Inhaltsstoffe Kosmetika

28.01.2018

Fotolia Robert KneschkeDie Inhaltsstoffe in Kosmetika und Hautpflegemittel sind vielfältig. Auf alle wird man bei der Herstellung nicht verzichten könne und wollen. Gewollte Effekte erreicht man nur mit entsprechenden Inhaltsstoffen. Aber muss ein Mensch mit problematischer Haut über alles informiert sein in den Produkten? Hier ein paar Infos, um was es sich im Einzelnen handelt.

Welche Inhaltsstoffe sind in wimpernverlängernden Seren enthalten und welche Wirkung haben sie?

Alexa Moysies, Marketing Direktorin bei M2 BEAUTÉ:
„In unseren Produkten kommt eine Kombination mehrerer hochwertiger Inhaltsstoffe zum Einsatz. Wesentlich ist MDN (Methyl Dihydronoralfraprostal), ein synthetischer Wirkstoff, der die Wimpernwurzeln stimuliert und somit das Wimpernwachstum anregt. Alle Inhaltsstoffe sind so dosiert, dass ein optimales Ergebnis bei maximaler Verträglichkeit erzielt werden kann. Dies wird durch unabhängige Sicherheitsbewertungen bestätigt, auch um unsere Produkte als Kosmetikum einzustufen.“

Kathrin Mihalic, Tolure Cosmetics Vertriebs-GmbH:
„Die einzigen Wimpernseren, mit denen man einen tatsächlich sichtbaren Erfolg erzielen kann, haben entweder eine Peptid-gestützte Wirkstoffkombination (so wie unser Hairplus Zero) oder aber ein Prostaglandinderivat als Hauptinhaltsstoff. Beide Inhaltsstoffe zielen auf die Haarfollikel ab, mit dem Ziel diese in ihrer Aktivphase zu unterstützen bzw. schlafende Haarfollikel zu stimulieren. Das Resultat zeigt sich in einer maximal natürlichen Länge und Dichte bei Wimpern und/oder Augenbrauen.“

Was sind die Glanzgeber in Lipgloss?

Katja Großhans, Produktentwicklung der Börlind GmbH:
„Im Wesentlichen erreichen wir einen schönen Glanz in unserem Lip Gloss durch das Rhizinusöl aus kontrolliert biologischem Anbau. Weitere wertgebende Öle sind Jojobaöl und Meadowfoamöl sowie Sheabutter.“

Peter Schmidinger, International Make-up Director BABOR:
„Lipgloss macht nicht nur funkel-schöne Lippen und ist der perfekte Sommer-Begleiter für einen unkomplizierten Look – Lipgloss pflegt die Lippen gleichzeitig geschmeidig. Für beides – den Glanz und die Pflege – sind wertvolle Lipide verantwortlich. Sie lassen die Lippen verführerisch schimmern, fühlen sich dabei ganz leicht an und pflegen die Lippen kusszart. Die modernen Konsistenzen kleben nicht und laufen nicht in die kleinen Lippenfältchen aus.“

Sabine Kästner, Naturkosmetikexpertin bei Laverana:
„Die Natur bietet viele Möglichkeiten: Glanzgeber der aktuellen lavera Glossy Lips ist vor allem die besondere Ölmischung, die wie damals unter anderem Tungöl enthält. Tungöl wird aus den Samen der Frucht des Tungölbaumes gewonnen und schon seit Jahrhunderten aufgrund seiner Eigenschaften als wasserabweisendes Öl verwendet. Tungöl besteht zu 80% aus dreifach ungesättigten Fettsäuren und ist daher sehr vergleichsweise dickflüssig. Bei der Verwendung für einen Lipgloss hinterlässt Tungöl einen feinen, dauerhaften Glossy-Film und spendet gleichzeitig Feuchtigkeit.“

Welche Rolle spielen Tenside in der Haarpflege?

Leen Valveekens, Schulungsleiterin bei JOICO Europe:
„Tenside sind oberflächlich wirkende, schaumbildende waschaktive Substanzen. Sie entfernen Talg, Reste von Stylingprodukten und Schmutzpartikel von der Kopfhaut und aus dem Haar. Tenside werden also - natürlich in minimalen Mengen - benötigt, um die gewünschte Schaumbildung zu erzielen. Je weniger Tenside ein Produkt enthält, desto haut- und haarfreundlicher ist das Produkt.“

Dr. Michaela Arens-Corell, Leiterin der medizinisch-wissenschaftlichen Abteilung der Sebapharma GmbH & Co KG:
„Tenside werden als waschaktive Substanzen in Haarshampoos eingesetzt. Bei den Tensiden werden 4 unterschiedliche Gruppen (auf Basis des Ladungszustands des Moleküls) unterschieden: anionische, kationische, amphotere und nichtionische Tenside.  Aufgrund ihres Reinigungs- und Schaumvermögens werden am häufigsten anionische Tenside eingesetzt. Die wichtigsten Vertreter hierbei sind z. B. Alkylsulfate (zum Beispiel Natriumlaurylsulfat) und Alkylethersulfate.“

Sabine Kästner, Beauty- und Naturkosmetikexpertin bei Lavera:
„Tenside haben eine ganz besondere Aufgabe: Tenside überwinden die Oberflächenspannung des Wassers und reinigen Haut oder Haar von Schmutz, Fett oder Stylingrückständen. Durch die Schaumbildung werden die pflegenden Bestandteile des Tensidprodukts zudem gleichzeitig verteilt. Tenside in der Naturkosmetik werden z. B. Zucker- oder Kokosöl-basiert hergestellt.“

Welche Funktion haben Nanopartikel in Kosmetikprodukten?

Ann-Katrin Sporkmann, Projektassistenz Chemikalienpolitik und Nanotechnologie, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND):
„Besonders häufig als Nanomaterialien eingesetzt werden Titandioxoid und Zinkoxid. Die winzigen Teilchen werden als „physikalischer Sonnenschutz“ genutzt – sie reflektieren wie Milliarden kleinster Spiegel das Sonnenlicht. Auch größere Teilchen von Titandioxid und Zinkoxid haben diese Wirkung, allerdings lassen sich mit Nanopartikeln dünnflüssigere und transparente Sonnencremes herstellen."

Dr. Christian Rimpler, Geschäftsführer von Dr. Rimpler Cosmetics:
„Nanopartikel dienen heute als Schutz- und Transportsystem von Wirkstoffen ebenso wie als Nano-Lipidkristalle, welche einen unsichtbaren Schutzfilm direkt nach der Applikation auf der Haut bilden, um dann die Wirkstoffe über einen längeren Zeitraum kontinuierlich an das Hautorgan abzugeben. Derartige Systeme sind heute extrem gut untersucht und sind sowohl in der Medizin als auch in der Kosmetik bereits mehrfach wissenschaftlich ausgezeichnet worden."

Birgit Huber, Bereichsleiterin Schönheitspflege, IKW:
„Nanomaterialien erfüllen die unterschiedlichsten Funktionen in kosmetischen Mitteln: UV-Filter-Pigmente wie z. B. Nano-Titandioxid legen sich als schützender Film auf die oberste Hautschicht und streuen und absorbieren die UV-Strahlen der Sonne. Auf diese Weise wird die Haut vor der UV-Strahlung und ihren gesundheitsschädlichen Folgen (Sonnenbrand, DNA-Schäden, Hautalterung usw.) geschützt."

Welche Inhaltsstoffe stehen in der Kritik und wie stellt sich die Fachwelt dazu?

Dr. Mark Smith, NATRUE Scientific & Regulatory Manager:
„Die Verwendung von Parabenen, Nanopartikeln (vor allem in Sonnenschutzprodukten) und Aluminium in Kosmetikprodukten wurde in letzter Zeit zunehmend hinterfragt, auch von den Verbrauchern. In der EU gibt es transparente, öffentlich zugängliche Datenbanken über Inhaltsstoffe. Hersteller von Kosmetikprodukten sind verpflichtet, die Produktsicherheit durch Experten vor dem Markteintritt eines Produkts bewerten zu lassen.“

Birgit Huber, Bereichsleiterin Schönheitspflege IKW:
„In Medienberichten wird immer wieder darüber berichtet, Kosmetikprodukte würden „gesundheitlich bedenkliche“ Stoffe enthalten. Dies ist keineswegs der Fall, kann aber zu einer Verunsicherung einzelner Verbraucher führen. Das bedauern wir und informieren daher umfassend über die entsprechenden Fakten. Wer in Deutschland Kosmetika kauft, kann diese Produkte ohne Bedenken verwenden. Kosmetische Mittel unterliegen EU-weit einer Vielzahl gesetzlicher Bestimmungen, die die Sicherheit der Produkte für den Verbraucher gewährleisten.“

Dr. med. Sabine Zenker, Dermatologin:
„Forschung auf Basis pflanzlicher Stammzellen ist – im Gegensatz zu der an embryonalen Stammzellen – ein Gebiet mit viel Zukunft: Hoch antioxidative Phyto-Stammzellen aus robusten und langlebigen Pflanzen scheinen regenerative, stärkende und entzündungshemmende Eigenschaften zu haben. Der Weitergang der präklinischen und klinischen Forschung wird zeigen, ob es sich hier um mehr als einen Trend in der Kosmetik handelt.“

Wie sinnvoll ist glutenfreie Kosmetik?

Sabine Kästner, Beauty- und Naturkosmetikexpertin bei Lavera:
„Gluten in Nahrungsmitteln ist nicht vergleichbar mit Gluten-Bestandteilen in der Kosmetik – die Reaktionen des menschlichen Organismus sind völlig unterschiedlich.“

Dr. Michaela Arens-Corell, Leiterin der medizinisch-wissenschaftlichen Abteilung der Sebapharma GmbH & Co KG:
„Relevant ist das nur für Menschen, die an Zöliakie, einer entzündlichen Darmerkrankung durch Gluten-Unverträglichkeit leiden. Die deutsche Zöliakiegesellschaft vertritt nach eingehender Beratung durch Fachärzte folgende Ansicht, dass „Präparate zur rein äußerlichen Anwendung (z. B. Cremes, Salben, Shampoos, Duschgel, Make-up etc.) haben keine schädigende Wirkung bei Zöliakie.“ Problematisch sind aus Sicht der Gesellschaft nur glutenhaltige Mund- und Zahnpflegemittel und solche, die durch Verschlucken in den Magen-Darm-Trakt gelangen könnten (z. B. Zahncremes, Lippenpflegeprodukte, Kinderprodukte wie Badeschaum und Bademalfarben).“

Warum werden Kunststoff-Partikel in Peelings künftig ersetzt?

Markus Baumgärtner, Diplom-Chemiker und Geschäftsführer bei sensena Naturkosmetik:
„Die Plastikkügelchen können aufgrund ihrer chemischen Struktur in den Kläranlagen nicht zersetzt werden. Sie verunreinigen das Trinkwasser, gelangen in die Meere und über den Klärschlamm auf die Felder, wo sie sich beispielsweise in der Milch der Kühe anreichern. Mikroplastik ist damit in unserer Nahrungskette angekommen. Durch die Diskussion der letzten Monate und die Sensibilisierung der Verbraucher ist einiges in Bewegung geraten. Während die Behörden den Markt screenen, sind die Betriebe angehalten, nach alternativen Schleifkörpern zu suchen. Diese gibt es ? Salze beispielsweise bauen sich in den Kläranlagen problemlos ab und sind in der Natur in riesigen Mengen vorhanden.“

Birgit Huber, Bereichsleiterin Schönheitspflege IKW:
„Die in kosmetischen Mitteln überwiegend eingesetzten Mikrokunststoffpartikel bestehen in der Regel aus Polyethylen (PE). Mikrokunststoffpartikel in kosmetischen Mitteln wurden vom BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) kürzlich als sicher für den Verbraucher bewertet. Mikrokunststoffpartikel werden in einigen speziellen Produkten eingesetzt, um z. B. bei Gesichtsreinigungsprodukten einen sogenannten Peeling-Effekt zu erreichen. Der Austausch der Kunststoffpartikel ist ein komplexer Vorgang: für den Einsatz alternativer Stoffe müssen Sicherheit, Wirksamkeit, Umweltverträglichkeit und Produktstabilität getestet und gewährleistet werden. Hierzu sind neben den Entwicklungsarbeiten umfangreiche Prüfungen erforderlich. Viele Hersteller haben bereits angekündigt, Lösungen zu erarbeiten, um diese Substanzen zukünftig zu ersetzen.“

Sabine Kästner, Beauty- und Naturkosmetikexpertin, Lavera:
„Mikroplastik belastet die Umwelt um ein Vielfaches – es ist nicht recycelbar und kaum abbaubar. Mikroplastik-Teilchen sind daher für Naturkosmetik schon immer tabu. Erste Studien von der Uni Oldenburg z.B. zeigen: Die kleinen Teilchen sind bereits in der Nahrungskette in z. B. Honig, Milch oder Fischen nachweisbar. In der Kosmetik werden die Teilchen als Peelingkörper eingesetzt, aber auch bei Tages- und Nachtcremes, Seren, Pudern, Concealern, Rouge, Lidschatten, Mascara, Eyelinern, Augenbrauenstiften und Haushaltsreinigern.“

Dr. Michaela Arens-Corell, Leiterin der medizinisch-wissenschaftlichen Abteilung der Sebapharma GmbH & Co KG:
„Die meisten Peelings enthielten bislang kleine Polyethylenkügelchen, die einen sehr hautschonenden Rubeleffekt vermitteln. Allerdings hat das Umweltbundesamt kritisiert, dass diese nicht abbaubaren Mikrokunststoffe zur Belastung der Gewässer und der darin lebenden Organismen beitragen könnten. Zwar ist die Menge an Mikrokunstoffpartikel, die durch Peelings in Gewässer gelangt, im Verhältnis zu anderen Quellen, wie z. B. weggeworfenen und mit der Zeit auf Mikrogröße zerrissenen und verriebenen Verpackungsmaterialien, sehr gering, aber durch Austausch gegen abbaubare Partikel vermeidbar.“

Sind Aluminiumsalze in Deodorants schädlich?

Schon länger stehen Aluminiumsalze in Deodorants im Verdacht, Brustkrebs auszulösen. Wir haben Experten dazu befragt:

Beatrice Reichenstein, Apothekerin (Med.-wiss. Dermo Kosmetik, Pierre Fabre Dermo-Kosmetik GmbH in Freiburg im Breisgau):
„Tatsächlich kann bislang niemand sagen, ob aluminiumhaltige kosmetische Produkte das Risiko für Brustkrebs erhöhen. Die Studienlage ist widersprüchlich und die meisten Untersuchungen entsprechen nicht den benötigten wissenschaftlichen Standards. Richtig ist, dass Wissenschaftler in den vergangenen Jahren eine Zunahme von Tumorentwicklungen im oberen äußeren Quadranten beobachtet haben, jenem Teil der Brust, der besonders nah an den Achseln liegt.“

Guylaine Le Loarer (Leitung Forschung und Entwicklung der Börlind GmbH):
„Wissenschaftlich ist dies zwar nicht erwiesen, jedoch besteht wohl ein Risiko bei der Verwendung von löslichen Aluminiumsalzen, wie sie z. B. in Form von Aluminium Chlorohydrate in Antitranspirantien eingesetzt werden. Dieses jedoch auch nur bei nicht intakter Haut.“

Birgit Huber (Bereichsleiterin Schönheitspflege, IKW):
„Verbraucher können kosmetische Mittel, die Aluminiumsalze enthalten, weiterhin sicher verwenden. Nach wissenschaftlicher Bewertung der bekannten Daten durch den IKW bleibt die Aufnahme von Aluminium bei normalem täglichem Gebrauch von Antitranspirantien innerhalb der wöchentlich tolerierbaren Aufnahmemenge.“

Welche Inhaltsstoffe sorgen in Sonnenschutzprodukten für Wasserbeständigkeit?

Dr. Matthias Hauser, Associate Director Scientific Relations, Johnson & Johnson GmbH:
„Die Wasserfestigkeit eines Sonnenschutzmittels kann durch einen hohen Gehalt an Fettkomponenten, die das Abwaschen der UV Filter beim Baden verzögern können, oder durch sogenannte Filmbildner (z.B. Acrylat Copolymere oder VP/Hexadecen Copolymere), die das Produkt an der Haut besser haften lassen, erhöht werden. Trotzdem ist es wichtig, dass man Sonnenschutzmittel nach dem Baden oder Abtrocknen wieder neu, reichhaltig und gleichmäßig aufträgt, um einen optimalen Schutz zu gewährleisten.“

Wie sicher sind Titandioxid und Zinkoxid in Sonnenschutzprodukten?

Birgit Huber, Bereichsleiterin Schönheitspflege, IKW:
„Bei den in Sonnenschutzmitteln eingesetzten Pigmenten handelt es sich in aller Regel um Nanomaterialien. Zinkoxid ist in Deutschland seit Mitte der 1990er Jahre in Form von „beschichtetem mikrofeinem Zinkoxid“ als UV-Filter zugelassen. Titandioxid ist seit 1995 in Deutschland und seit 2002 EU-weit als UV-Filter zugelassen. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sowie die australische Arzneimittelbehörde TGA wiesen bereits in ihren Bewertungen aus den Jahren 2005 bzw. 2009 ausdrücklich darauf hin, dass Nano-Titandioxid und -Zinkoxid nicht die Hautbarriere durchdringen und kein Gesundheitsrisiko für den Verbraucher darstellen.“

Sabine Kästner, Naturkosmetikexpertin bei Laverana GmbH & Co. KG:
„Titandioxid und Zinkoxid sind Mineralien, die Bestandteil der natürlichen Sonnenschutzalternative sind, und werden als physikalischer Sonnenschutz bezeichnet, der von lavera Naturkosmetik 1990 erfunden und in den Handel eingeführt wurde. Die lavera Sonnenschutzpflege entspricht den Vorgaben der UVA Balance und bietet Produkte mit LSF 30. Die UVA Balance berücksichtigt mit der Auslobung des Lichtschutzfilters unterschiedliche Wellenlängen des Lichtes im Verhältnis von UVA=1: UVB=3.“

Welche Einschränkungen gibt es bei der Formulierung veganer Produkte und welche Inhaltsstoffe werden künftig verstärkt eingesetzt? (Quelle: COSSMA 7-8/2014)

Heinz-Jürgen Weiland, Vorstand Forschung und Entwicklung, Logocos:
„Zahleiche Produkte unserer Marke Logona, Sante und Heliotrope sind vegan. Wir experimentieren zurzeit intensiv mit Chitosan, das aus Pilzen gewonnen wird. Trendige Inhaltsstoffe bei veganer Kosmetik sind z. B. biotechnologisch gewonnene Hyaluronsäure, Beerenwachs statt Bienenwachs sowie Rohstoffe, die nicht der Nahrungsmittelkette entstammen. Aktuell forschen wir an einem besonders vielversprechenden Extrakt aus den Blättern des Sanddornstrauchs mit dem Ziel, die kompletten Wirkstoffe aus einer Pflanze zu nutzen.“

Dr. Klaus Hempel, Leitung Forschung und Entwicklung, Mann & Schröder:
„Obwohl wir auf unseren Produkten in aller Regel nicht mit der Aussage vegan werben, wird der überwiegende Anteil unserer Produkte ohne den Einsatz tierischer Rohstoffe hergestellt. Verzichtet man auf tierische Produkte wie beispielsweise Milchproteine oder Honig, verzichtet man auch auf die Stoffe, die seit Jahrtausenden aufgrund ihrer pflegenden und wohltuenden Eigenschaften zur Körperpflege eingesetzt werden. Vegane und traditionelle Naturkosmetik müssen sich nicht ausschließen, können dies aber.“

Dr. David Hauck, Leitung F&E, Primavera:
„Unsere Rohstoffe und Produkte werden nicht an Tieren getestet, sie sind genfrei und Natrue-konform. Mehr als 74 % unserer Bio- & Naturkosmetikprodukte sind vegan. Nicht vegan sind lediglich unsere Produkte mit unbehandeltem Bio-Bienenwachs und einem sanften Milchemulgator aus Bio-Milch. Manche Verbraucher greifen zu veganer Kosmetik, weil sie einem erhöhten Allergierisiko, z. B. bei Honig, Bienenwachs, Propolis und Wollwachs, entgehen wollen.“

Jean-Claude Richard, F&E-Leiter, Farfalla:
„Farfalla formuliert neue Produkte bereits seit vier Jahren nur noch ohne jegliche tierische Produkte, auch nicht mit Bienenwachs, Lanolin o. ä. Wir können ohne Probleme auf Produkte tierischen Ursprungs verzichten. Was die Inhaltsstoffe angeht, sehen wir ähnlich wie bei den Lebensmitteln einen leichten Trend zu regionalen Inhaltsstoffen.“

 

Text: beautypress.de





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