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10.08.2015

Sonne und künstliche Strahlung

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Im Juni 2015 fand in Hamburg die alljährliche Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V. (ADP) statt. Die ADP informiert aus wissenschaftlicher Perspektive über Hautgesundheit und Hautkrebs im Zusammenhang mit Sonnen- und Solarieneinwirkung. Der Fokus der ADP liegt vor allem auf der Hautkrebs-Prävention, d.h. darauf, wie man seine Haut gesund erhalten kann, und ebenso darauf, wie man Hautkrebs frühzeitig erkennen kann (Früherkennung). Seit 1989 arbeitet die ADP deshalb mit der Deutschen Krebshilfe zusammen, damit die Bevölkerung fortwährend darüber informiert wird, wie man mit der natürlichen Sonneneinstrahlung „adäquat“ umzugehen  und wie man Risiken durch UV-Strahlung einschätzen können sollte.

Derzeit wird in Kanada im Rahmen der Skin Cancer Screening Education Study (SCSES) die Effektivität der Fortbildung „Hautkrebs-Screening“ evaluiert, welche in Deutschland bereits für Mediziner eingeführt wurde. Entsprechend wurde eine Region in Kanada für die Studie ausgewählt, in der bisher keine hautkrebspräventiven Fortbildungen oder Screening-Maßnahmen angeboten wurden. Erste Ergebnisse verweisen darauf, dass die Ärzte, die in Kanada bisher an diesen Fortbildungsangeboten teilgenommen haben, einen Wissenszuwachs und einen Zuwachs im diagnostischen Selbstvertrauen bei sich wahrgenommen haben. Diese Studie misst also Trainingserfolge bei Ärzten, jedoch nicht den Effekt des Screenings selbst.

Krebsfrüherkennung

Im Februar 2015 thematisierte die ADP im Rahmen des Nationalen Krebsplans in Berlin, wie die Umsetzungsempfehlungen zur Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung und Stärkung der Patientenorientierung im medizinischen Alltag konkretisiert werden könnten. Dafür soll eine Roadmap „Informierte und partizipative Entscheidungsfindung 2020“ erstellt und umgesetzt werden, d.h. es sollen konkrete Handlungsstrategien erstellt werden, die den Anteil derjenigen erhöhen, die in der Lage sind, informative Entscheidungen für oder gegen Früherkennungsmaßnahmen und therapeutische Maßnahmen zu fällen. Deutlich wird, dass die Patientenorientierung in den Vordergrund rückt, denn der einzelne Betroffene wird nicht als einer von vielen innerhalb einer Hautkrebs-Statistik gesehen, sondern als Mensch, der über seine Erkrankung informiert wird und an der Entscheidungsfindung partizipiert.
 
Prävention bei Kindern

Im aktuellen Projekt der Deutschen Krebshilfe zur Prävention von Hautkrebs bei Kindern und Jugendlichen erarbeitet die ADP gemeinsam mit der Uniklinik Köln und dem Universitäts-KrebsCentrumDresden verschiedenste Materialien, um für eine langfristige Verhaltens- und Verhältnisprävention bei Kindern und Jugendlichen zwischen 0 und 18 Jahren Sorge zu tragen. Ausgangspunkt stellt dabei das Lebensphasen-Programm dar, innerhalb dessen Heranwachsende verschiedenste Institutionen (Kita, Schule, Sportvereine, Ausbildungsplätze) besuchen. Innerhalb dieser Institutionen fungieren Erzieher, Lehrer, Trainer und Ausbilder als Multiplikatoren. Diese müssen also entsprechend geschult werden und mit Materialien ausgerüstet werden, damit Heranwachsende von klein auf an zu „informierten Nutzer“ der Sonne betreut, gebildet und erzogen werden. Beispielsweise erleiden in Kitas Kinder noch immer Sonnenbrände, weil Sandkästen nicht überdacht sind, in der Mittagssonne draußen gespielt wird und die Frage nach der Verantwortlichkeit des Ein- und Nachcremens der Kinder mit Sonnencreme oftmals ungeklärt ist. Viele Eltern cremen ihre Kinder bereits morgens vor dem Kita-Besuch ein. Nach dem 2. Frühstück in der Kita waschen sich die Kinder Hände und Gesicht. Doch wer cremt nach? Mit diesen Themen befasst sich auch das UV-Schutz-Bündnis im Rahmen des Konzeptes zur Verhältnisprävention, um gesundheitlichen Folgen durch UV-Strahlung und Hitze vorzubeugen. Äußere fehlende Beschattung und fehlendes Wissen in der Tagesgestaltung bzw. Ganztagesbetreuung stellen Risiken dafür dar, dass Kinder noch immer Sonnenbrände erleiden.

Weitere Empfehlungen

Seit Anfang 2015 sind auf der Homepage von EUROSKIN Empfehlungen nachzulesen, die zum Thema UV-Strahlung und Vitamin D veröffentlicht wurden. Ein Mangel an Sonnenlicht kann einen Vitamin D Mangel verursachen. Dieser lässt sich mit Medikamenten und durch die Ernährung kompensieren. Sonnenbankhersteller und Sonnenstudiobetreiber werben mit dem künstlichen UV-Licht, was jedoch nicht nur den Vitamin D Spiegel steigen lässt, sondern auch das Hautkrebsrisiko immens erhöht. Und Medikamente gegen Hautkrebs gibt es nicht. Schon ein täglicher Spaziergang von 10 Minuten im Tageslicht kann für eine ausreichende  Vitamin D Produktion sorgen.
In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Ärzte-Verlag hat die ADP digitale Fortbildungsmedien erstellt, um Ärzte über das aktuelle Hautkrebs-Screening und die Kommunikation währenddessen fortzubilden.

Zur Sprache kamen auch digitale Medien internationaler Fachgesellschaften, die sich für die Prävention bei Hautkrebs im Kindes- und Jugendalter einsetzen.

(vgl. hierzu https://www.youtube.com/watch?v=_4jgUcxMezM und
https://www.youtube.com/watch?v=QnYWV8yzmWs&list=PL6gi3SRWby95CW2Qx2xQkyoP4GxemzTBO)

Es lohnt sich, sich diese kurzen Video-Clips anzuschauen.


Autorin: Dipl.-Psych. Sonja Dargatz

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