Hydrotherapie für Zuhause

07.08.2011Wasseranwendungen können leicht im heimischen Bad durchgeführt werden.
Die wohl einfachste Wasseranwendung für Zuhause ist das klassische Fußbad. Über die Füße können wir unserem Körper sehr viel Gutes tun. Ein Fußbad ist nicht nur zur Reinigung der Füße da, sondern unterstützt den Organismus bei Erkrankungen oder dient einfach zur Entspannung. Es hilft bei der täglichen Körperpflege genauso wie bei der Gesunderhaltung der Fußhaut. Es gibt neben dem klassischen warmen Fußwannenbad noch einige Variationen.

Das warme Fußbad ist ideal zur Entspannung, nicht nur in den kalten Tagen, auch im Sommer kann es sehr angenehm sein. Zum Beispiel nach einem langen Ausflug, wenn die Fußsohlen brennen und der ganze Fuß schmerzt. Hier bewirken warme Bäder mit Zusätzen wie Rosmarin (belebend) oder Lavendel (entspannend) wahre Wunder. Die Wassertemperatur sollte 38C° nicht überschreiten. Die Badedauer sollte maximal 20 Minuten betragen. Vorsicht ist geboten bei Krampfadern und hohen Blutdruck.

Bei einem kalten Fußbad ziehen sich plötzlich die kleinsten Blutgefäße zusammen, um sich danach stark zu erweitern, was zu einer gesteigerten Durchblutung und somit zu einer Erwärmung führt. Ein kaltes Fußbad wirkt nur im ersten Augenblick erfrischend, dann erst zeigt es seine Schlaf fördernde Wirkung. Also nur abends anwenden. Die maximale Badedauer darf drei Minuten nicht überschreiten, da Blasen- oder Nierenentzündungen drohen. Die Füße sollten nur leicht abgetrocknet und anschließend bewegt werden.

Eine effektive Kombination aus warmen und kalten Fußbädern ist das Wechselfußbad. Es unterstützt den gesamten Körperkreislauf und stabilisiert die Gefäße, wodurch eine Vorbeugung vor Gefäßerkrankungen stattfindet. Benötigt werden zwei Wannen, die über die Waden reichen (in gut sortierten Sanitätshäusern erhältlich). In der einen Wanne ist warmes (38C°- 40C°) Wasser in der anderen Kaltes. Begonnen wird immer mit dem warmen Wasser. Die Füße werden ca. 5 Minuten darin gebadet und kommen anschließend in das kalte Wasser für ca. 15 Sekunden. Danach wieder in das warme Wasser. Der Wechsel sollte nur zweimal erfolgen, da es sonst für den Herzkreislauf zu anstrengend wird. Geendet wird mit dem kalten Wasser, sodass der Körper die Wärme speichert. Nach dem Wechselfußbad ist ähnlich wie nach einem Saunagang eine Ruhezeit einzuplanen.

Ähnlich dem Wechselfußbad trainiert auch ein ansteigendes Fußbad unser Kreislaufsystem. Das ansteigende Fußbad entfaltet seine Wirkung am besten, wenn es kurmäßig, das heißt, fünfmal die Woche angewandt wird mit anschließend längerer Pause. Benötigt wird eine spezielle Doppelkammer-Fußwanne. Begonnen wird in Knöchelhöhe mit ca. 32C°. Während der gesamten Badedauer von 20 Minuten wird bis auf 42C° gesteigert. Empfohlen werden ansteigende Fußbäder nicht nur bei Kreislaufbeschwerden, sondern auch bei wiederkehrenden Kopfschmerzen.

Leider gibt es seltene Fälle, bei denen kein Fußbad angewendet werden darf. So gibt es Hauterkrankungen, die sich unter Wasseranwendungen verschlimmern. Ein Fußbad kann den pH-Wert des Säureschutzmantels so herabsetzen, dass Mikroorganismen ein leichtes Spiel haben. Auch sollte bei Venenerkrankungen vorsichtshalber auf ein Fußbad verzichtet werden.

Autorin: susanne-miesera.de
Fachliche Beratung Podologin Carmen Schardig




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