Hautfreundliche Berufswahl

05.04.2013Heute sind Berufsentscheidungen – zum Glück – keine Lebensentscheidungen mehr. Früher blieben Bäcker in Ihrem Beruf, auch wenn der Mehlstaub nicht vertragen wurde. Berufsbiografien zeichnen sich heutzutage durch häufigeren Wechsel aus. Nicht immer wechseln Friseurinnen oder Bäcker freiwillig, manchmal stecken Allergien oder Berufsdermatosen dahinter.

Angelika liebt ihren Beruf. Sie wollte schon seit ihrem 12. Lebensjahr Friseurin werden. In ihrer Kindheit hatte sie Neurodermitis, doch das ist lange her. Jetzt hat sie ihren erträumten Beruf: Haare waschen, schneiden, tönen oder färben. Schon während der Probezeit kamen bekannte Hautprobleme wieder. Anfänglich cremte sie die juckenden Hände immer häufiger ein, doch irgendwann lies es sich nicht mehr verstecken, die Hände „blühten auf“. Leider kamen juckende Stellen an immer mehr Körperstellen, so ging sie endlich zum Hautarzt. Die Diagnose „Berufsdermatose“ sagte ihr nicht viel, aber die Aussicht vielleicht nicht mehr als Friseurin arbeiten zu können, schockierte sie gleich. Ist es möglich, mit Berufsdermatosen weiter zu arbeiten?

Was sind Berufsdermatosen?
Die Berufskrankheiten Verordnung regelt genau, was Berufsdermatosen sind.

Auszug Berufskrankheitenverordnung Hautkrankheiten:
Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können.


Die Anerkennung einer Berufsdermatose hat finanzielle Folgen für den Einzelnen. Die Unfallversicherungen haben dafür zu sorgen, dass der Versicherte nicht weiter der Gefahr ausgesetzt ist. Wenn die Gefahr nicht zu beseitigen ist, wie z. B. bei Friseuren der Wasserkontakt, dann ist darauf einzuwirken, dass die Betroffenen die Tätigkeit unterlassen. Die möglichen finanziellen Einbußen trägt laut Gesetz die Unfallversicherung.

Auszug Verordnung
 Versicherte, die die gefährdende Tätigkeit unterlassen, weil die Gefahr fortbesteht, haben zum Ausgleich hierdurch verursachter Minderungen des Verdienstes oder sonstiger wirtschaftlicher Nachteile gegen den Unfallversicherungsträger Anspruch auf Übergangsleistungen. Als Übergangsleistung wird
1. ein einmaliger Betrag bis zur Höhe der Vollrente oder
2. eine monatlich wiederkehrende Zahlung bis zur Höhe eines Zwölftels der Vollrente längstens für die Dauer von fünf Jahren gezahlt. Renten wegen Minderung der Erwerbsfähigkeit sind nicht zu berücksichtigen.


Die Kosten von ca. 1,8 Milliarden € pro Jahr für Arbeitsausfall, Umschulung und verschiedene Therapien tragen die Berufsgenossenschaften und die Wirtschaft.

Hautfreundliche und hautunfreundliche Berufe
In manchen Branchen sind bis zu 10 % der Berufstätigen von berufsbedingten Hauterkrankungen betroffen, wie z. B. medizinische Berufe. Im Friseurhandwerk sind 30 % der Berufsanfänger gefährdet. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), die hauptsächlich Gesundheitsberufe und Friseure versichert, meldet, dass 60 % aller bei ihr gemeldeten Berufskrankheiten Hauterkrankungen sind.



An der Grafik wird sichtbar, dass jüngere Berufstätige eher von Hauterkrankungen betroffen sind.
Für Berufsanfänger, wie Angelika, ist eine neue Ausbildung oder Umschulung die einzige gesundheitlich verträgliche Variante. Doch welche Berufe sollten hautsensible Menschen besser vermeiden, bzw. welche Berufe sind auch für Neurodermitiker empfehlenswert?

Allgemein gilt: Je mehr regelmäßiger (täglich mehrstündig) Wasserkontakt und je mehr Kontakt mit chemischen Substanzen, desto eher werden sich Ekzeme bilden. Fachleute raten, bei Berufen mit Arbeiten im feuchten Milieu oder mit Lösemittel, Reinigungsmitteln, Farben oder Desinfektionsmittel vorsichtig zu sein. Anhand dieser Empfehlungen werden die eher ungeeigneten Berufe für Neurodermitiker bereits deutlich. Leider gehören auch Friseure dazu, ebenso wie Automechaniker, Reinigungspersonal, Maler, Bauarbeiter, Krankenschwestern, Pfleger und Labormitarbeiter.


Berufe mit deutlich erhöhtem Erkrankungsrisiko für Kontaktekzeme.  Die meisten dieser Berufsgruppen sind häufig mit Feuchtarbeit verbunden.

Berufe - wichtige Allergene und Substanzen

Friseure - Dauerwellmittel, Haarfarben, Blondiermittel, Haarwaschmittel, Gummihandschuhe
Bäcker, Konditoren - Teige, Weizen, Soja, Aromen und Gewürze, Konservierungsmittel und Antioxidantien, Reinigungsmittel, Desinfektionsmittel
Galvaniseure - galvanische Bäder, Entfettungsmittel, Gummihandschuhe
Gärtner, Floristen - Zierpflanzen wie Tulpen, Pflanzenschutzmittel
Bauarbeiter, Fliesenleger - Zement, Frischbeton, Kunststoffe
Metallarbeiter - Kühlschmierstoffe, Konservierungsstoffe, Emulgatoren, Metalle, Metallkleber, Metallreinigungs- und Entfettungsmittel
Kunststoffarbeiter - unausgehärtete Kunstharze
Köche, Küchenhilfen - Lebensmittel wie Fische, Gewürze, Reinigungsmittel, Desinfektions- und Konservierungsstoffe, Gummihandschuhe
Heil- und Pflegeberufe - Desinfektionsmittel, Medikamente, Antibiotika, Lokalanästhetika, Gummihandschuhe
Zahntechniker - Dentalchemikalien
Textilhersteller und -verarbeiter - Textilfarben, Beizen, Appreturen,Nickel Spezialausrüstungen, Gummifäden
Leder-, Fellverarbeitung - Gerbstoffe, Kleber, Imprägniermittel, Färbemittel
Holzbearbeiter,Tischler, Zimmerer - Hölzer, Klebstoffe, Beizen, Holzschutzmittel
Maler,Lackierer, Anstreicher - Farben
Fußbodenleger - Klebstoffe, Verdünner
Reinigungsdienste - Reinigungsmittel, Desinfektionsmittel, Fußbodenpflegemittel, Gummihandschuhe
Fotolaboranten - Farbentwickler, Fotochemikalien, Gummihandschuhe
Gummihersteller und -verarbeiter - Gummichemikalien
Landwirtschaftliche Berufe - Futtermittelstäube, Tierhaare, Pflanzenbestandteile, Gummiartikel, Desinfektionsmittel, Melkfett, Pflanzenschutzmittel, Düngemittel

Bearbeitete Quelle: www.dgaum.de/index.php/recht/berufskrankheiten-verordnung/merkblaetter


Berufe mit deutlich erhöhtem Erkrankungsrisiko für Kontaktekzeme

Die Ursachen für Hauterkrankungen liegen oft in fehlendem oder mangelhaftem Hautschutz beim Umgang mit hautbelastenden Stoffen (Feuchtarbeit, Chemikalien, Reinigungsmittel usw.) oder einer nicht ausreichenden Pflege der Haut. Aber auch der tägliche Stress kann sich krankmachend auf die Haut auswirken.

90% aller beruflich bedingten Hauterkrankungen sind Ekzeme. Diese Entzündungen der Oberhaut können allergisch oder toxisch bedingt sein. Neurodermitiker, die seit Jahren symptomfrei sind, können plötzlich wieder juckende Hautausschläge bekommen. Dabei trifft es nicht nur Friseure auch die Sekretärin kann es treffen.
Je mehr Kontakt mit schädigenden Flüssigkeiten, festen Stoffen, Stäube oder Dämpfe besteht, desto häufiger kann die Krankheit (wieder) ausbrechen. Meist sind erst die Hände betroffen, aber bei einer Grundsensibilisierung ist eine Ausbreitung auf andere Körperteile und Verbreitung auf den gesamten Körper möglich. Kommen dann mangelnde und falsche Hautpflege dazu, wird das Dauerjucken zum Teufelskreis.

Hautschädigend Arbeitsstoffe mit langandauernden oder wiederholten direkten Hautkontakt stören die Hautbarriere und lösen nachfolgend Entzündung der Haut aus. Sichtbare Zeichen können Rötung, Schuppung, Bläschen, Pusteln und Nässen sein. In chronischen Fällen kann es zu Einrissen, Hautverdickungen und Verhornung der Haut kommen. Meist kommen Juckreiz und Brennen hinzu. In der Regel sind die betroffenen Körperstellen mit dem Arbeitsstoff unmittelbar in Berührung gekommen, z. B. an den Händen.

Bei Neurodermitikern bilden sich auf vorgeschädigter Haut oder bei Allergenen auch auf intakter Haut allergische Kontaktekzeme. Ein allergisches Kontaktekzem ist meist eine Allergie vom Spättyp (Typ-IV-Sensibilisierung), in seltenen Fällen auch eine Allergie vom Soforttyp (Typ-I-Sensibilisierung) zugrunde. Eine Allergie vom verzögerten Typ (Spättyp) wird in der Regel durch wiederholten Hautkontakt mit Kontaktallergenen verursacht. Stoffe, die durch Hautkontakt sensibilisieren, sind überwiegend Metalle, Amine, Kunststoffe. Zeitlich verzögert (nach mehreren Stunden bis Tagen) zeigt sich erst das Kontaktekzem. Allergien vom Soforttyp (z. B. durch Naturlatex) können an der Haut zu Schwellung, Rötung, Quaddeln und/ oder Juckreiz (Kontakturtikaria, Dermatitis) führen.
Die anfangs gegen einen einzelnen bestimmten Arbeitsstoff gerichtete Überempfindlichkeit kann sich im weiteren Verlauf gegen die verschiedensten Substanzen richten. Beide Ekzemtypen zeigen bei Wegfall der Reizung meist Besserung (am Wochenende) bzw. Abheilung (bei längerer Abwesenheit wie Urlaub und Arbeitsunfähigkeit), bei erneutem Kontakt kommt es häufig zu einem Aufflammen des Ekzems.

Im Traumberuf mit sensibler Haut

Angelika hat noch nicht aufgegeben. Sie möchte gerne weiter als Friseurin arbeiten. Was belastet die Haut und wie kann Sie Ihre Haut bei starker Beanspruchung schützen?
Häufiges Händewaschen, starke Seifen, hautreizende Stoffe – all dies stört den natürlichen Hautschutz. Der natürliche Hautschutz besteht aus Talg, einem leicht sauren pH Wert, Lipiden und wichtigen Hautkeimen. Belastungen für die Haut entstehen durch eine gestörte Hautbarriere, einen durchlässigen Lipidschutzmantel und einen zu basischen pH Wert.



Physikalische Gefährdungen sind Hitze, Strahlung, Kälte, Feuchtigkeit. Sie können zu direkten Hautschädigungen wie Verbrennungen, Erfrierungen und Ekzemen führen, aber auch zu langfristigen Schäden wie Hautkrebs. Bei mechanischen Gefährdungen durch Arbeiten mit scharfem Werkzeug und Material kommt es zu Hautabrieb oder Verletzungen. Biologische Gefährdungen werden erst gefährlich bei kleinen Verletzungen der Hautoberfläche. Dann können Infektionen durch Bakterien, Pilze, Viren oder Parasiten entstehen.

Natürlicher Schutz
Die erste Schutzebene ist die Hornschicht. Sie bietet einen ersten Schutz gegen das Eindringen von Fremdstoffen wie Chemikalien, Allergenen und Mikroorganismen in die Haut. Die Hornschicht verhindert die Austrocknung der Haut – ohne sie wäre ein Wasserverlust bis ca. 20l am Tag möglich. Der Wasser-Fett-Film auf der Hornschicht hat einen pH-Wert von etwa 5, damit ist die oberste Hautschicht leicht im sauren Bereich. Dies verhindert falsches Keimwachstum und schützt vor Austrocknung der Hornschicht. Wird die Hornschicht stark beansprucht und damit langfristig geschädigt entstehen Ekzeme.



Schutzmaßnahmen

Selbsthilfemaßnahmen können verhindern, dass der Beruf aufgegeben werden muss. Retten Sie Ihre Haut: vor allem vor zu viel Feuchtigkeit und aggressiven Stoffen! Kaputte, juckende und rissige Hände müssen nicht sein – auch bei der Arbeit können Sie Ihre Haut gezielt schützen.

- Vermeiden Sie den Kontakt mit Gefahrstoffen wie Säuren, ätzende Lacke und Farben.
- Sorgen Sie für Sauberkeit an Ihrem Arbeitsplatz, um Kontaminationen weitestgehend zu verhindern.
- Ergreifen Sie persönliche Schutzmaßnahmen, wie geeignete Handschuhe auswählen. Material, gemäß der Verträglichkeit auswählen. Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) schreibt, dass Handschuhtragen bei bestimmten Arbeiten und insbesondere natürlich beim Haarewaschen Pflicht ist - so die Sicherheitsvorschrift TRGS 530. Diese Schutzmaßnahme hat ganz wesentlich dazu beigetragen, die beruflichen Hautkrankheiten im Friseurhandwerk einzudämmen. Beim BGW kann eine Liste mit möglichen empfohlenen Handschuhen auf der Internetseite runtergeladen werden. http://www.lebe-deinen-traum.de/de/lebe-deinen-traum/news/2011/Positivliste-Friseurhandschuhe.php
Hautkontakt mit der Außenseite der Handschuhe nach Benutzung vermeiden. Beim Putzen oder Geschirrabwaschen jeden Kontakt mit Reinigungsmitteln vermeiden: am besten mit Plastikhandschuhen arbeiten unter denen dünne Baumwollhandschuhe stecken. Insgesamt sollten die Handschuhe jedoch nicht länger als 20 Minuten tragen, da auch Schweiß die Haut angreift.
- Richtige Pflege bestehend aus Reinigung mit lauwarmem Wasser und rückfettenden, seifenfreien Reinigern ("Syndets"); danach gut abtrocknen. Cremes zur Rückfettung der Haut möglichst ohne Duft- und Konservierungsstoffe.
- Beim Kochen von Obst (vor allem Zitrusfrüchte) und Gemüse nicht mit bloßen Händen anfassen, sondern ebenfalls Plastikhandschuhe tragen.

Neben der Hautpflege sind auch die Lebensumstände zu beachten. Stress verstärkt die Hautsymptome und leider wird zusätzlich in stressigen Arbeitssituationen häufig die Hautpflege vergessen. Arbeiten unter Zeitdruck, Störungen im Arbeitsablauf sowie Konflikte mit unzufriedenen Kunden können unter die Haut gehen: Die Haut reagiert mit Entzündungen, besonders, wenn sie bereits vorerkrankt ist. Und offensichtliche Hautprobleme verursachen wiederum persönlichen Stress – ein Teufelskreis.

Wenn die Selbsthilfemaßnahmen nicht mehr ausreichen, ist eine ambulante Therapie angesagt. Die Therapiekosten übernehmen die Berufsgenossenschaften. Zunächst werden in einem 6-monatigen Therapiezeitraum nötige Schritte eingeleitet, falls dies nicht ausreicht, sind Verlängerungen möglich. Wenn ambulante medizinische Maßnahmen nicht ausreichen, um die Fortsetzung der beruflichen Tätigkeit sicherzustellen, können die Erkrankten an einer teilstationären Therapie teilnehmen. Dabei geht es darum, Zeit für die eigene Gesundheit außerhalb des gewohnten Umfeldes zu haben. In Gesundheitseinrichtungen gemachte Erfahrungen im Umgang mit Hautschutz- und Pflegeprodukten können langfristig positive Wirkungen haben. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass mehr als 70 Prozent der Teilnehmer an diesen teilstationären Maßnahmen nach deren Abschluss ihre frühere berufliche Tätigkeit dauerhaft fortsetzen können. (Quelle bgw-online.de)

Informationen der Berufsgenossenschaft

Bei der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) sind alle Unternehmen und Einrichtungen aus dem Gesundheits- und Sozialbereich gesetzlich unfallversichert, die von privaten oder frei gemeinnützigen Trägern betrieben werden. Es zählen beispielsweise alle Arzt-, Zahnarzt-, Tierarzt- und therapeutischen Praxen dazu, ebenso alle Apotheken und Krankenhäuser, die nicht in öffentlicher Trägerschaft sind. Im sozialen Sektor sind es etwa Kindertagesstätten, Alten-, Jugend- und andere Heime, ambulante Pflegedienste, soziale Beratungsstellen, Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und viele mehr. Außerdem sind bei der BGW Friseurbetriebe versichert.
Hauterkrankungen liegen an erster Stelle der Berufskrankheiten bei der BGW. Da liegt es nahe, dass sie sich besonders intensiv um die Betroffenen und die Betriebe kümmert. Sie betreibt:

-
Konzeption und Evaluation von Präventionsangeboten zum Thema Haut,
- fachlichen Entwicklung und Begleitung für die sekundäre Individualprävention Haut in den Schulungs- und Beratungszentren der BGW,
- Betreuung eigener Forschungsthemen und Begleitung von Forschungsarbeiten anderer Träger.
- Erstellung einer Datenbank zu Hautschutz-, Reinigungs- und Pflegeprodukten
- Entwicklung von Hautschutz- und Hygieneplänen unterschiedlicher Berufsgruppen

Friseure sind durch ihre hautbelastende Arbeitssituation einer besonderen Gefährdung ausgesetzt. Deshalb werden für diese Berufsgruppe spezielle Präventionsangebote entwickelt. Priorität hat die Weiterentwicklung primärpräventiver (bevor die Krankheit beginnt) Schulungen: die Präventionsveranstaltungen für Auszubildende und Meisteranwärter/Existenzgründer.

Leistungen der BGW
Die Vermeidung von Hautkrankheiten ist grundsätzlich ein Schwerpunkt der Arbeit der BGW.

1. Die BGW hält für ihre Versicherten ein breit gefächertes Medienangebot zur kostenlosen Bestellung bzw. zum Download bereit. Die „BGW kompakt“ enthält allgemeine Infos zu Prävention, Rehabilitation und Versicherungsschutz, die „BGW check“ stellt eine Handlungshilfe in Sachen Gefährdungsbeurteilung dar. Die BGW hat diese Schriften für alle fünfzehn bei uns versicherten Branchen erstellt. In fast allen finden sich branchenspezielle Hinweise zum Thema Hautschutz.
 
2. Die BGW für insgesamt 23 Berufsgruppen Hautschutzpläne und Händehygienepläne erstellt, die sind speziell auf die speziellen Bedürfnisse dieser Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zugeschnitten sind.
http://www.bgw-online.de/internet/generator/Inhalt/OnlineInhalt/Medientypen/bgw_20themen/Hautschutzplaene-23-Berufsgruppen.html
 
3. Direkt vor Ort beantworten die zuständigen Bezirksstellen des Präventionsdienstes der BGW die Fragen versicherter Unternehmen zu diesem Themenkomplex – telefonisch, schriftlich und im Rahmen der betrieblichen Beratung und Überwachung.
 
4. Versicherte, die beruflich verursachte Hautprobleme haben, können sich in unseren Schulungs- und Beratungszentren in einer „Dermatologischen Sprechstunde“ medizinisch beraten lassen. Unsere Hautexperten untersuchen sie und geben Ihnen Empfehlungen für das weitere Vorgehen.
Versicherte können kostenlos Seminare besuchen. Die Seminare zum Thema "Hautschutz" und "Stressbewältigung" für Beschäftigte mit beruflich erworbenen Hauterkrankungen finden mehrmals jährlich statt. Das Ziel ist es, dass die Versicherten unbelastet und beschwerdefrei Ihren Beruf weiter ausüben können. In kleinen Gruppen von maximal zwölf Teilnehmern gehen sie der Haut auf den Grund: Wie ist sie aufgebaut? Welche Aufgaben hat sie zu erfüllen? Welche Risikofaktoren führen zur Entstehung von Ekzemen oder Allergien? Sie informieren über optimalen Hautschutz und Hautpflege, erstellen einen individuellen Hautschutzplan und testen mögliche Produkte. Sie statten die Teilnehmer mit den notwendigen Handschuhen, Cremes und Desinfektionsmitteln aus.
Es geht auch um die Wechselwirkungen von Stresshormonen und körperlichen Entzündungsvorgängen oder wenn Hautschutz und Hautpflege vor lauter Stress sträflich vernachlässigt werden. Daher gibt es konkrete Bewältigungsstrategien gegen den täglichen Stress.
http://www.bgwonline.de/internet/generator/Inhalt/OnlineInhalt/Statische_20Seiten/Navigation_20links/Kundenzentrum/schu.ber.z/schuberz.html

5. BGW-Seminar „Haut-nah erleben“
Stellt sich in der „Dermatologischen Sprechstunde“ ein eindeutiger beruflicher Zusammenhang heraus, erhalten sie eine Einladung zu diesem Hautschutz-Seminar. Es kann helfen, ein Hautproblem so weit in den Griff zu bekommen, dass die Versicherten – unter Beachtung der Präventionsmaßnahmen – Ihren Beruf weiter ausüben können. http://www.bgw-online.de/internet/generator/Navi-bgw-online/NavigationLinks/Kundenzentrum/Hauptsache_20Hautschutz/Arbeitsplatzsicherung/Seminare_20_22Hautschutz_22/navi.html
 
Ansprechpartner unter www.bgw-online.de


Für Angelika und alle anderen Berufsanfänger gilt: Leisten Sie einen Beitrag zur Vorbeugung vor berufsbedingten Hauterkrankungen. Auch Institutionen und Arbeitgeber sind in der Pflicht, die Aufklärung über hautbelastende Tätigkeiten und die Motivation zum Umsetzen von Schutzmaßnahmen helfen jedem Einzelnen, einen Beitrag zur Prävention berufsbedingter Hauterkrankungen zu übernehmen. Scheinbar harmlose Hautveränderungen ernst nehmen, da diese zu schlimmen Allergien werden können.

Autorin: www.Susanne-Miesera.de




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