Sensible Haut pflegen

05.08.2012Sonnenbäder ausgiebig genießen, ins kühle Nass springen und durch die Wiesen laufen. Bei diesen Gedanken fängt bei Menschen mit sensibler Haut das Jucken an. Merkmale sensibler Haut sind schnelle Rötungen, Sonnenbrand, Juckreiz oder Entzündungen. Die Auslöser können Sonnenlicht, kaltes Wasser, Chlorwasser oder Pflanzen und Pollen sein. Der Griff zu einem neuen Pflegeprodukt kann ebenso überraschende Rötungen auslösen.

Selbsttest
• Bei Stress zeigen sich schnell rote Flecken, Pickel zeigen sich und es kribbelt?
• Schon einen kurzen Aufenthalt in der Sonne „bezahlen“ Sie mit Sonnenbrand?
• Duschen, baden, schwimmen – bei häufigem Wasserkontakt scheint die Haut auszutrocknen?
• Kalte, trockene Luft, kühler Wind und die Haut spannt und reagiert gereizt?
• Neue Pflegeprodukte lösen häufig ein Brennen aus?
• Äußere Reize verursachen leicht Hautentzündungen oder Rötungen?

Je öfter Sie zustimmen, desto sensibler reagiert die Haut. Die Übergänge zu Allergien, Urtikaria und chronischen Hauterkrankungen sind fließend. Bei Allergien können Kontaktallergien mit einer Sofortreaktion dahinter stecken. Urtikaria oder Nesselsucht kann bei Chlorwasser ebenso auftreten wie bei bestimmten Blüten.

Mehr zu Allergien und Urtikaria lesen Sie unter: Was kann hinter einer Nesselsucht stecken

Jede zweite. Frau sagt in Umfragen, dass sie eine sensible Haut hat. Der Lebensstil, hormonelle Umstellungen und immer mehr Hightech Kosmetik können empfindliche Haut reizen. Ein Lebensstil mit Stress, viel trockener Heizungsluft und wenig Entspannung bringt bei Menschen nicht nur die Haut zu Überreaktionen. Tatsächlich zeigen Untersuchungen, dass unter einer dünnen empfindsamen Haut auch eine empfindsame Psyche wohnt. Hormonelle Umstellungen besonders in den Wechseljahren verstärken die „Dünnhäutigkeit“. Dank der Hightech-Kosmetik kommt Haut heute mit einem Cocktail an Inhaltstoffen in Berührung. Die Vielfalt und ständige Neuigkeiten verführen zu immer neuen Experimenten, die eine sensible Haut nicht verzeiht. Ist die dünne Schutzschicht erstmal irritiert, wird sie immer durchlässiger für Reizstoffe. Dies bedeutet, dass in eine gerötete, gereizte Haut schneller Bakterien und Allergene eindringen. Damit sind weitere Reizungen und Entzündungen vorherzusehen. Dieser Teufelskreislauf lässt sich mit einigen Veränderungen verlassen.

Pflege sensibler Haut
• Weniger ist mehr – je weniger Inhaltsstoffe, desto besser ist die Hautverträglichkeit.
• Weniger Experimente und mehr Konstanz in der Pflege – ein vertrautes und verträgliches Pflegeprodukt ist besser als der häufige Wechsel zu Neuigkeiten.
• Regelmäßigkeit statt wechselnden Gewohnheiten – sensible Haut braucht Verlässlichkeit, regelmäßige Hautkuren und Masken verwöhnen die Haut.
• Fett- und ölhaltige Produkte streichen – mehr Feuchtigkeit z. B. mit Aloe vera Produkten verwenden
• Vorsicht bei Duftstoffen – egal ob synthetisch oder natürlich ätherische Öle reizen die Haut
• Hände weg von Reinigungsmitteln mit Alkohol – Alkohol greift die Schutzschicht an und trocknet sie aus.
• „Hautberuhiger“ bevorzugen – Urea, Heilerde, Aloe vera lässt gereizte Haut wieder ruhig werden.
• Spezielles Make-up für empfindliche Haut benutzen – ohne Konservierungs- und Duftstoffe


Mehr: Was hilft sensibler Haut und empfindsamer Psyche?




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