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01.06.2026

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Sonnenschutz im Auto

Auf langen Autofahrten kann die UV-Belastung hinter den vielen Fahrzeugfenstern und evtl. durchsichtigen Dächern recht hoch sein.

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Bild

Es gibt verschiedene Arten von Sonnenschutz für Autos, die je nach Einsatzgebiet und Bedarf unterschiedliche Vorteile bieten:

Sonnenschutzfolie fürs Auto

Vorteile: 
Passgenau zuschneidbar, stabiler Halt, unterschiedliche Lichtdurchlässigkeitsstufen, geeignet für Seiten- und Heckscheiben.

Nachteile: 
Kann Klebereste hinterlassen, ist unflexibel und kompliziert anzubringen.

Auto-Sonnenblende

Vorteile: 
Faltbar, leicht zu verstauen, einfach zu befestigen, meist durchsichtig, häufig als 2er-Set erhältlich.

Nachteile: 
Saugnäpfe können Schlieren hinterlassen, bedecken nur einen Teil der Scheibe.

Sonnenschutzgardine

Vorteile:
Ein- und ausziehbar, leicht zu befestigen, deckt fast die gesamte Scheibe ab, ideal für Seitenscheiben.

Nachteile: 
Versperrt die Sicht komplett, Saugnäpfe können verrutschen.

Auto-Sonnenschutzrollo

Vorteile: 
Ein- und ausziehbar, stabiler Halt durch Einhängen, gut für Seitenscheiben geeignet.

Nachteile: 
Versperrt die Sicht, bei Nichtgebrauch muss es oft demontiert werden.

Sonnenschutz als Fensterüberzug

Vorteile: 
Leicht zu befestigen, extrem stabiler Halt, deckt die gesamte Scheibe ab, dient gleichzeitig als Insektenschutz.

Nachteil: 
Kann während der Fahrt nicht entfernt werden

Wirkung verschiedener Sonnenschutz-Maßnahmen

Laut einer ADAC-Untersuchung kann der Innenraum eines Autos ohne Schutz bei sommerlichen Temperaturen auf bis zu 53 Grad Celsius ansteigen. Mit geeignetem Sonnenschutz lässt sich dies deutlich reduzieren:

Halbgarage (Abdeckplane): Beste Wirkung – Innenraumtemperatur sinkt auf 43 Grad.

Sonnenschutzfolie außen: Zufriedenstellend – 45 Grad im Innenraum.

Sonnenschutzblende innen: Weniger effektiv – 49 Grad.

Weißes Tuch auf Armaturenbrett: bringt nichts

UV-Schutz und Sicherheit

Besonders wichtig ist der Schutz vor UV-Strahlung, insbesondere für Kinder und Babys. Während die Windschutzscheibe meist einen integrierten UV-Filter besitzt, filtern Seitenscheiben oft nur einen Teil der Strahlung. Produkte wie der SunClip von Windesa oder Lösungen von ClimAir (Sonniboy) bieten bis zu 97 % UV-Schutz und ermöglichen gleichzeitig Luftzirkulation, da Fenster geöffnet bleiben können.

Testsieger und Preis-Leistungs-Tipps

Testsieger (AUTO BILD 2018): Munchkin Sun Safety 2 Rollers – hochwertig, reißfest, einfach zu bedienen, Note „gut“ (1,6).

Preis-Leistungs-Sieger: Akapola Car Side Window Sunshade – funktional, preiswert (13,99 €), Note „gut“ (1,7).

Welche Tönungsgrade sind in Deutschland erlaubt?

In Deutschland sind die erlaubten Tönungsgrade für Autoscheiben gesetzlich geregelt. Die Vorschriften basieren auf der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO):

Lichtdurchlässigkeit

Frontscheibe und vordere Seitenscheiben: Die Lichtdurchlässigkeit muss mindestens 70 % betragen. Nachträgliche Tönungsfolien sind hier nicht erlaubt, da sie die Sicht des Fahrers beeinträchtigen könnten.

Hinweis: Viele Autos haben werkseitig leicht getöntes Glas (ca. 75–80 % Durchlässigkeit), sodass bereits kaum Spielraum für zusätzliche Folien bleibt.

Erlaubte Tönung

Hintere Seitenscheiben und Heckscheibe:
Tönung ist erlaubt, auch sehr dunkle Folien bis zu 95 % Tönungsgrad.

Voraussetzung: Das Fahrzeug muss über zwei Außenspiegel verfügen, um die Rundumsicht zu gewährleisten.

Sonderfall: Oberer Streifen der Frontscheibe

Ein Tönungsstreifen („Sun-Cut“) am oberen Rand der Windschutzscheibe ist erlaubt, meist bis zu 10 cm Höhe. Dieser ist oft werkseitig vorhanden.

Rechtliche Konsequenzen bei Verstößen

Bußgelder von 10 bis 90 €

Ein Punkt in Flensburg, wenn die Verkehrssicherheit erheblich beeinträchtigt ist

Stilllegung des Fahrzeugs, bis die unerlaubte Folie entfernt ist

Verlust der Betriebserlaubnis und mögliche Versicherungsprobleme

Rechtliche Hinweise
Laut Straßenverkehrsordnung (StVO §40) dürfen keine Sonnenschutzmittel an der Windschutzscheibe oder vorderen Seitenscheiben angebracht werden, da diese die Sicht des Fahrers beeinträchtigen könnten. Erlaubt ist lediglich ein oberer Tönungsstreifen, der meist werksseitig vorhanden ist.

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