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Pflege für individuelle Hautzustände

04.05.2009Gesunde normale Haut kommt mit einer Basisreinigung und Pflege aus. Der Aufbau der Haut mit einer intakten obersten Hornschicht schützt die Haut. Der Lipidschutzmantel und die Bakterienflora schützen vor Austrocknungen und vor Infektionen.  Umwelteinflüsse wie Sonne und Kälte, Krankheiten und Lebensstile wie Rauchen oder bestimmte Berufe belasten die Haut und führen zu Hautveränderungen. Je trockener und empfindlicher die Haut ist, desto mehr Pflege braucht sie. Ziel von Pflegeprodukten ist es, die Haut mit Ihren Schutzfunktionen zu unterstützen und die Haut mit ausreichend Nährstoffe zu versorgen.








Hautpflegeprodukte werden je nach Wasser-Fettanteil eingeteilt.

Gesunde Haut auch von der Kosmetikindustrie als normale Haut bezeichnet, braucht täglich eine Hautreinigung, um grobe Rückstände zu entfernen. Leichte Waschlotions und zusätzlich ein Gesichtswasser reinigen die Haut. Ergänzend können feuchtigkeitsspendende Hautpflegeprodukte benutzt werden. Bei intakter Haut und richtiger Anwendung sind Hautreaktionen bei diesem Hauttyp sehr selten. Einzelne Inhaltsstoffe können aber immer wieder Unverträglichkeitsrektionen auslösen. Im Zweifel, neue Produkte erst testen.

Ist der natürliche Feuchtigkeitsgehalt der Haut reduziert, spricht man von trockener Haut. Gesunde junge Haut hat ca. 20 % Wasser, bei trockener Haut geht dies bis auf 10% zurück. Mit zunehmendem Alter nimmt die Speicherungsfähigkeit für Feuchtigkeit ab. So entwickeln sich aus einer gesunden normalen Haut in der Jugend bei vielen mit den Jahren eine trockene Haut. Eine trockene Haut braucht einerseits Feuchtigkeit und  andererseits Substanzen, die diese Feuchtigkeit in der Haut halten.  Wasserbindende Inhaltsstoffe in Pflegeprodukte, Feuchthaltefaktoren oder "Moisturizer", werden verwendet, um den Wasserverlust über die Haut zu mindern und die Haut zu beruhigen. Bekannte Feuchthaltestoffe sind Harnstoff (Urea), Milchsäure, Hyaluronsäure und Glycerin, sie erhöhen die Wirkung einer Pflegecreme und sind bei trockener Haut zu empfehlen. Besonders trockene Haut, wie bei Neurodermitikern, hat  kaum eigene Feuchtigkeit.  Die richtige Pflege beginnt mit der Reinigung: Verwenden Sie keine Gesichtswasser mit Alkohol, keine Seifen, lieber kurze Dusche als langes Bad, nur sanft abtrocknen. Peeling und Luffahandschuhe unterstützen die Hauterneuerung, aber nur einmal wöchentlich vorsichtig anwenden. Je nach Zustand der Haut reicht meist eine Feuchtigkeitscreme oder Lotion für Gesicht und Körper. Besonders trockene Hautstellen wie Ellbogen, Füße sind mit einer reichhaltigeren Creme zu versorgen.

Im Gegensatz zu trockener Haut sieht fettige Haut immer gut genährt aus. Kennzeichnend ist eine glänzende Haut mit großen Poren. Hintergrund ist, dass die fette Haut mehr Talg produziert, der sich als dünne Schicht auf der Haut absetzt und dort glänzt, aber auch die feinen Poren verstopft. Fette Haut kommt häufig als Mischhaut auch bei normaler Haut vor. Junge Menschen haben an Stirn, Nase oder Kinn glänzende Partien bei einer grundsätzlichen normalen Haut. Die häufigeren Mitesser in der Jugend verschwinden mit dem Alter und der Vorteil fettigerer Haut wird sichtbar – kaum Falten. Bei richtiger Pflege sieht auch eine fettige Haut gesund aus. Achten Sie grundsätzlich auf die Bezeichnung „nicht-komedogen“, dass bedeutet, dass die Produkte nicht zu Mitessern (Komedonen) führen. Meiden Sie Produkte mit Erdnussöl, Kakaobutter, Lanolin, Stearinsäure, die fördern Mitesser. Bei diesem Hauttyp ist die tägliche Reinigung besonders wichtig. Mit Reinigungsmilch, Waschcreme und Gesichtswasser werden Schmutzpartikel und auch der Fettfilm entfernt. Eine leichte Lotion mit einem hohen Wasseranteil reicht als Pflege. Reichhaltige Salben und Cremes sollten gemieden werden.

Empfindliche Hauttypen reagieren leicht mit Entzündungen beim falschen Produkt. Menschen  mit chronischen Hauterkrankungen haben eine empfindliche Haut, aber auch ohne Krankheiten kann sich dieser Hauttyp zeigen. Berufsgruppen wie Mediziner, Krankenschwester, Handwerker, Friseure haben eins gemeinsam. Sie waschen häufig ihre Hände und sie kommen mit  giftigen oder reizenden Stoffe in Hautkontakt. Für alle gilt: Lieber mehrmals Pflegeprodukte an begrenzten Stellen anwenden und die Reaktionen testen, als später unangenehme Entzündungen zu haben. Kosmetika, die mögliche Allergene wie Propylenglykol, Formaldehyd, Retinoide, Salicylsäure und Natriumlaurylsulfat enthalten, sollten gemieden werden. Duft- und Konservierungsstoffe sind häufige Kontaktallergene und sollten nicht in benutzten Produkten sein. Generell gilt, je weniger Inhaltsstoffe, desto besser.

Neben der äußeren Hautpflege unterstützt eine nährstoffreiche abwechslungsreiche Ernährung, ausreichende Schlaf und durchblutungsfördernde Bewegung eine gesunde Haut.

Lesen Sie weiter: http://hautsache.de/Gesunde_Haut/Ernaehrung/index.php




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