Naturkosmetik

01.03.2016

Ein Trend, an dem man nicht vorbei kommt: Die Nachfrage nach Naturkosmetik hält
unvermindert an. Zwischen Inszenierung und Authentizität nimmt der Markt an Fahrt auf und führt täglich neue Konsumenten an Naturkosmetik heran. Höhere Ausgaben für Naturkosmetik und mehr Konsumenten bescherten dem grünen Schönheitsmarkt 2015 ein Umsatzplus von 10 %. Mit einem Umsatz von 1,1 Mrd. € und einem Marktanteil von 8,3 % setzt der deutsche Markt damit auch für das Jahr 2015 ein starkes Signal.

Die seit Jahren stabilen Zuwachsraten bringen es auf den Punkt: Der Kosmetikmarkt ist in Bewegung geraten. Die anspruchsvollen und zunehmend jüngeren Konsumenten treiben Naturkosmetik weiter voran. Die neue Werteorientierung erfordert jedoch eine neue Kundenansprache, ohne dabei den eigenen Wertekanon aufzugeben. Wer dies erfolgreich umsetzt, kann seine Zielgruppe erweitern und am Erfolg des Naturkosmetikmarktes teilnehmen.

Je komplexer die Außenwelt wird und je mehr sich der Konsum polarisiert, umso stärker wird das Bedürfnis nach einer neuen Balance zwischen Inszenierung und Authentizität. „Das Interesse an Naturkosmetik steigt enorm. Wir beobachten ein starkes Wachstum der Käuferreichweiten gerade bei jungen Konsumenten“ stellt Denise Nordbeck von GfK fest. Dabei scheint für diese Zielgruppe vermeintlich Unvereinbares mühelos vereinbar zu sein.

Für den Naturkosmetikmarkt bedeutet das ein Nebeneinander verschiedener Konzepte: Klassiker und Newcomer sowie Naturkosmetik mit und ohne Siegel stehen nebeneinander im Bad und werden dort eingekauft, wo man sich wohlfühlt oder die Mobilität es erfordert.
Naturkosmetik ist heute selbstverständlicher Bestandteil im Handel. Gewinner im Handel sind Vertriebskanäle, die Kosmetik und Drogeriekompetenz aufweisen. Angeführt wird der Markt von den Drogeriemärkten, die nun 40 % Marktanteil halten. „Wir beobachten weiterhin eine starke Bewegung in den Drogeriemärkten, die vor allem durch die positive Entwicklung der Gesichtspflege getrieben wird.“ analysiert Kristina Thum, Information Resources GmbH (IRI), die aktuelle Entwicklung.

Die fehlende Beweglichkeit des stationären Handels, den Bedarf an die neuen Zielgruppen anzupassen, kommt dem Onlinehandel zugute. „An Naturkosmetik interessierte Konsumenten lieben es, Neues zu entdecken – hier reagiert der stationäre Handel zu langsam“, so Branchenexpertin Elfriede Dambacher.

Der Naturkosmetikmarkt in Deutschland ist mit Abstand der größte und anspruchsvollste Markt in Europa. Im Vergleich zu den internationalen Märkten differenzieren die deutschen Konsumenten das Angebot deutlicher. Naturkosmetik ist hier gut gelernt. Naturkosmetik verzeichnet ein kräftiges Wachstum, während sogenannte naturnahe Kosmetik eher stagniert. Im internationalen Markt sind die Übergänge fließender und weit weniger Abgrenzungen festzumachen. „Was uns fehlt, sind mehrere starke Naturkosmetikmarken, die auch auf dem internationalen Parkett den Ton angeben“, sagt Elfriede Dambacher. Als Inhaberin des Beratungsunternehmens naturkosmetik konzepte verfolgt sie kontinuierlich die Marktentwicklung und erstellt in Zusammenarbeit mit den Marktforschungsunternehmen GfK, IRI, IMShealth und BioVista alle drei Monate den aktuellen Naturkosmetik Branchenmonitor.

Der naturkosmetik verlag richtet in Kooperation mit der VIVANESS, der internationalen Fachmesse für Naturkosmetik auch den internationalen Naturkosmetik Branchenkongress aus, der am 27.-28. September 2016 in Berlin stattfindet. Dieser gilt bereits als Trendkongress für die gesamte Kosmetikbranche.
Weitere Informationen zu den Produkten des naturkosmetik verlags und Leseproben
unter: www.naturkosmetik-verlag.de





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