verbesserten sich die Symptome der Erkrankung nach vier Wochen unter 30 mg Alitretinoin bereits um 33 Prozent. Bei Studienende konnte eine Symptomreduktion von insgesamt 75 Prozent nachgewiesen werden. Alitretinoin besitzt eine hohe klinische Wirksamkeit bei allen Formen des chronischen Handekzems und behält auch eine anhaltende Wirksamkeit im Langzeitmanagement. Auch hier sind die Erkenntnisse der deutschen Hautmedizin im internationalen Vergleich federführend.

Quelle: Deutsche Dermatologische Gesellschaft
Ästhetische Dermatologie Nr. 2/2009 vom 27.06.09, Seite 22 - 23

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