Alte Hautschichten lösen

25.02.2009Die Haut war im Winter trockener Heizungsluft, viel Kleidung und stark wechselnden Außen- und Innentemperaturen ausgesetzt. Die Bedingungen haben die Haut belastet. Auch jahreszeitlich unabhängige Belastungen wie Verletzungen und Entzündungen muss die Haut verarbeiten. Die Haut kann mit ihrer Fähigkeit zur Regeneration sehr vielen schädlichen Einflüssen entgegenwirken. Der Schlüssel liegt in der Hauterneuerung.
Hauterneuerung findet ständig statt. Die Zellen der Oberhaut teilen sich hauptsächlich nachts. Nach 4 Wochen haben die tief im Inneren neu gebildeten Hautzellen die Oberfläche erreicht und ersetzen die äußeren Zellen der Hornschicht. Beim morgendlichen Duschen oder intensiven Abtrocknen lösen sich die alten Hautzellen als Abrieb. Die ständige Neubildung der Zellen ist die Basis für eine gut funktionierende Schutzhülle. Die oberste Schicht der Hülle, die gesunde Hornhaut schützt den Körper vor dem Eindringen vom Bakterien und gleichzeitig wird die Feuchtigkeit erhalten.
Mit der richtigen Hautreinigung und Hautpflege wird die Erneuerung gefördert und die Schutzfunktion der Haut unterstützt.

Hautreinigung
Immer weniger Menschen lassen an ihre Haut nicht nur Wasser und irgendeine Seife. Wirksam und auch preisgünstig ist diese Reinigung auf jeden Fall. Wasser löst groben Schmutz und Staub, aber Seife ist nicht gleich Seife, entscheidend ist der pH-Wert. Gesunde Haut erträgt manchmal die falsche Seife, aber kranke oder empfindliche Haut kann mit dem falschen Seifen- pH Wert unnötig gereizt werden. Seifen dürfen den natürlichen Säureschutzmantel der Haut möglichst wenig verändern. Neutrale oder leicht basische Seifen sind besonders für die empfindliche Gesichtshaut gut geeignet. Noch besser ist für die Gesichtshaut eine Reinigungsmilch, die an den individuellen Hauttyp angepasst ist. Diese Reinigung löst schon überschüssigen Talg, Hautfett und abgestorbene Hautzellen. Duschgels verfolgen den gleichen Zweck für den Körper. Für Seife, Reinigungsmilch und Gel gilt lieber weniger verwenden und gründlich nachspülen. Ergänzt wird die intensive Reinigung mit Peelings.

Peeling
Die Zusammensetzung der Peelingpaste  ist sehr unterschiedlich. Kleine Teilchen von Kleie, Sand oder Kunststoffkügelchen schleifen die oberste Hornschicht ab und beschleunigen damit die Erneuerung. Die Haut fühlt sich zarter und glatter an. Peelings sachte in die Haut einmassieren, zu starkes Rubbeln schädigt die Haut. Neue Produkte erst vorsichtig ausprobieren. Besonders Menschen mit Neurodermitis, Psoriasis oder trockener Haut sollten beim Peeling vorsichtig sein. Rötungen nach dem Peeling sind o.k, sie sollten allerdings nach einigen Minuten abklingen. Eine bessere Durchblutung der Haut ist ein angenehmer Nebeneffekt des Peelings. Für das Abrubbeln gilt: weniger ist mehr. Besser regelmäßig, je nach Empfindlichkeit der Haut, ein-zweimal die Woche anwenden. Ein idealer Zeitpunkt für das Peeling ist nach einem Saunagang oder dem Wannenbad.
Ein Sisal- oder Jutehandschuh unterstützt die Hauterneuerung. Vorsichtig an den Beinen und Armen beginnen. Die Bewegungen sollen immer zum Herzen hin laufen. Rücken und Bauch zum Abschluss. Im Gesicht dagegen nur feine Gesichtsbürstchen aus dem Fachhandel verwenden. Das Rubbeln mit Handschuhen oder Bürsten kann mit und ohne Peeling Anwendung finden.
Nach der gründlichen Reinigung kommt die Hautpflege. Je intensiver die Reinigung war, umso mehr Feuchtigkeit braucht die Haut danach. Die Hautpflege soll abgestimmt auf den Hauttyp sein.

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