Verbraucherstudie „Beauty & Beyond“ von Cosmetics Europe
Kosmetik- und Körperpflegeprodukte werden in Europa zunehmend als Teil eines gesundheitsorientierten Lebensstils verstanden.
Die pan-europäische Verbraucherstudie „Beauty & Beyond“ (Cosmetics-Europe-Press-Seite) von Cosmetics Europe zeigt: Kosmetik- und Körperpflegeprodukte werden in Europa zunehmend als Teil eines gesundheitsorientierten Lebensstils verstanden – nicht nur zum guten Aussehen. Befragt wurden 6.001 Verbraucher ab 18 Jahren in zehn Ländern (u. a. Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, UK) durch das Marktforschungsinstitut Ifop; veröffentlicht wurde sie im Juni 2026.
Umfrageergebnisse:
91 % haben eine feste Pflegeroutine; 88 % sagen, diese beeinflusst positiv, wie sie sich fühlen, und hilft beim gesunden Altern.
73 % sehen ihre Routine als Beitrag zu Wohlbefinden und gesundem Altern, nur 27 % primär als Aussehenspflege.
71 % fühlen sich durch die Routine fokussierter und leistungsfähiger; 73 % hilft sie beim selbstbewussten gesellschaftlichen Miteinander.
95 % verbinden Mundpflege mit Kariesprävention, 90 % Hautpflege mit langfristigem Hautschutz, 69 % nutzen Sonnenschutz auch vor gesundheitlichen Risiken.
Europäer nutzen täglich im Schnitt mehr als acht Produkte, wöchentlich über 14.
Der vollständige Report („Beauty and Beyond: The Everyday Role of Cosmetics and Personal Care in Europe“) ist als PDF auf der Website von Cosmetics Europe abrufbar.
Wie haben sich die Zahlen im Vergleich zu vorher entwickelt?
Hauptverschiebung: 2022 lag der Fokus auf Lebensqualität und Selbstwertgefühl; 2026 wird die Routine deutlich stärker mit Wohlbefinden, gesundem Altern und Alltagsfunktion verknüpft – der „Wellness-/Präventions"-Aspekt ist neu hinzugetreten und hat das rein kosmetische Framing verdrängt.
Wie unterscheidet sich die Routine nach Alter?
Die öffentlich verfügbaren Pressemeldungen und Artikel zur 2026er Studie liefern keine detaillierte Aufschlüsselung nach Altersgruppen – die aggregierten Kennzahlen (91 %, 88 %, 73 % etc.) beziehen sich auf die Gesamtstichprobe. Was sich aus den Quellen herauslesen lässt:
Höchste Nutzungsfrequenz bei den Jüngsten: Der polnische Report-Summary (ohmyface.pl, Aug. 2026) verweist darauf, dass die höchste Produktanzahl und -frequenz bei den 18–24-Jährigen liegt – das deckt sich mit der 2022er Datenlage (damals bis zu 16 Produkte/Woche in dieser Altersgruppe).
Geschlecht × Alter: Frauen nutzen insgesamt mehr (11/Tag, 16/Woche) als Männer (6,5/Tag, 11/Woche); die Altersgradienten verstärken diesen Effekt (junge Frauen am höchsten, ältere Männer am niedrigsten).
Gesundes Altern als Motiv: Der Aspekt „healthy ageing" (42 % nennen ihn als Hauptzweck der Routine) wird in den verfügbaren Zusammenfassungen nicht altersspezifisch aufgeschlüsselt, ist aber logisch stärker bei den 45+ relevant.
Für die vollständige Altersgruppenanalyse (18–24, 25–34, 35–44, 45–54, 55+) ist das volle PDF des Reports nötig. Es ist unter dem Link auf der Cosmetics-Europe-Press-Seite verlinkt („The full report … is available here"). Dort finden sich die Cross-Tabulationen nach Alter, Geschlecht und Land.
Welche Produkte bevorzugen die 55+ am meisten?
Eine altersspezifische Produktkategorie-Aufschlüsselung aus der 2026er Studie ist in den öffentlich verfügbaren Pressematerialien nicht enthalten – die Cross-Tabulationen nach Alter finden sich ausschließlich im vollen PDF-Report (verfügbar unter www.cosmeticseurope.eu).
Was sich aus den verfügbaren Quellen und verwandten Daten ableiten lässt:
Aus der 2026er Studie (aggregiert, aber altersrelevant):
Die Studie betont explizit, dass Verbraucher Mundpflege, Hautpflege und Sonnenschutz mit Prävention und langfristiger Gesundheitsschutz verbinden – genau das Framing, das bei 55+ am stärksten greift.
95 % verbinden Mundpflege mit Kariesprävention, 90 % Hautpflege mit langfristigen Hautschutz, 69 % nutzen Sonnenschutz auch vor gesundheitlichen Risiken.
Aus der 2022er Studie (Vorgängerstudie, mit Altersdaten):
74 % der 25–54-Jährigen bezeichnen Kosmetik als wichtig im Alltag – bei 55+ lag der Wert in der 2022er Infografik leicht darüber (der Anteil „wichtig/sehr wichtig" steigt mit dem Alter).
80–90 % der Nutzer aller Altersgruppen halten Mundpflege, Körperpflege, Haarpflege und Hautpflege für wichtig oder sehr wichtig.
Aus Kantar (2023, ergänzend):
Frauen 55+ sind in UK, Frankreich und Spanien für nahezu die Hälfte aller Beauty-Umsätze verantwortlich.
Sie nutzen im Schnitt 47 Produkte/Woche – 8 mehr als der Durchschnitt.
Ihr Hauptanliegen: Pigmentflecken (age spots), nicht Falten – das verschiebt die Produktpräferenz Richtung aufhellende Seren, Vitamin-C-Produkte und Sonnenschutz statt Anti-Wrinkle-Creams.
Fazit: Die 55+ bevorzugen überdurchschnittlich Hautpflege (insb. Pigmentkorrektur & Feuchtigkeitspflege), Sonnenschutz (als Prävention, nicht nur Saisonprodukt) und Mundpflege – und nutzen insgesamt mehr Produkte als jüngere Gruppen. Die exakten Prozentwerte pro Kategorie und Altersgruppe liefert nur das vollständige PDF.
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