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18.09.2017

Psychoneuroimmunologie

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Fotolia © weedezignIn der Psychoneuroimmunologie spielen sowohl die Psyche als auch die Nerven und das Immunsystem eine entscheidende Rolle. Es handelt sich hierbei um eine relativ junge Wissenschaft, die in den 70ern durch Zufall entdeckt wurde. Zudem lässt sich die Psychoneuroimmunologie als ein neuer interdisziplinärer Wissenschaftszweig bezeichnen, Biologie, Immunologie, Soziologie und Neurologie fließen zusammen und sind auf Zusammenarbeit angewiesen, unter den Disziplinen werden Erkenntnisse ausgetauscht. Der konzeptionelle Durchbruch besteht darin, dass das biomedizinisches Paradigma überschritten wird, es ereignet sich ein Paradigmenwechsel von einer eingleisigen Sichtweise zu mehrgleisiger, biopsychosozialer Medizin. Hierfür sind, neben der Erkenntnis, dass Menschen keine Maschinen sind, folgende weitere notwendig:

- Das Immunsystem besitzt einen Gedächtnisspeicher
- Es bestehen Wechselwirkungen zwischen Körperzellen und nervlichen Signalen
- Nervliche Signale nehmen Informationen und Reize aus der Umwelt auf
- Auch das soziale Umfeld spielt eine Rolle, der Begriff Soziopsychoneuroimmunologie wäre durchaus treffend
- Eindrücke im Kopf wirken sich auf das Immunsystem aus, und anders herum.

Die Psychosomatik war lange Zeit etwas umstritten, doch der Gedanke war zugelassen, dass Krankheiten wie beispielsweise viele Darmkrankheiten einen psychischen Grund haben. Dieser Gedanke wird zunehmend in die Biomedizin integriert, der soziale Faktor wird dazugenommen.

Heute ist die Psychoneuroimmunologie aktueller denn je. Unter anderem sind das zentrale Nervensystem, Immunsystem, die Grenzepidermien und Schleimhäute Teil des biopsychosozialen Funktionskreises – es besteht ein ständiger Austausch zwischen Mensch und Umwelt. Zu diesem Funktionskreis gehört auch die Extrazellularmatrix, also das Bindegewebe, welches allen Körperzellen vorgeschaltet ist und eine Art Transitstrecke darstellt – alles, was in den Körper hinein oder aus dem Körper herauswill muss diese Zellen passieren. Das Immunsystem hat sogar ein eigenes Gedächtnis im Bindegewebe.

Beispielsweise kann durch bewusste Kopplung (Konditionierung) der Gabe von Cortison mit Gerüchen in aller Regel die Dosis reduziert werden. Der Medikamentenreiz des Immunsuppressivums wird mit einem spezifischen Geruch gekoppelt, sobald sie den Geruch wahrnehmen, wird sich der Körper so verhalten, als hätten sie das Medikament gegeben. Diese Konditionierung muss jedoch zeitweise aufgefrischt werden. In schwierigen Fällen kann zusätzlich zu der Konditionierung mit Kurkuma gearbeitet werden. Diese Methoden sind jedoch keinesfalls zur Selbstbehandlung gedacht, sondern dürfen nur in Absprache mit einem Arzt praktiziert werden.

Obwohl so viele Immunzellen im Blut sind, sind die meisten als sogenannte Wächterzellen in der Matrix, ständig laufen Umbauprozesse zur Anpassung an die äußeren Begebenheiten ab. Die biopsychosoziale Sichtweise besagt, dass Personen den Sinn im Leben suchen und ihm eine Bedeutung geben wollen. Hervorgegangen ist der Organismus aus der Hervorbringung aus verschiedenen Ebenen durch Reaktion, Operation, Ebenenverschiebung

Aus Organellen werden Zellen und Organe, auch das Gehirn besteht aus unterschiedlichen Geweben. Wichtig sind auch die Personenverbindungen, von Pärchen bis hin zur Gesellschaft.
Es gibt jedoch ein Problem: Physiker beschäftigen sich mit subatomaren Partikeln, Chemiker mit Stoffen und Molekülen, Biologen mit Organellen, Geweben etc. – durch die kausalanalytische Sichtweise ist es schwer, ein solch komplexes System wie den Menschen so zu erforschen, wie es nötig wäre. Die biopsychosoziale Forschung versucht, alles unter einen Hut zu bringen. Gewisse Kontakte bleiben immer bestehen, es kommt zu einer ständigen Neuformulierung durch Kontakt mit dem Umfeld, im Körper laufen ständige Umbauprozesse ab ? Mensch als dynamisches System.

Seelische Faktoren wie Stress werden unter anderem über Immunparameter wie den Tumor-Nekrose-Faktor und das Interleukin 6 abgebildet, so wird die Relevanz der seelischen Vorgänge festgemacht. Auch besteht eine Verbindung zwischen den Darmkeimen, dem Verhalten und der Gesellschaft, auch wenn niemand daran denken würde.

Das Immunsystem und neuroendoprine Systeme wie das Hormon- oder Nervensystem geben Botenstoffe ab, welche Aktionen in Gang setzen. Auch das Immunsystem gibt ähnliche Substanzen ab, es entsteht eine Verbindung. Beispielhaft hierfür sind weiße Blutzelllen , an denen Beta-Rezeptoren gefunden wurden, obwohl Beta-Blocker an einer ganz anderen Stelle ansetzen. Auch Adrenalin kann das Immunsystem aktivieren, wenn etwas als Gefahr erkannt wird kommt es zur Ausschüttung von Noradrenalin, welches bis zum kleinen Zeh das ganze Immunsystem in Gang setzt. Das Abwehrsystem kann wiederum Acetylcholin, den „Gegenspieler“ des Adrenalins freisetzen.

Es zeigen sich Übereinstimmungen innerhalb der Botenstoffe und Rezeptoren.
Ein weiteres Beispiel dafür, dass sich Aufregung im Blut erkennen lässt, ist ein Patient mit einer Spinnenphobie. Bei der ersten Probe waren die Blutwerte normal, nachdem man ihm jedoch Bilder von einer giftigen Spinne zeigte, zeigte sich auch im Blut die Stressreaktion.

Das Antigen für eine solche Reaktion kann sowohl ein Virus sein als auch ein Stressor. Die Zelle wird aktiviert, je nachdem welche Information geliefert wird, auch das inflammatorische TH1- System. Die Zellen werden „in Krawallbereitschaft versetzt“ und machen dort, wo das Virus signalisiert wird, alles platt. Das TH2-System wirkt entgegengesetzt entzündungshemmend, durch die ausgesendeten Botenstoffe wird die Reaktion gedrosselt

Damit die Balance erhalten bleibt, gibt es das TH3-System, welches sich hauptsächlich im Darm und den Schleimhäuten befindet. Es sorgt dafür, dass es nicht zu überschießenden Reaktionen kommt – also dass der Körper nicht auf harmlose Einflüsse wie beispielsweise Pollen reagiert. Wenn jedoch das Interleukin 10 wegfällt, passiert genau das und es entstehen Allergien oder Unverträglichkeiten. Dieses Interleukin10 ist ein wichtiger Botenstoff der TH3Zellen, jeder Bissen den wir runterschlucken fordert diese Zelle heraus. Wenn es zu Allergien kommt, äußern sich diese manchmal nur durch harmlose Symptome wie ein Zwicken, im schlimmsten Fall kann es jedoch sogar zu allergischem Asthma kommen.

Jede Art von Stress macht Entzündungen , das will der Körper bremsen, es kommt immer wieder zur Ausschüttung von Interleukin 6 (Gas), was der Körper anschließend durch den Transformationscofaktor Beta (Bremse) zu stoppen versucht, nach Jahren wird dieser Mechanismus dann ausgeschaltet. Der Körper jedoch sucht weiterhin nach einer Balance, hier kommen nun die TH17-Zellen ins Spiel, die den Körper massiv angreifen. Diese Zellen sind unter anderem für Autoimmunkrankheiten verantwortlich und spielen auch bei Psoriasis und rheumatoider Arthritis eine große Rolle, sie fressen die Knochen regelrecht auf.

Aber wir haben ja nur noch Stress, das kann ja gar nichts werden …

Das ist unser Problem und das perfide von denen, die an der Macht sitzen. Die bekommen das von Leuten wie mir zugetragen, dann bringen sie es 2 Tage im Fernsehen und gehen dann wieder zur Tagesordnung über. Es wird jedoch nichts unternommen, um darauf weiter aufmerksam zu machen oder etwas an der Situation zu verändern.

Wenn ich keinen Stress habe, wenn alles auf einmal weg ist, werde ich unruhig und denke mir, dass irgendwas nicht mit meinem Leben stimmt.

Hier kommen wir dann zur Sinnfrage, es gibt sowohl einen Burn-Out als auch einen Bore-Out, diese Unterforderung kann natürlich auch zu Stress führen.
Das Burn-Out Syndrom ist in aller Munde, entweder die Vorstufe einer Depression oder bereits der Anfang – da streiten sich die Gelehrten. Am Interleukin 6 oder seinem Äquivalent CRP macht man fest, ob Psychopharmaka, Serotoninwiederaufnahmehemmer etc. anschlagen. Wenn diese Immunparameter unter den Medikamenten runtergehen, schlagen sie an.

Es bedeutet ja nicht, dass man bei einer Depression gesund wird wenn man Medikamente einnimmt.

Nein, man ist dann zwar „chemisch geordnet“ aber das Problem ist damit noch nicht aus der Welt.
Stress in seinen Ursprüngen ist eine Erfindung der Evolution, da müssen dann alle Sinne geordnet werden, um der Gefahr möglichst schnell zu entkommen. Es ist eine Einrichtung des Körpers, um uns vor Gefahren zu warnen – wenn der Mensch in eine solche Situation kommt, gehen die Stresshormone hoch und es werden die letzten Ressourcen hervorgebracht. Das ist jedoch nur solang vorgesehen, bis der Körper mit der Gefahrensituation umgehen kann.
Der Körper ist nicht dafür ausgelegt, dass dieser Stress das ganze Leben andauert – so ist es jedoch heute.
Endogener Stressor ist das was aus uns herauskommt, eine sogenannte Selbstwarnung, oder der Druck, dem man sich selbst aus Perfektionismus unterstellt.

Exogener Stressor wirkt von außen auf uns ein, ständiger Lärm und Licht, die dauernde Erwartung an uns – das ist ein großes Problem, mit den prekären Jobverhältnissen brodelt der Stress latent, hiermit haben wir eine Stressfaktor der ständig auf uns einwirkt.
Der Disstress ist negativ und setzt mich unter Druck, Eustress wie die Geburt eines Kindes ist positiv, die Aufregung endet mit einem kleinen Wunder.

Nach der Geburt meines ersten Kindes, obwohl dieses ein Wunschkind und die Geburt ein positives Erlebnis war, hatte ich auf einmal eine Hautkrankheit, die ich vorher nicht hatte. Meine Ärztin sagte, dass auch positiver Stress Auslöser hierfür sein kann.

Sie kennen wahrscheinlich, neben den angesprochenen Reaktionen, auch den „Baby-Blues“. Das kann eine versteckte Depression oder sonstiges gewesen sein, das kann man heute nur noch spekulieren. So wie sie davon erzählen, kommt mir sofort eine TH1-Reaktion in den Sinn – es sind immer Hormone beteiligt. Da fängt plötzlich die Kampftruppe im Körper das Rebellieren an. Bei seelischen Störungen sind die Entzündungen hoch, das wird dann natürlich auch nach außen getragen. Depression wird demnächst auch zu den neuroentzündlichen Krankheiten gezählt werden. Es mag Ausnahmen wie eine Trauerreaktion geben, die vorübergehen, die wirklichen Depressionen jedoch, die mit einer Soll-Wert-Verstellung und Stoffwechselstörungen daherkommen, sind hier anders.

Auch Kinder sind heutzutage ständiger Belastung ausgesetzt und kommen dauernd mit Stress in Berührung, sei es durch unzählige Hobbys und Förderversuche oder familiäre Probleme, das ist ein großes Problem

Stress, der im Körper ankommt, wird registriert und einer kognitiven Bewertung unterzogen.
Eustress wird abgehakt, negativer Stress sorgt dafür, dass die symphatoadrenuläre Achse, die Achse, an der der Symphatikusnerv mit Adrenalin zusammentrifft, die Entzündungsreaktion in Gang setzt, und die Truppen in Marsch sind.
Das ist die erste Reaktion. Ich empfinde Stress, Noradrenalin wird freigesetzt und die Truppen werden in Gang gesetzt, auch Kollateralschäden lassen sich dabei nicht vermeiden.

Im nächsten Schritt wird die Hypotalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse in Gang gesetzt, wenn der Körper dann erkennt, dass gar kein Feind da ist. Am Hypothalamus wird ein Botenstoff freigesetzt, es folgt eine Art Kettenreaktion bis schließlich Cortisol in der Nebenniere freigesetzt wird, der Gegenspieler des Adrenalins, um die Truppen wieder zu stoppen.
Anhaltender chronischer Stress führt zu einem Crash im Stressreaktionssystem, es kommt zu einem TH2-Shift und es wird dauerhaft Cortisol ausgeschüttet, was zu Hypercortisolismus führt – dem Zustand, wenn permanent zu viel Cortison im Körper vorhanden ist. Cortisol dünnt das Gewebe aus, unabhängig ob es die Haut, die Bluthirnschranke oder die Darmbarriere ist, wir fühlen uns nicht mehr wohl in unserer Haut. Das System erschöpft sich durch den Crash, das Organ „fällt in sich ein“ und versagt.

Zellen sind wie mit kleinen Eiweißhäkchen verbunden, wenn diese am Darm und im Gehirn brüchig werden, können Giftstoffe einwandern, bestimmte, eigentlich im Darm aussortierte Stoffe können durch die Darmbarriere ins Blut gelangen.
Auch die Bluthirnschranke, die dafür sorgt, dass nicht alles ungehindert ins Gehirn kommt, und auch für die Medizin manchmal ein Hindernis darstellt, wird ebenfalls durchlässiger.

Infolge des Hypercortisolismus macht der Körper die Cortisolrezeptoren zu – dieses muss jedoch in die Zelle hineinkommen, weil es erst dort bewirken kann, dass die Reaktion abgestellt wird. Cortisol blockt den NFKB, dadurch wirkt es antientzündlich; wenn der Körper „satt“ vom Cortisol ist, kommt man nicht mehr aus den Entzündungen heraus. Daraufhin werden -imap Medikamente oder weiteres Cortison gegeben, was jedoch super gefährlich werden kann. Auch die Wundheilung wird bei Hypercortisolismus gestört, da das Entzündungssystem die Bindegewebszellen antreibt und so die Wundheilung stimulieren kann.

Wenn Entzündungsreaktionen so klar sind, dass man nach Rheuma-Antikörpern schaut, kann man gezielt Medikamente geben – doch auch wer nur unbestimmte Befindensstörungen hat, befindet sich schon auf der Zeitlinie, an deren Ende ein Kollaps des Systems steht. Stressbewältigung geht uns deshalb alle an, ihre Notwendigkeit wird trotzdem negiert. Häufige Entzündungskrankheiten sind Bluthochdruck, coronale Herzerkrankungen, Schlaganfall oder Arteriosklerose…, all diese sind stressasoziiert. Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens an „Krankheiten des Alters“ zu leiden, ist vom eigenen Lebensstil und dem „genetischen Rucksack“, den man mit sich herumträgt, abhängig; dazu gehört auch die Art, wie man mit Stress umgeht. Auch „Wundermittel“ wie Kurkuma-Kapseln können davor nicht bewahren, auch wenn Kurkuma dadurch, dass es am NFKB ansetzt, ein natürliches Äquivalent zum Cortison darstellt. Eine große Rolle spielen hingegen die Lebensstilfaktoren: die Art wie wir schlafen, unsere Ernährung, Bewegung, Stressbewältigung, und das soziale Miteinander.

Bekannt ist auch das Phänomen des offenen Fensters: Wenn man weiß, dass man in wenigen Wochen Urlaub haben wird, vorher jedoch noch einiges zu erledigen hat, macht man sich Stress und die Immunzellen gehen hoch. Im Urlaub hingegen fallen diese Zellen unter das eigentliche Niveau, den Bagatellkeimen stehen alle Tore offen und wir werden krank.

Bei einem grippalen Infekt durch Viren, bei dem die TH1-Zellreaktion eine Entzündungskaskade in Gang setzt, sorgt sickness behaviour dafür, dass es uns so schlecht geht. Hierbei handelt es sich um eine Art kleine Entzündung im Hirn, der Entzündungsbotenstoff Interleukin6 wandert ins Gehirn und sorgt dafür, dass die Leistungsreserven abgeschaltet werden. Das Hirn drosselt den Kreislauf, damit sich der Erreger nicht überall festsetzen kann ? sinnvolle Bremse. Wenn man trotz Schnupfen noch Holz macht und sich dabei sehr beansprucht, macht man sich angreifbarer und eröffnet den Keimen die Möglichkeit, sich leichter am Herz festzusetzen. Somit ist das Niedergeschlagenheitsgefühl eine sinnvolle Reaktion, damit der Körper die Viren besser bekämpfen kann.

Die Behauptung, alles sei genetisch determiniert, ist nur ein Teil der Wahrheit – bei der Frage, wie gesund wir bleiben und wie lang wir leben, spielt der Lebensstil eine ganz besondere Rolle.
Der wichtigste biologische Rhythmus ist der Cicardiane-Rhythmus, wie andere Säugetiere unterliegt auch der Mensch den natürlichen Rhythmen, der Körper kann sich auf die biologische Ordnung verlassen. Nachts beispielsweise schüttet das Gehirn Melotonin aus, was dafür sorgt, dass wir müde werden. Wir brauchen Schlaf, um uns wieder zu regenerieren, in einer bestimmten Schlafphase entgiftet sich das Gehirn – die Lymphbahnen gehen erst auf, wenn der Mensch in der Tiefschlafphase ist. Die DAK-Studie, die sich mit dem Schlafverhalten der Deutschen befasst, brachte hervor, dass 80% der „einfachen“ Arbeitnehmer Schlafstörungen haben. Um sich mit besagten Perioden der Natur zu synchronisieren, braucht der Mensch aber Schlaf; wenn man aus dem Rhythmus ist, kann es zu Herzrhythmusstörungen und in deren Folge zu einem höheren Herzinfarktrisiko kommen.

Auch die Ernährung ist für ein gesundes Leben von großer Bedeutung: dass man sich anständig ernähren sollte ist klar, Ernährung hat mittlerweile schon etwas von Religion. Auch wenn man vegan oder nach den Gesetzmäßigkeiten von Paleo isst, lebt man nicht länger. Ein alter Spruch der Naturmediziner lautet wie folgt: Eure Nahrungsmittel sollen eure Medizin sein. Es ist auch nicht schädlich, mal einen Burger mit Pommes oder ein großes Eis zu essen – das, was man sich zur Gewohnheit macht, ist das gefährliche. In westlichen Breiten gibt es keine allgemein gültige „Philosophie“ oder Ratschläge, sinnvoll ist jedoch eine Ernährung nach den fünf Elementen der Chinesen. Diese ist typenspezifisch und entspricht dem Sprichwort: „Was dem Schuster bekommt, zerreißt den Schneider“.

Zusammenfassend lässt sich auf jeden Fall sagen, dass eine fett- und kohlenhydratreiche Kost, viel Zucker und billiges Fett nicht allzu gesund sind. Der Darm hat eine unwahrscheinlich große Wirkung auf den Menschen, dort leben mehrere Bakteriengruppen zusammen, welche sich nicht vermischen. Durch solche Kost jedoch kommt es zu einer „Völkerwanderung“ im Darm, manche Bakteriengruppen verbreiten sich schneller als andere und stechen sie regelrecht aus. Auch besteht eineVerbindung zwischen Darm und Hirn über den Vagus-Nerv und Tryptophan, welches durch Stresshormone zerstört wird. Wenn Trytophan zerstört wird, kommt Kynureninsäure raus, welche das Hirn vergiftet und zu kognitiver Disfunktion, Ängstlichkeit, Depression und Vergesslichkeit führt.
Somit kann Stress die Wirkung gesunder Ernährung aufheben, außerdem führt er zu Entzündungen, die man nicht adequat mit unseren Mitteln bekämpfen kann. Trotzdem hat man einen Vorteil durch gesunde Ernährung.

Meine Internistin hat mir Darmcare gegeben.

Das ist eine Nahrungsergänzung. Kurkuma muss schon anständig dosiert werden, um diesen Effekt zu bekommen. Mit Cortison ist das einfacher, der Körper kennt es ja – Kurkuma hingegen muss erst einmal ins Blut kommen, die Präparate jedoch, die in Tests gut abschneiden und beispielsweise mit Mizellbildung arbeiten, sind teuer.
Auch Bewegung ist wichtig, durch sie kann man Stress abbauen und verbessert zusätzlich die körperliche Fitness und Denkfähigkeit. Hilfreich ist hierbei das Lauftraining nach van Agen: man sollte in Gemeinschaft in einem Tempo gehen, bei dem man sich normal unterhalten kann. Dreimaliges Training pro Woche führt zu einer Konditionssteigerung. Am besten läuft man im Wald, Bewegung tut der Psyche, dem Herz-Lungen-System, Immunsystem, Zucker und Fettstoffwechsel sowie dem Bewegungsapparat generell gut. Probleme wie Diabetes 2, Fettstoffwechselstörungen, Erkrankungen des Bewegungsapparates, Herzprobleme resultieren aus zu wenig Bewegung.

Auch für den Stressabbau gibt es bestimmte Übungen, wie die progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen, bei der die Muskeln angespannt und wieder gelöst werden oder Achtsamkeitsübungen und auch hier hilft Bewegung. Der Stress, der aus uns herauskommt, kann durch neue Verhaltensweisen gelindert werden, und auch Umweltstressoren können behoben werden.
Ganz wichtig ist HUMOR als Mittel zur Distanzschaffung, zudem kann man sich die Heilkraft der Natur zunutze machen, da die hektische, laute Großstadt nicht gut für das innere harmoniesüchtige Wesen ist. Von Zeit zu Zeit in den Wald zu gehen hilft, die Stresshormone zu senken, denn im Wald werden wir mit weniger Reizen konfrontiert. Zahlreiche Krankheiten werden dadurch besser, Pflanzen sondern Substanzen ab, um sich Schädlinge vom Hals zu halten, die auch uns helfen.

Ein interessanter Zusammenhang ist der, dass Kinder von Eltern, die im KZ waren, genetische Veränderungen haben, die in Zusammenhang mit diesen psychischen Traumata zusammenhängen – noch Generationen danach sind diese anfälliger für Stresssituationen, auch wenn die Zeit der Konzentrationslager längst vorbei ist. Dies bezieht sich auch auf Kinder in anderen prekären Situationen.
Ein weiterer Lebensstilfaktor sind soziale Beziehungen, welche sich am besten durch den philosophischen Ansatz, dass jeder Mensch einzigartig ist und eine eigene Geschichte hat beschreiben lassen. Man kann die Gesellschaft als ein großes Mosaik ansehen – wir sind auf die Gemeinschaft angewiesen und die Gemeinschaft auf uns, fehlt nur ein Teil ändert sich die Zusammensetzung der ganzen Gruppe. Soziale Unterstützung weist dich als Bestandteil einer Gruppe aus, das Gefühl, dazuzugehören, verringert das Risiko am Herzkreislaufsystem, Hormonsystem, Immunsystem zu erkranken und auch das psychische Wohlbefinden einer Person ist besser. Diese Bindungssicherheit wird in der Kindheit entwickelt, die Mutter spielt hierbei eine ganz große Rolle. Was man dem Kind vorlebt, wird irgendwann zurückkommen – dafür sorgen die Spiegelneuronen, das Kind kopiert das Verhalten nahestehender Personen.

Zusammenfassung Amelie Weydringer

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