Akneförderung
Die veränderten Ernährungsgewohnheiten stehen unter Verdacht, für die Zunahme der Akne vom Spättyp mitverantwortlich zu sein. Typisch für die westliche Ernährungskultur sind Nahrungsmittel mit hohem Zuckeranteil, Süßwaren oder Weißmehlprodukte
sowie der Konsum von Milch und Milchprodukten.
Diese Nahrungsmittel stimulieren über eine vermehrte Freisetzung von Insulin und dem Insulin-ähnlichen Wachstumsfaktor IGF-1 – neben vielen anderen ungünstigen Effekten – auch die Androgen-vermittelte Aktivität der Talgdrüsen und fördern die Entwicklung von
Akne. Bestimmte Fette in Fast Food können entzündliche Prozesse bei der Akne verstärken. Nikotin konnte ebenfalls als Einflussfaktor dingfest gemacht werden.
Infolge chlorierter Kohlenwasserstoffe, die beim Rauchen die Haut überfluten, kann es zu einer „Raucher-Akne“ kommen. Diese besondere Form der Acne tarda ist gekennzeichnet durch Komedonen, die wie kleine Zysten aussehen.
Kosmetika, die früher als eine wesentliche Ursache der Komedonenakne galten, spielen als auslösender Faktor eine nur untergeordnete Rolle. Kosmetische Rezepturen enthalten heute kaum Inhaltsstoffe, die als komedogen einzustufen sind, so der Kölner Hautarzt Dr. Thomas Jansen.
Bei der Hautpflege sollten allerdings möglichst keine zu fetthaltigen, öligen Produkte verwendet werden. Da die reife Haut mehr als im Jugendalter zu Trockenheit neigt, sollte auf eine feuchtigkeitsspendende Pflege geachtet werden. Empfehlenswert sind gut verträgliche Produkte, die speziell für die Akne im Erwachsenenalter konzipiert sind.
Quelle: hautinform 7-17





