Hautflora aus der Balance

09.06.2014Die Berliner Mikrobiologin Prof. Dr. Christine Lang warnt vor den Folgen von Kosmetik und übertriebener Hygiene.
Das Magazin "Focus Gesundheit" zitiert die Geschäftsführerin der Berliner Organobalance GmbH: "Wir Menschen cremen und pflegen die Haut, aber ignorieren die Mikroorganismen, die darauf leben." Dabei habe eine gesunde Hautflora wesentlich mehr positive Wirkung auf den Gesundheitszustand eines Menschen, als künstliche oder chemische Pflegeprodukte.

Christine Lang sagt in dem Beitrag weiter: "Gedankenlos benutzen wir antibakterielle Seifen und Desinfektionssprays, wodurch wir die Hautflora völlig aus der Balance bringen". Eine Hautpflege, die den natürlichen Gegebenheiten der Haut gerecht wird, müsse auf Basis eben dieser Gegebenheiten entwickelt und produziert werden, so Lang. Mit ihrem eigenen Unternehmen untersucht sie seit mehr als zehn Jahren positive, probiotische Wirkungen natürlicher Hefen und Milchsäurebakterien auf Immunsystem, Magen, Darm, Haut und Zähne von Menschen.

Organobalance verfügt über eine Sammlung mit mehr als 8.000 solcher Hefestämme und Milchsäurebakterien. Bei einigen davon konnte bereits eine heilende oder vorbeugende Wirkung gegen Karies oder Magenerkrankungen nachgewiesen werden. Gleiches gilt für Bakterien, die helfen den natürlichen Schutzmantel der Haut zu erhalten.

Darüber hinaus werde man in Zukunft "auch an medizinischen Mikroben-Duschgels oder -Deos arbeiten, die gezielt gegen jene Bakterien angehen, die schlechten Körpergeruch oder eine unreine Haut verursachen", so Christine Lang in dem Beitrag von "Focus Gesundheit". Dabei sei es stets wichtig, andere Bakterien, die viele positive Eigenschaften für den Menschen haben, nicht zu gefährden. Viele Seifen, Cremes und Sprays vernichten nach ihrer Beobachtung nicht nur schädliche Bakterien, sondern auch solche, die von Natur aus im Körper und auf der Haut vorkommen und diese schützen. Um dies dauerhaft zu vermeiden, müsse die Wirkung der vielen tausend unterschiedlichen Bakterien und ihre Reaktionen untereinander noch weiter erforscht werden.

Über Prof. Dr. Christine Lang:

Christine Lang studierte Biologie an der Ruhr-Universität Bochum und an der University of Sussex. Nach ihrer Promotion arbeitete sie in der Industrieforschung, wechselte 1993 an die Technische Universität Berlin und habilitierte sich im Fach Mikrobiologie und Molekulare Genetik. 2001 gründete sie das Biotechnologie-Unternehmen Organobalance GmbH. Christine Lang ist in verschiedenen Fach- und Berufsverbänden der Biotechnologie aktiv, seit 2012 ist sie darüber hinaus Vorsitzende des Bioökonomierates der Bundesregierung. Als Unternehmerin und Wissenschaftlerin hat sie bereits mehrere Auszeichnungen erhalten.


Für weitere Informationen:
www.organobalance.de




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