Mit Haut und Haar

17.06.2016

Glänzendes, geschmeidiges und kraftvolles Haar – davon träumt jeder. Schon im Altertum symbolisierte das Haar Vitalität, Gesundheit und Kraft. Darüber hinaus ist es ein Spiegel der physischen und mentalen Gesundheit. Doch gesundes Haarwachstum beginnt bei der Pflege der Kopfhaut. medicalpress erklärt, was es für eine gesunde Kopfhaut und Haarpracht braucht.
 
Auf gesundem Boden
Die Haut ist das größte Organ des Menschen. Die Kopfhaut zählt zu den empfindlichen Körperregionen und übt einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung und das Wachstum der Haare aus. Sie besteht aus drei Hautschichten und dient dem Schutz des Kopfes. Dabei reguliert sie Wasserhaushalt und Körpertemperatur und ist zusätzlich an der Sinneswahrnehmung beteiligt. Doch viele Menschen leiden unter irritierten oder sensiblen Kopfhautzuständen, ihre Kopfhaut ist trocken oder neigt zu vermehrter Talgproduktion und Schuppenbildung. Zudem sind allein in Deutschland rund zwei Millionen Menschen von Haarverlust betroffen. Dabei sollte die Kopfhaut wie auch der Rest des Körpers mit äußerster Zuwendung bei der Pflege behandelt werden.
 
Trocken oder fettig rieselt der Schnee
Viele Menschen leiden insbesondere im Sommer an trockener Kopfhaut. Wie die Haut am Rest des Körpers wird auch die Kopfhaut durch hohe Temperaturen und trockene Luft stark beansprucht. Oft reagiert sie mit übermäßiger Verhornung und es bilden sich feine, weiße trockene Schuppen. Gleichzeitig kann das Haar durch externe Einflüsse trocken werden und sich strohig anfühlen. Hier sollte neben einem sanften Shampoo auch ein beruhigendes Tonikum zum Einsatz kommen. Dabei sollte man stets darauf achten, dass die Produkte milde Waschsubstanzen enthalten und nur wenige bis keine Schaumbildner, die das Haar zusätzlich austrocknen.

Wer zu einer öligen Haut neigt, ist häufiger von fettigen Kopfschuppen betroffen. Der Grund: Durch die übermäßige Aktivität der Talgdrüsen können sich Hefepilze des Stammes Malassezia furfur vom übermäßigen Talg besonders gut ernähren. Zudem bildet dieser eine anaerobe Umgebung und schafft auf diese Weise ideale Bedingungen zur Vermehrung. So kann sich die Population der Mikroorganismen um bis zu 45-75 % erhöhen. Es entstehen gelbliche, fettige Kopfschuppen, die oft von Rötungen und Juckreiz begleitet werden. Das Haar ist fettig. Spezielle Wirkstoffe wie Ketoconazol oder Zink-Pyrithion und Shampoos mit einem Peeling-Effekt beseitigen die hartnäckigen Flocken und wirken dabei gleichzeitig entzündungshemmend und juckreizlindernd.
 
Wenn das Haar ausgeht…
Zwar verliert jeder täglich etwa 100 Haare, doch Millionen von Menschen leiden unter Haarausfall. Die Ursachen sind vielfältig. Man unterscheidet zwischen anlagebedingten Haarausfall, dem hormonelle, erbliche Ursachen zugrunde liegen und dem temporären Haarausfall, der in der Regel durch Stress, Erschöpfung, Schwangerschaft, eine unausge­wogene Ernährung oder Medikamente ausgelöst wird. Viele Betroffene reagieren bei erblich bedingtem Haarausfall nicht, dabei können entsprechende Maßnahmen wie etwa durchblutungsfördernde Kopfhaut­massagen, Nahrungs­ergänzungsmittel oder angepasste Pflege­produkte den Haarausfall verzögern. Und auch temporären Haarausfall kann man in den Griff bekommen: Neben einer angepassten Ernährung und ausreichend Bewegung, die die Durchblutung fördert, gibt es Produkte, die Kopfhaut und Haarfollikel stimulieren und das Haarwachstum anregen.

Quelle: medicalpress.de





Seite weiterempfehlen