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08.02.2013

UV-Therapie bei Neurodermitis

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Entzündete Haut, quälender Juckreiz und Schlafstörungen sind nur einige von vielen Problemen, mit denen Patienten mit Neurodermitis (=atopisches Ekzem) zu kämpfen haben. Dass die Neurodermitis eine chronische Erkrankung darstellt und nicht heilbar ist, ist den meisten Betroffenen bekannt. Entscheidend für die Patienten ist es jedoch, mit ihrer Erkrankung zu leben, den Alltag zu bewältigen, aber auch Freude am Leben zu haben.

Um diese Lebensqualität zu erreichen, sollten Patienten mit atopischem Ekzem in ein umfassendes Therapiekonzept eingebunden werden. Hautirritierende Faktoren wie z.B. häufiger Wasserkontakt, starke Hitze- oder Kälteexposition sollten gemieden werden. Auch die Wahl der richtigen Kleidung ist entscheidend. Empfohlen werden Materialien wie Baumwolle und Seide. (Auch auf die Verarbeitung sollte geachtet werden. Nähte oder Reißverschlüsse können die Haut reizen und irritieren.)
Allergien oder Unverträglichkeiten von Nahrungsmitteln spielen insbesondere im Kindesalter eine Rolle. (Selten bemerken auch Erwachsene, dass der Genuss von z. B. bestimmten Obst- oder Gemüsesorten die Neurodermitis verschlechtern kann.)
Oft schwer zu beeinflussen aber auf keinen Fall zu vernachlässigen sind psychische Faktoren. Stress, familiäre oder berufliche Probleme etc. stellen häufig entscheidende Ursachen für die Verschlimmerung des atopischen Ekzems dar. Durch das Erlernen von Entspannungsverfahren (wie z.B. Autogenes Training) oder auch psychologische Einzelbetreuung können die Patienten die Erfahrung machen, dass eine Besserung der Hauterkrankung eintritt.
Aufgrund der genetischen Veranlagung weist die Haut der Patienten mit Neurodermitis eine andere Beschaffenheit auf. Bestimmte Hautfette kommen in der äußersten Hautschicht seltener vor. Man spricht auch von einer gestörten Hautbarriere. Daher sollte die spezifische Therapie der Neurodermitis auf jeden Fall durch eine regelmäßige Hautpflege ergänzt werden. Besonders geeignet sind Produkte mit feuchtigkeitsspendenden Faktoren wie z. B. Glycerin und Urea etc.
Zur Behandlung von akuten Verschlechterungen werden immer noch häufig kortikoidhaltige Cremes und Salben verwendet. Seit einigen Jahren sind außerdem so genannte Calcineurininhibitoren auf dem Markt, die alternativ eingesetzt werden.
Um den quälenden Juckreiz zu mildern, können ergänzend Antihistaminika in Form von Tabletten gegeben werden, die sehr gut verträglich sind. Andere systemische Therapien, die selten bei sehr schweren Formen der Neurodermitis erforderlich sind, sollten aufgrund ihrer potentiellen Nebenwirkungen vom behandelnden Arzt sorgfältig abgewogen werden.

Therapie mit Licht

Die Phototherapie mit künstlichem UV-Licht ist eine wichtige Säule im Therapiekonzept der Neurodermitis. Durch die Phototherapie werden Entzündungsvorgänge in der Haut der Patienten abgeschwächt. In der Regel bessert sich durch die UV-Therapie auch der quälende Juckreiz. Daher kann bei Patienten, die eine Phototherapie bekommen, der Verbrauch von kortikoidhaltigen Cremes häufig reduziert werden.
Um einen Therapieerfolg zu erzielen, sollte die Phototherapie in der Regel zumindest als mehrwöchiger Behandlungszyklus durchgeführt werden. Langsam ansteigende Dosissteigerungen sind erforderlich, um die Haut an das UV-Licht zu gewöhnen und Sonnenbrände zu vermeiden. Daher werden von führenden Herstellern wie z.B. der Fa. Waldmann Medizintechnik spezielle Bestrahlungsgeräte für die Heimtherapie (Teilkörper- oder Ganzkörperbehandlung) angeboten. Teilkörperbestrahlungsgeräte können auch für die lokale PUVA-Therapie von Händen und Füßen eingesetzt werden, bei der der Patient vor der Bestrahlung die Haut mit einer speziellen Creme behandeln muss.

Nicht ohne Dermatologe

In jedem Fall sollten UV-Therapien im Heimbereich nur auf Anweisung eines Arztes erfolgen. Die Bestrahlungsgeräte z.B. der Fa. Waldmann Medizintechnik werden daher nur gegen Vorlage eines Attests geliefert. Entsprechende Zertifikationen und Kennzeichnungen mit international verbindlichen DIN-Normen (DIN EN 60601-1-11 bzw. IEC 60601-1-11) sind für medizinische Bestrahlungsgeräte obligat. Geräte ohne diese Kennzeichnungen sollten für die Phototherapie von Hauterkrankungen nicht verwendet werden.
Die Bestrahlungsgeräte für die Heimtherapie zeichnen sich durch geringe Wärmeentwicklung, niedrigen Stromverbrauch und Bedienerfreundlichkeit aus. Durch fest programmierte Dosisbegrenzungen bieten sie zusätzlich Sicherheit.
Der behandelnde Hautarzt kann auch bei den Heimgeräten zwischen den unterschiedlichen Spektralbereichen (UVA; UVB und Schmalspektrum UVB) wählen. Regelmäßige Besuche beim behandelnden Hautarzt sind während der UV-Heimtherapie unbedingt erforderlich. In Rücksprache mit dem behandelnden Arzt werden die Dosissteigerungen vorgenommen und die begleitende Therapie abgestimmt. Bei Kindern unter 12 Jahren sollten generell keine Phototherapien durchgeführt werden. Seltene Ausnahmen müssen im Hinblick auf die Langzeitnebenwirkungen des UV-Lichts bei Kindern sorgfältig abgewogen werden.

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