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05.05.2010

Geschichte der Parfums

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„Parfüm ist wie die Liebe. Ein bisschen ist nie genug.“ – Estée Lauder

Duftende Öle und Salben sind keine Erfindung unsere Zeit. „Gut“ zu riechen ist biologisch ein wichtiges Auswahlkriterium bereits bei Säugetieren. Über Dufthormone findet die Auswahl der Partner und damit die Vermehrung und Verbreitung der eigenen Gene statt. Bekanntestes Beispiel ist der Moschusochse.Die Männchen geben zur Paarungszeit eine Substanz in den Urin ab, die moschusartig süßlich riecht. Moschus (künstlich hergestellt) ist ein Duftstoff, der in Parfums und Seifen immer noch Verwendung findet. Er ist vom chemischen Aufbau ähnlich der Struktur von Pheromonen, die aphrodisierende Wirkungen haben.

Die alten Ägypter haben mit Mischungen aus Weihrauch, Zimtrinde, Myrrhe, Galgant, Sandelholz und Rosenblättern Öle verfeinert. Über die Jahrhunderte wurden Duftmischungen weiterentwickelt. Düfte waren in Rom vor 2000 Jahren bei Männern und Frauen gleichermaßen beliebt. Es wurden Kleider, Betten, Stoffe und Räume parfümiert. Ein eigener Wirtschaftszweig und die Kunst der Parfümeure begann vor knapp 500 Jahren in Frankreich im Städtchen Grasse. Die Hochburg der Parfumkunst ist bis heute spezialisiert auf die Destillation von natürlichen Düften. Im 16. Jahrhundert wurde es modern, das der Adel eigene Parfumkreationen trug. Es wurde wenig gewaschen, dafür immer stärkere Parfüms verwendet. Besonders am französischen Hof waren schwere Parfums mit Ambra, Moschus und Zibet sehr beliebt. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde Körperhygiene wichtiger und die leichten Düfte nach Rose, Jasmin und Flieder kamen in Mode.
Anfang 1900 experimentierten Chemiker mit künstlichen Düften. In dieser Zeit entstanden die ersten Düfte aus der Retorte. Statt Naturvanille wurde Vanillin produziert, statt Veilchen gab es Ionone und auch Moschus wurde künstlich hergestellt. 

Die Geburtsstunde von Chanel No. 5 fiel in diese Zeit. 1921 kam das weltberühmte Parfum auf den Markt, das als erstes Parfum einen sensationellen und bisher unbekannten Duft enthielt. Es war das erste Parfum mit künstlichen Aldehyd Duftstoffen. Dieser fremde Duft versprach eine neue Welt. Die Zeit zwischen den zwei Weltkriegen war geprägt von neuen Düften und neuen Lebensstilen. Nicht alle überlebten die knapp 100 Jahre bis heute. Chanel No. 5 ist immer noch der Stern am Dufthimmel. Männer kaufen auch heute noch Chanel, nur Frauen tragen es nicht mehr. So ist Chanel zwar weltweit Marktführer, aber steht hauptsächlich als „Schmuckflacon“ auf dem Schminktisch. Aus dieser Zeit stammt auch Shalimar ein Parfum aus dem Hause Guerlain. Es ist ein vanillereicher Duft, der eher orientalisch schwer ist. Entstanden im Jahr 1925 und heute immer noch in den Parfümerien der Welt zu finden. Nur wenige Düfte haben so eine lange Geschichte. Manche Besteller verlieren auch ihren Wert. So war Cool Water von Davidoff der Renner in den späten 80er Jahren. Heute ist es eine günstige „Drogeriemarke“, deren Duftbestandteile sich auch in Waschmittel und Duftsteinen finden. Damit verliert ein Duft seine Einmaligkeit.

Heute kreieren Parfümeure weltweit unzählige Düfte. Von den knapp 100 Damendüften und ca. 60 neuen Herrendüften, die jedes Jahr den Einzug in die Parfümerie schaffen, überleben nur 10 % die ersten 3 Jahre. Nach Jahren wird erst sichtbar oder riechbar, ob ein Duft das Potenzial zu einem neuen Chanel No. 5 hat.



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