Nach Körperenthaarung sprießen Pickel

08.07.2014Im Prinzip sind Männer und Frauen von dem Problem „Pickel nach dem Enthaaren“ gleich stark betroffen. Furunkel am Haaransatz und Nagelbettentzündungen an Finger- und Zehennägeln kommen bei beiden Geschlechtern gleich häufig vor. Und doch gibt es typische Haut- Problemzonen bei Mann oder Frau.


Haarlose Achseln und Intimzone bergen Gefahren der Entzündung.


Typisch Frau: Achseln, Beine, Intimbereich

Das moderne kosmetische Frauenbild fordert einen nahezu haarfreien Körper. Auch die Medien bewerben zusätzlich den perfekten Body aus dem Fitness-Studio. Viele Frauen versuchen diesem Bild zu entsprechen, folgen dem Trend zur Körperenthaarung und riskieren damit winzige Hautverletzungen – Eintrittspforten für Keime und Entzündungserreger.

Hier lauern Entzündungen:

Gefahr: Rasur von Achseln, Beinen u. Intimbereich
Gefahr: Piercings, Tattoos öffnen Entzündungskeimen Tür und Tor.
Gefahr: Schwitzen beim Sport
Gefahr: Hitzewallungen während des Klimakteriums
Gefahr: Hefepilze aus öffentlichen Bädern oder Wellness-Einrichtungen

Dabei können aus harmlosen Pickelchen leicht bakteriell bedingte Haarbalgentzündungen mit eitrigen Abszessen entstehen. Eine regelmäßige Beobachtung der entsprechenden Körperstellen, ob sich gegebenenfalls Hinweise auf Entzündungen zeigen, ist empfehlenswert.

Zur vorbeugenden Vermeidung von Entzündungen und Pickelbildung kann eine sehr dünne Schicht mit einer sog. Abszess-Salbe aufgetragen werden. Aber sollte trotzdem ein Pickelchen schon entstanden sein hilft eine Abszess-Salbe ebenfalls sofort mit pflanzlichen Bestandteilen.

Risikofaktor für Männer: Wiederholte Hautreizung bei der täglichen Rasur.


Typisch Mann: Bart, Rücken, Gesäß, Genitalbereich

Risikofaktor für Männer: Wiederholte Hautreizung bei der täglichen Rasur. Weil sie stärker behaart sind neigen manche Männer besonders leicht zu Haarbalgentzündungen. Besonders betroffen sind der Bartbereich im Gesicht, der Rücken, das Gesäß, der Genitalbereich und auch die Beine. Diese Körperpartien sind durch Rasur, reibende Kleidung, Schwitzen oder langes Sitzen besonders beansprucht. Der aktuelle Trend zu einem besonders gepflegten Aussehen kann hier schädlich sein. Noch gründlichere Rasuren, immer neue Körperlotions sowie tägliches Duschen oder Baden mit Ganzkörpereinseifungen sind riskant. Die Haut fordert keine Überpflegtheit, sondern eher Übervorsicht, denn schnell ist der stabilisierende Säureschutzmantel der Haut zerstört und Entzündungserreger können eindringen.

Typisch Mann und Frau: Schweißdrüsen

Bei beiden Geschlechtern etwa gleich groß ist die Gefahr von Schweißdrüsenentzündungen. Bakterielle Erreger gelangen oft entlang der Schweißdrüsen in die Haut und lösen dort – unter den Achseln, im Genital- und Analbereich – eitrige Entzündungen mit abszessartigen Knoten aus. In den oberen Hautschichten können Keime die Umgebung eines Haarfollikels entzünden (Follikulitis). Dabei bildet die Haut oberflächliche Pusteln oder entzündete Knötchen. Eine Follikulitis erkennt man auch an dem Haar, das mitten aus dem Pickel zu wachsen scheint.

Quelle: gesundheit.de NL 8.6.2014





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