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25.11.2021

Neue Behandlungsoption

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Der Wirkstoff von Adtralza ist Tralokinumab. Hierbei handelt es sich um einen vollständig humanen monoklonalen IgG4-Antikörper. Dieser bindet spezifisch an das Typ-2-Zytokin Interleukin-13 (IL-13). In der Folge kommt es zu einer Hemmung der Wechselwirkung mit den IL-13-Rezeptoren. Tralokinumab neutralisiert die biologische Aktivität von IL-13, indem es dessen Wechselwirkung mit dem Rezeptorkomplex IL-13Rα1/IL-4Rα blockiert.

IL-13 ist für viele entzündliche Erkrankungen verantwortlich, so auch bei der atopischen Dermatitis. In klinischen Studien führte die Behandlung mit Tralokinumab zu reduzierten Spiegeln von Typ-2- Entzündungsbiomarkern auf zwei Ebenen. Sowohl in Hautläsionen als auch im Blut konnten verminderte Spiegel beobachtet werden.

Die Therapie mittels Adtralza Fertigspritze ist für Menschen ab 18 Jahren geeignet, die unter mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis leiden. Die Dosierung beträgt initial 600 mg. Das bedeutet, der Patient oder die Patientin spritzt sich alle vier enthaltenen Fertigspritzen auf einmal. Danach beträgt die Dosis 300 mg alle vierzehn Tage. Somit muss der Patient/die Patientin zwei Spritzen für die kommenden Injektionen anwenden. Neben der kleinen Packung mit vier Fertigspritzen steht auch eine Packung mit zwölf Spritzen zur Verfügung.

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Seit Juni 2021 ist Tralokinumab (Adtralza) in der EU zugelassen

Adtralza wird angewendet zur Behandlung mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis bei Erwachsenen, die für eine systemische Therapie in Frage kommen. Die Behandlung soll von einem Arzt bzw einer Ärztin begonnen werden, der oder die in der Diagnose und Behandlung der atopischen Dermatitis erfahren ist.

Die empfohlene Tralokinumab-Dosis für Erwachsene beträgt 600 mg (vier Injektionen zu je 150 mg) als Anfangsdosis, gefolgt von 300 mg (zwei Injektionen zu je 150 mg) alle zwei Wochen als subkutane Injektion.

Bei Patienten und Patientinnen, die nach 16-wöchiger Behandlung eine erscheinungsfreie oder fast erscheinungsfreie Haut erreicht haben, kann im Ermessen der Verschreiber eine Dosierung alle vier Wochen erwogen werden. Die Wahrscheinlichkeit zur Erhaltung einer erscheinungsfreien oder fast erscheinungsfreien Haut kann bei einer Dosierung alle vier Wochen geringer sein.

Bei Patienten und Patientinnen, die nach 16 Wochen Behandlung kein Ansprechen zeigen, soll ein Absetzen der Behandlung erwogen werden. Einige Patienten und Patientinnen mit einem anfänglich partiellen Ansprechen können von einer über 16 Wochen hinaus fortgeführten Behandlung alle zwei Wochen weiter profitieren.

Tralokinumab kann mit oder ohne topische Kortikosteroide angewendet werden. Die Anwendung von topischen Kortikosteroiden kann, falls angemessen, einen zusätzlichen Effekt auf die Gesamtwirksamkeit von Tralokinumab haben. Topische Calcineurininhibitoren können angewendet werden, sollten aber nur auf die Problemzonen wie Gesicht, Hals, intertriginöse Bereiche und den Genitalbereich beschränkt bleiben.

Autor: Priv.-Doz. Dr. med. habil. Ina Hadshiew, Köln

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