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04.11.2008

Hautalarm: Die rote Gefahr!

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Bild 1: Im ersten Stadium ist insbesondere das mittlere Gesichtsdrittel (Nase, Wangen) betroffen. Es treten Rötungen der Haut auf, die stunden- oder tagelang anhalten. Typisch sind außerdem sichtbar erweiterte Blutgefäße.

Bild 2: Zu Anfang des zweiten Stadiums kommen entzündliche Papeln hinzu, bei weiterem Fortschreiten der Erkrankung entstehen zusätzlich Eiterbläschen (Pusteln) (Bild 3). Die Papeln und Pusteln können einzeln oder ganzflächig auftreten und über Monate andauern.

Bild 3: Im dritten Stadium kann es zu entzündlichen Knoten und flächigen Einlagerungen kommen. Die Haut ist dauerhaft großporig und entzündlich verdickt. Dieses Stadium kommt allerdings nur selten vor.


Bill Clinton, Karl Malden oder Lady Di – sie alle leiden oder litten unter der Hautkrankheit Rosazea.
Zunächst zeigen sich nur Rötungen im Gesicht, die feinen Äderchen in diesem Bereich sind erweitert. Diese Symptome kommen schubweise, können aber mit der Zeit häufiger auftreten und sich verschlimmern.
Wenn sich dann auch noch Knötchen und Pickel zeigen, kann dies auf die „Phantom“-Krankheit Rosazea hindeuten, die in weiten Kreisen der Bevölkerung nahezu unbekannt ist. Viele Menschen sind davon betroffen, ohne es überhaupt zu wissen. Eine frühe und regelmäßige medikamentöse Therapie kann den Verlauf der Rosazea günstig beeinflussen und zu einer Besserung führen.

In Deutschland leiden rund vier Millionen Menschen an der Hautkrankheit Rosazea, die auch als Couperose oder Kupferfinne bekannt ist. Allerdings ist nur etwa jeder Zehnte deswegen in ärztlicher Behandlung. Am häufigsten tritt die Ersterkrankung im Alter von 35-45 Jahren auf, Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer. Die chronische Krankheit, die bei hellhäutigen Personen öfter vorkommt als bei anderen Hauttypen, verläuft in der Regel schubweise über mehrere Stadien. Zunächst erscheinen flüchtige Hautrötungen auf Wange, Nase oder Stirn. Sie bleiben anfangs nur für Stunden, später für Tage bestehen. Später können rote entzündliche Knötchen (Papeln) und Eiterpickel (Pusteln) dazukommen. Im weiteren Verlauf werden die knotigen Veränderungen großflächiger bis hin zu einer Vermehrung des Bindegewebes. Im Spätstadium kann es vor allem bei Männern zu einer Vergrößerung der Nase, dem so genannten Rhinophym, kommen.

Die Hauptursache der Krankheit ist noch nicht eindeutig geklärt. Angenommen wird, dass es sich um eine Kombination von Erbfaktoren und externen Auslösern handelt, die sich von Patient zu Patient unterscheiden können. Dazu gehören Umweltfaktoren und andere äußere Einflüsse, wie zum Beispiel Sonne, heiße oder kalte Temperaturen, Alkohol, scharf gewürzte Speisen oder körperliche Anstrengung. Oft spielen auch psychische Faktoren wie Stress oder Aufregung eine Rolle und können die Krankheit negativ beeinflussen.
 
Unbehandelt kann sich die Rosazea ausbreiten und weiter verschlechtern. Daher ist es wichtig, die Krankheit frühzeitig zu erkennen und mit einer Therapie zu beginnen. Wichtig ist, die genannten Auslöser möglichst zu vermeiden. Darüber hinaus sollte die Rosazea auch medikamentös behandelt werden. Durch eine frühzeitige und regelmäßige Therapie kann der Verlauf der Erkrankung abgemildert und eine deutliche Besserung erzielt werden. Rosazea kann durch äußerlich (lokal) und innerlich (systemisch) angewandte Medikamente behandelt werden. Die systemische Therapie eignet sich besonders bei schweren Formen der Rosazea. Zur lokalen Therapie der Erkrankung hat sich vor allem der Wirkstoff Metronidazol bewährt. Metronidazolhaltige Präparate, die als Creme, Gel oder Lotion erhältlich sind, werden dabei zweimal täglich auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen. Metronidazolhaltige Präparate werden vom Arzt verschrieben und stehen heute als Fertigarzneimittel zur Verfügung.

Wichtig ist: Rosazea kann und sollte behandelt werden! Die Krankheit ist zwar nicht heilbar, lässt sich aber mit einer dauerhaften Behandlung gut in den Griff bekommen. Eine angemessene Lebensweise, die die spezifischen Reize vermeidet, unterstützt dabei einen positiven Verlauf der Therapie.

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