Loading...

Anzeige

Anzeige

Neu: HautKompass

Evidenzbasierte Informationen für Menschen mit Hauterkrankungen, die psychisch unter ihrem Aussehen leiden.

Anzeige

Anzeige
Bild

HautKompass ist ein BMBFTR (Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt) - gefördertes Online-Programm des UKE (Institut für Versorgungsforschung in der Dermatologie, CVderm am Universitäts-Krankenhaus Eppendorf UKE, Hamburg) für Menschen mit Hauterkrankungen, die psychisch unter ihrem Aussehen leiden. Es besteht aus acht eigenständig zu bearbeitenden Modulen (je ca. 20 Min.), die man flexibel von zu Hause durchläuft; entwickelt wurde es von Psychologinnen bzw Psychologen, Dermatologinnen bzw Dermatologen und Betroffenen.

Hinweis: Es handelt sich um eine Studien-/Interventionsplattform, nicht um eine reguläre dermatologische Sprechstunde. Für Hautbehandlungen am UKE ist die Klinik für Dermatologie und Venerologie (Hautklinik) bzw. das Ambulanzzentrum zuständig.

Wie viel kostet das Programm HautKompass? 

Das Programm ist kostenlos für die Teilnehmenden. Es handelt sich ja um ein BMBFTR gefördertes Forschungsprojekt (Förderkennzeichen 01GY2105), und die Teilnahme ist an keine Kosten gebunden.
Im Gegenteil: Für eine vollständige Teilnahme (Durchlaufen aller acht Module + Beantworten der Fragebögen vorab, nach dem Programm und nach sechs Monaten) gibt es eine Aufwandsentschädigung von 70 Euro (ohne Gewähr der Redaktion, bitte erfragen).

Wer hat das Forschungsprojekt HautKompass entwickelt?

Das Projekt wurde am UKE – konkret am Institut für Versorgungsforschung in der Dermatologie und bei Pflegeberufen (IVDP) / Competenzzentrum Versorgungsforschung in der Dermatologie (CVderm) – entwickelt.
Projektleitung: PD Dr. Rachel Sommer (Head of Psychodermatology & People-Centered Health Care Research)

Entwicklerteam (Psychologinnen und Psychologen, Dermatologinnen und Dermatologen sowie und Betroffene):
Dr. Neuza da Silva
Caroline F. Z. Stuhlmann, M.Sc.
Juliane Traxler, M.Sc.

Inhaltlich verantwortlich (laut Impressum): Prof. Dr. Matthias Augustin, PD Dr. Rachel Sommer, Juliane Traxler

Die Programmbegleitung übernehmen die Psychologin Anna Neumann und der Psychologe Matthias Berger.

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Was ist das Hauptziel von HautKompass?

Das Hauptziel von HautKompass ist die Verringerung der Selbststigmatisierung bei Menschen mit sichtbaren chronischen Hauterkrankungen – also der Internalisierung gesellschaftlicher Vorurteile und der Abwertung der eigenen Person.

Daraus leiten sich mehrere konkrete Zielsetzungen ab:

Lebensqualität und Selbstakzeptanz der Betroffenen fördern

Psychische Belastungen erkennen und Bewältigungsstrategien erlernen (basierend auf Selbstmitgefühl und kognitiver Verhaltenstherapie)

Die psychosoziale Versorgungslücke in der Dermatologie schließen, da sich die Regelversorgung bisher fast ausschließlich auf die körperlichen Symptome konzentriert

Langfristig das Programm kostenfrei für alle Menschen mit Hauterkrankungen verfügbar machen

Zusammengefasst: Betroffene sollen sich „in ihrer Haut wohler fühlen" – indem negative Gedankenmuster hinterfragt, Selbstakzeptanz aufgebaut und die psychosoziale Krankheitslast nachhaltig gesenkt wird.

Welche Inhalte bietet die Selbstmitgefühls-Training?

Das Selbstmitgefühls-Training in HautKompass basiert auf Compassion Focused Therapy (CFT) und kognitiver Verhaltenstherapie (KVT) und umfasst in den acht Einheiten folgende Inhalte:

Psychoedukation:
Informationen zu Selbststigmatisierung und deren Rolle bei Hauterkrankungen
Erklärung, wie selbstkritische Gedanken das „Bedrohungssystem" im Gehirn aufrechterhalten.
Die Qualitäten von Mitgefühl (Weisheit, Stärke, Commitment)

Übungen & Techniken:
Kognitive Umstrukturierung – negative automatische Gedanken hinterfragen und umdeuten
Selbstmitgefühl-Imaginationsübungen – innere Signale der Fürsorge erzeugen
Selbstmitgefühl-Brief – sich selbst einen mitfühlenden Brief schreiben

Atemübungen
Aufmerksamkeitstraining
Schreibübungen
Zielsetzung (Goal Setting) für den Alltag

Besonderheiten:

Alle Inhalte sind speziell auf Menschen mit chronischen Hauterkrankungen zugeschnitten

Fünf fiktive Patientenfiguren (z. B. mit Vitiligo, Psoriasis, Alopecia areata) und zwei Therapeutenfiguren begleiten den Nutzer und teilen Beispielgeschichten

Empfohlener Rhythmus: mindestens eine Einheit pro Woche, mit regelmäßiger Übung im Alltag

Die wissenschaftliche Grundlage bildet die Publikation in JMIR Formative Research (2025): „Self-Stigma in Adults Living With Chronic Skin Disease: Development of the HautKompass Web-Based Program".

Welche Rolle spielt die Begleitung durch Therapeuten?

Die „Begleitung" durch die Psychologin Anna Neumann und den Psychologen Matthias Berger hat in HautKompass eine motivationale und präsentierende Rolle, keine aktive therapeutische Supervision.

Konkret bedeutet das:

Präsenz & Vertrauen: Sie stellen sich auf der Startseite vor („Wir sind Anna Neumann und Matthias Berger. Wir sind Psychologen und begleiten Dich durch HautKompass.") – das soll ein Gefühl von Verbundenheit und Sicherheit vermitteln, auch wenn das Programm eigenständig durchlaufen wird.

Nicht klinisch: Das Programm ist explizit als self-guided und unsupervised konzipiert.
Es gibt keine individuelle Rückmeldung, keine Videocalls und keine persönliche Betreuung durch Psychologinnen bzw Psychologen.

Fiktive Therapeutenfiguren: Innerhalb der Module übernehmen zwei fiktive Therapeutenfiguren die eigentliche „Begleitung" – sie teilen Beispielgeschichten und leiten die Nutzer durch die Übungen.

Absicherung bei höherem Bedarf:

Das Screening (PHQ-4) schließt Personen mit hoher psychischer Belastung aus – diese werden auf andere Angebote verwiesen.

Kurz gesagt: 
Die Begleitung ist keine Therapie, sondern ein niedrigschwelliges, selbstgesteuertes Programm mit menschlicher Ansprache – bei Bedarf wird an spezialisierte Angebote verwiesen.

Kontakt:
Web: uke.de/hautkompass bzw. hautkompass.com
E-Mail: team@hautkompass.com
Tel.: +49 (0) 40 741054207
Wissenschaftlich: PD Dr. Rachel Sommer (Tel. 040 741024724)

Gefällt ihnen dieser Artikel?
Folgen Sie uns auf Instagram und finden Sie mehr Informationen zu diesem und anderen Themen bei Deutscher Neurodermitis Bund e.V.

Sie wollen mehr über Ihr größtes Organ wissen?
Holen Sie sich das Hautsache Magazin kostenlos als E-Only.

Recherche auch mit KI-generierten Inhalten. Verifizieren Sie die Inhalte.

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Unsere Medien
für Deine Haut.

Anzeige

Deutscher Neurodermitis Bund e.V.

Anzeige

Deutsche Rosazea Hilfe e.V.

Anzeige

Deutscher Vitiligo Verein e.V.

Anzeige

Das Magazin für die gesunde Haut
und wie man sie gesund erhält

Jetzt unseren Newsletter abonnieren!

Immer aktuelle Infos zu Ihrem Hautthema. Monatlich direkt ins E-Mail-Postfach!

Jetzt anmelden!

powered by webEdition CMS