layout img
layout img

Was hilft sensibler Haut und empfindsamer Psyche?

05.08.2012Stecken in einer sensiblen Haut sensible Menschen? Tatsächlich zeigen empfindsame Menschen auch häufiger eine empfindliche Haut. Stress und Hautreaktionen sind gut erforscht. Jetzt bestätigen Studien die Zusammenhänge zwischen sensitiver Haut und Psyche. Erschrecken, Scham und Angst sind im Gesicht auf der Haut lesbar. Einem „dünnhäutigen Menschen“ geht leicht etwas Unangenehmes unter die Haut. Positiv ist, dass mit Verhaltensänderungen, wie z. B. entsprechenden Entspannungstechniken, Hautirritationen abnehmen – nicht nur bei sensibler Haut.

In Untersuchungen konnte belegt werden, dass Hautreaktionen wie Juckreiz großenteils unbewusste Auslöser im Gehirn haben. So lösen bereits alltägliche Stressereignisse die Ausschüttung eines Hormons (CRH) aus, das zum Juckreiz führt. Kratzen und die durch den Juckreiz ausgelöste Frustration wirken als Stressoren, die den Kreislauf in Gang halten.

Vor Schreck leichenblass werden, vor Scham erröten oder vor Entsetzen eine Gänsehaut bekommen. Diese schnellen und kaum steuerbaren Hautreaktionen kennen Menschen mit empfindsamer Haut nur zu gut. Starke Gefühlsregungen sind ablesbar und damit für jeden sichtbar. Je dünner die Haut, desto leichter sichtbar. Dies geht bis zu Entzündungen und Dauerjuckreiz bei massiven fortbestehenden Stresssituationen. Viele chronische Hauterkrankte haben eine sensible Haut, die immer stärker und irgendwann chronisch reagiert.

Es ist eine gesunde Reaktion, körperlich auf Emotionen zu reagieren. Nicht nur die Haut zeigt Emotionen, auch das Herz rast, der Magen krampft oder die Beine schlottern. Der Körper drückt die Gefühle aus. Die Zeichen sehen und damit umgehen. Manche verstehen darunter sich ein „dickes Fell“ oder eine Elefantenhaut zu legen wollen.

Mit sich und seiner Haut im Reinen sein, kann auch über andere Wege gehen. Mit einfachen Fragen unter die Haut schauen: Was juckt mich jetzt? Was braucht meine Haut?

Gegen den Hautstress und für mehr Gelassenheit

- Wenn der Stress kommt, durchatmen. Langes Einatmen und Ausatmen beruhigen die Nerven auch in der Haut.
- Die Augen schließen und sich vorstellen, dass ein sanfter Windhauch über die Haut weht oder eine Feder die Haut streichelt. Die Vorstellung beruhigt bereits die Nerven und damit werden weniger Stresshormone ausgeschüttet.
- Körperliche Bewegung an der frischen Luft ermöglichen, so kühlt auch überhitzte Haut wieder ab.
- Übungen aus der progressiven Muskelentspannung: Zwischen starker Anspannung und Entspannung bewusst wechseln. Fäuste anspannen, 7 sek halten und dann Spannung loslassen.
- Bäder (mit ätherischen Ölen – bei guter Verträglichkeit) lösen Hautverspannungen und können damit zur Hautheilung beitragen

Mehr: Wenn sich die Seele in Ihrer Haut nicht wohlfühlt...




Seite weiterempfehlen