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Berührungen gehen unter die Haut

07.01.2012Massagen sind mehr als nur mechanische Einwirkung auf die Haut. Massagen berühren Körper und Seele. Die Lockerung von Bindegewebe und Muskulatur ist nur die eine Seite der manuellen Therapie. Wörtlich übersetzt heißt manuelle Therapie: Heilbehandlung mit den Händen. In Deutschland ist der Begriff geschützt. Für die Anwendung der manuellen Therapie benötigen Therapeuten eine Zusatzausbildung. Die manuelle Therapie dient in erster Linie Funktionsstörungen des Bewegungsapparates zu behandeln. Sie beschränkt sich auf die Behandlung von Muskeln und Gelenken.
 
Mit der anderen Seite der Heilbehandlung, der tiefer gehenden Berührung beschäftigen sich heute Shiatsutherapeuten, Carniosacraltherapeuten und Osteopathen. Sie glauben Hände können heilen. Hände können zupacken, kneten oder streicheln, je nach Ziel der Massage. Verspannungen lassen nach, Kopfschmerzen verschwinden, Gedanken ziehen dahin – Entspannung und Glück zieht ein.
Mit einer wohldosierten Mischung aus streichen, kneten, drücken und klopfen lösen sich Muskelverhärtungen und damit oft auch „Gedankenknoten“. Geübte Therapeuten, Masseure oder Physiotherapeuten erkennen an der ersten Berührung, wo der Schmerz sitzt. Und häufig lösen sich mehr als nur die Muskeln, das Lockern der Gefühle lässt auch Tränen fließen. Ein Wohlgefühl stellt sich ein.

Was ist bei Shiatsu, Cranio oder Osteopathie anders?
Shiatsu kommt aus Japan. „Die Mutter“ von Shiatsu war wahrscheinlich die chinesische Massage, Tuina. Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) basiert auf der Annahme der Körpermeridiane. Das sollen „Energiebahnen“ durch den Körper sein. Entgegen der Nerven und der Blutbahnen sind die Meridiane nicht mit den bekannten medizinischen Untersuchungen zu finden. Der Glaube an Meridiane begründet die Akupressur, die Akupunktur und auch die Shiatsumassage. Mit gezieltem Fingerdruck wird entlang der Meridiane der gesamte Körper stimuliert. Die Massage findet bei chronischen Schmerzen von Gelenken und Rücken Anwendung. Das Ziel von Shiatsu geht darüber hinaus. Es soll sich ein psychisches und körperliches Wohlbefinden einstellen. Shiatsutherapeuten sehen ihre Erfolge auch bei seelischen Verspannungen. So dient die Massage der Entspannung und regt die Lebensenergie an, sie wirkt gegen Alltagsstress und unterstützt die Selbstheilungskräfte. Weitere Informationen bei: www.shiatsu-gsd.de


Osteopathie ist ein ganzheitliches Behandlungskonzept. Teilweise wird der Begriff manuelle Medizin verwendet. Die Grundidee ist, dass im Körper alles zusammenwirkt und dass der Körper zur Selbstregulierung fähig ist. Osteopathen gehen davon aus, dass Störungen in einem Körperbereich Auswirkungen auf andere Körperbereiche haben. Mit einer osteopathischen Behandlung des Bewegungsapparates lassen sich auch Störungen in anderen Körperbereichen behandeln. Entspannte Muskeln führen zu einer besseren Durchblutung, damit werden die Organe wieder mit mehr Sauerstoff versorgt, das Lymphsystem wird angeregt und die Selbstheilungskräfte können besser wirken. Aus der Osteopathie hat sich die Craniosacraltherapie entwickelt. Sie hat Ihren Hauptwirkort am Schädel und Kreuzbein. Carniosacraltherapeuten gehen davon aus, dass durch die Stimulation der Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit positive Wirkungen auf den gesamten Körper ausgehen. Die Besserung verschiedener psychosomatischer Erkrankungen ist aus Sicht der Carniosacraltherapeuten möglich.

Weitere Informationen: www.osteopathie.de

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Autorin: www.susanne-miesera.de




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