Zeigt her Eure Beine

02.09.2011Nach den heißen Sommertagen verschwinden die gebräunten Beine meist schnell wieder unter Hosen und Röcken. Manche Frau hätte gern auch im Sommer ihre rot- und blau geäderten Beine versteckt. Nach dem Busen sind die meisten Frauen mit Ihren Beinen und Ihrem Hintern unzufrieden. Nicht nur die offenkundigen Äderchen, auch Besenreiser genannt, auch „Reithosenbeine“, Cellulite und Co. machen Frauen unglücklich. Kaum eine ist wirklich mit Form und Aussehen Ihrer Beine zufrieden ist. Was steckt hinter Cellulite, Reithosen und Besenreiser? Und kann ich selbst, Kosmetik oder Chirurgie etwas leisten?

Besenreiser sind kleinste Krampfadern in den Beinen. Sie verlaufen strahlig, fein verzweigt und oberflächlich. Blaue Besenreiser führen venöses Blut von kleinsten Äderchen. Sie haben einen mm dicken Durchschnitt. Sie liegen tiefer als die Roten, scheinen aber stark mit der blauen Färbung. Rote Besenreiser führen arterieller Blut, sie sind noch kleiner im Durchmesser und liegen direkt unter der Hautoberfläche. Meist ergibt sich ein lila-rot-blaues Bild an den gesamten Beinen. Die meisten haben keine medizinische Bedeutung, aber das hilft wenig, weil sie unschön sind. Frauen sind sehr viel häufiger betroffen als Männer, das führt sich auf Veranlagung und unterschiedliche Körperzusammensetzung zurück. Wenn sehr viele Besenreiser auftreten, kann es ein erster Hinweis und Venenleiden sein. Diese kann Richtung Krampfadern der größeren Blutgefäße gehen.

Wie kommt es zu Besenreisern gerade in den Beinen?
Die Beinvenen sind täglich einer starken Belastung ausgesetzt. Die Gefäße leiten gegen die Schwerkraft das Blut von unten hoch zum Herzen. Jeden Tag sind das mehrere Tausend Liter Blut. Fehlende Bewegung, viel Stehen und zu viel Gewicht auf der Waage beschleunigt die Bildung von Besenreisern. Bei Bewegung würden die Muskeln die Venen beim Pumpen unterstützen. Weniger Bewegung und viel Gewicht lässt das Blut in den Beinen richtig versacken, die Venen sind unter Dauerdruck, sie erweitern sich und schon sind die Besenreiser da. Ähnlich wie bei Cellulite fördert das schwache Bindegewebe besonders bei Frauen die hässlichen farbigen Linien, ab dem 20. Lebensjahr geht es bei vielen los. Leider begünstigen Schwangerschaften auch die Bildung von Besenreisern.

Mindestens genauso leiden Frauen unter „Reithosen“. Diese unförmigen Ausdellungen der Oberschenkel und des Hintern lassen sich mit Diäten nur teilweise in den Griff bekommen. Betroffen sind übergewichtige Frauen, ebenso wie sonst schlanke Frauen. Dahinter steckt eine Verteilungsstörung des Fetts besonders an den Beinen. Manchmal sind auch die Arme betroffen. Diese krankhafte Vermehrung der Fettzellen trifft leider auch fast nur Frauen. Medizinisch wird es das Lipödem genannt und beginnt leider bereits in Pubertät. Neben der Veranlagung, der hormonellen Veränderung beschleunigt aber auch Gewichtszunahme die Verformung. Bei schlimmer Betroffenen gehen die Ausbeulungen bis zu den Knöcheln, dies wird auch „Pumphose“ genannt. Neben dem ästhetischen Aspekt sind auch medizinische Probleme wie Ödeme, Blutergüsse und Schmerzen möglich.

Die Entstehung von Cellulite können Sie unter Trifft Cellulite nur Frauen? nachlesen.

Was kann die Einzelne tun oder wie hilft Kosmetik und Chirurgie?

Weiterlesen unter: Tricks für schöne Beine




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