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Vitiligo Q&A

29.03.2021

istock FokusiertMitglieder im Deutschen Vitiligo Verein e.V. können bei komplizierten medizinisch/dermatologischen Fragen das Fachwissen von Expertinnen und Experten, die dem DVV zur Verfügung stehen, in Anspruch nehmen.

Das ist ein großer Vorteil, denn so manche Frage beantwortet das Internet erst nach stundenlangem Surfen, wenn überhaupt.
Hier ein Beispiele, das uns der DVV zur Verfügung gestellt hat, da es evtl. von allgemeinem Interesse ist:

Frage: Ich habe nun über 30 Jahre Vitiligo, welche gerade im Gesicht im Sommer, ich bräune gut, sehr deutlich zu sehen war. Der ganze Kinnbereich und um die Augen herum blieb es weiß.
Nun haben sich deutliche Verbesserungen ergeben und ich habe nun schon im 2. Jahr keine weißen Stellen mehr am Kinn und auch bei den Augen ist es weniger geworden.
Ich bin seit 2014 Herzpatientin und habe wegen Stentimplanten über 18 Monate u.a.Efient genommen, nun seit den letzten 12 Monaten nur noch VAlsartan und Nevbrolol.
Ich möchte fragen, ob Ihnen Wechselwirkungen bekannt wurden, d.h. dass die Einnahme von Efient oder evtl. VAlsartan od Nevibrolol sich positiv bei der Vitiligo auswirkt und zumindest ansatzweise eine Re-Pigmentierung beeinflusst.
Ich habe auch an anderen Körperstellen weiße Flecken, aber den Eindruck, dass z.B. auch an den Händen keine weitere Ausbreitung erfolgt, sondern partielle Pigmentierungen sind.
Dass im Gesicht nicht mehr die krassen Farbunterschiede sind, ist für mich eine große psychische Entlastung.

Antwort: Guten Tag! Hier mein Kommentar: Zunächst einmal freut es mich, dass sie eine spontane Verbesserung ihrer Vitiligo erlebt haben! Dies kommt gar nicht so selten vor, insbesondere treten häufig Verbesserung im Gesichtsbereich auf, während zum Beispiel die Hände langsamer oder gar nicht repigmentieren.
Für alle drei Medikamente, die sie in dem beschriebenen Zeitraum der Verbesserung eingenommen haben, gibt es keine Hinweise, dass sie sich positiv auf die Vitiligo auswirken. Ganz im Gegenteil, die einzigen Fallberichte beschreiben eher eine Verschlechterung.
Wenn überhaupt, möchte ich folgenden Erklärungsansatz anbieten: die Beeinträchtigung an anderer Stelle ihres Körpers, wie zum Beispiel die beschriebene Stenose, bereiten Stress. Stress wiederum ist ein wichtiger Faktor für die Verschlechterung der Vitiligo; schalten Sie nun den Stress aus, und erreichen eine verbesserte Durchblutung, eine Absenkung des hohen Blutdrucks, et cetera, kann es sein, dass dies zu einer Spontanremission, beziehungsweise einem positiven Verlauf beiträgt!
Herzliche Grüße, Ihre Dr. Hadshiew





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