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06.07.2026

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Wespenplage

Wespenstiche lassen sich meist vermeiden, wenn man ruhig bleibt und Provokationen vermeidet.

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Vorsichtsmaßnahmen

  • Tragen Sie geschlossene Schuhe, besonders auf Wiesen, um nicht auf Wespen zu treten.
  • Vermeiden Sie Parfüm, duftende Haarsprays oder Cremes mit süßem Duft – diese locken Wespen an.
  • Tragen Sie helle, aber nicht grelle oder blumig gemusterte Kleidung, da Wespen von solchen Farben angezogen werden.
  • Decken Sie Speisen und Getränke ab, besonders im Freien.
  • Trinken Sie nicht direkt aus Dosen oder Flaschen, sondern verwenden Sie einen Strohhalm, um zu vermeiden, dass eine Wespe verschlucken.
  • Bieten Sie eine Ablenkfütterung an – z B. reife Trauben oder Zuckerwasser – 5–10 Meter vom Essplatz entfernt.
  • Halten Sie Abstand zu Wespennestern – mindestens fünf Meter.
  • Vermeiden Sie hektische Bewegungen, wenn eine Wespe in der Nähe ist.
  • Streichen Sie sie vorsichtig weg, statt sie zu schlagen.
  • Entfernen Sie Fallobst aus dem Garten – es zieht Wespen an.
  • Nutzen Sie Fliegengitter an Fenstern oder bauen Sie Wespenfallen (z B. aus Flaschen mit Fruchtsaft und Essig).

Natürliche Abwehrmittel

  • Zitrusfrüchte mit Nelken (z B. halbe Zitrone mit eingeschlagenen Nelken) auf dem Tisch platzieren – der Duft stößt Wespen ab.
  • Ätherische Öle wie Citronella, Nelkenöl oder Teebaumöl als Duftlampe oder in Kerzen verwenden.
  • Kaffeesatz verbrennen – der Geruch wirkt abweisend.
  • Pflanzen Sie abweisende Kräuter wie Basilikum, Rosmarin, Minze oder Lavendel in der Nähe von Sitzplätzen.

Was tun bei einer allergischen Reaktion auf einen Stich?

Bei einer allergischen Reaktion auf einen Wespenstich ist sofortiges Handeln entscheidend, besonders wenn Symptome fernab der Einstichstelle auftreten. 

Sofortmaßnahmen

  • Rufen Sie sofort den Notruf (112), wenn Symptome wie Atemnot, Schwellungen im Hals, Schwindel, Herzrasen, Übelkeit oder Bewusstlosigkeit auftreten – dies kann ein anaphylaktischer Schock sein.
  • Allergiker mit Notfallset: Spritzen Sie Adrenalin (Epinephrin) sofort in den Oberschenkel – auch durch die Kleidung hindurch. Dies ist lebensrettend.
  • Danach Antihistaminikum und Kortison (aus dem Notfallset) einnehmen, um die Reaktion abzumildern.
  • Beruhigen Sie die betroffene Person, legen Sie sie bei Kreislaufproblemen flach und heben Sie die Beine an.
  • Kühlen Sie die Einstichstelle, um Schwellung und Schmerzen zu reduzieren.
  • Bei einem Stich im Mund- oder Rachenraum: Eis lutschen, um Schwellungen zu verlangsamen.

Wann zum Arzt?

  • Bei jeder systemischen Reaktion (Hautausschlag, Nesselsucht, Atemnot, etc.) – auch wenn die Symptome abklingen.
  • Nach einem Stich, wenn die lokale Schwellung über 10 cm groß ist oder länger als zwei Tage anhält.
  • Eine allergologische Abklärung (z B. Bluttest, Pricktest) sollte erfolgen, um das Risiko zukünftiger Reaktionen einzuschätzen. Langfristige Therapie
  • Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie): Über 3–5 Jahre wird der Körper an das Wespengift gewöhnt. Die Erfolgsrate liegt bei über 95 % und senkt das Risiko schwerer Reaktionen deutlich. Wie erkennt man frühzeitig einen anaphylaktischen Schock?
  • Ein anaphylaktischer Schock entwickelt sich meist innerhalb weniger Minuten nach dem Allergenkontakt und kann lebensbedrohlich sein. Früherkennung ist entscheidend.

Frühe Warnzeichen

Die ersten Symptome treten oft plötzlich auf und betreffen mehrere Organsysteme gleichzeitig:

  • Kribbeln, Brennen oder Juckreiz an Handflächen, Fußsohlen, Zunge oder Gaumen
  • Metallischer Geschmack im Mund
  • Schluckbeschwerden oder Kratzen im Hals
  • Angstgefühle, Unruhe oder Verwirrtheit
  • Kopfschmerzen
  • Plötzliche Übelkeit oder Bauchkrämpfe

Wann wird es kritisch?

Sobald zwei oder mehr der folgenden Symptome auftreten, besteht akute Gefahr:

  • Hautreaktionen: Nesselsucht, Rötung, Schwellungen (Angioödem), besonders im Gesicht
  • Atemwegsprobleme: Atemnot, pfeifende Atmung (Giemen), Heiserkeit, Husten
  • Kreislaufprobleme: Schneller Puls (Tachykardie), Blutdruckabfall, Schwindel, Ohnmacht
  • Magen-Darm-Beschwerden: Erbrechen, Durchfall

Wichtig

  • Rufen Sie sofort 112, sobald ein anaphylaktischer Schock vermutet wird.
  • Verabreichen Sie Adrenalin (aus dem Notfallset), bevor der Notarzt kommt – besonders bei Atemnot oder Bewusstseinsveränderung.
  • Auch wenn die Symptome nachlassen: ärztliche Kontrolle ist unbedingt nötig, da eine zweite Reaktion (biphasische Anaphylaxie) Stunden später auftreten kann.

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