Haarentfernung - eine schmerzhafte Angelegenheit, oder?

10.02.2010Wer schön sein will, muss leiden. Dies passt perfekt zur kosmetischen Haarentfernung. Je nach Methode ist der Schmerz größer, die Wirkung kürzer oder auch der Preis höher. Für welche Methode Sie sich entscheiden, hängt vom gewünschten Ziel und Geldbeutel ab.


Jedes Haar wächst in einem eigenen Kanal. In der Haut befindet sich die Haarwurzel, die bis in die Lederhaut, manchmal sogar bis in die Unterhaut reicht. Sie erweitert sich am unteren Ende, dort ragt von unten die Haarpapille mit Nerven und Blutgefäßen hinein. Das Haarwachstum verläuft in wiederholenden Zyklen mit drei Phasen. Die Dauer jedes Zyklus ist abhängig vom Alter und der Körperregion. Das aktive Haarwachstum geht durch eine Übergangsphase zur Ruhephase. Jedes Haar hat seinen eigenen Rhythmus. Während der Wachstumsphase wächst das Haar knapp 0,4 mm pro Tag. Während einer Übergangsphase von etwa zwei Wochen zieht sich die Haarwurzel zurück. Das Haar lockert sich. Über mehrere Monte sitzt das Haar immer lockerer und kann leicht beim Kämmen oder bei der Haarwäsche aus der Kopfhaut gelöst werden. Die Wachstumsphase ist die längste Phase, 80 % der Haare befinden sich gleichzeitig im Wachstum. Die dauerhafte Haarentfernung ist nur während der Wachstumsphase erfolgreich. Das männliche Hormon, Testosteron, beschleunigt das Wachstum aller Haare mit Ausnahme des Kopfhaares. Die weiblichen Hormone verzögern die Geschwindigkeit des Wachstums.

Lästige Haare kann jeder mit einem Rasierer oder Pinzette vor dem Spiegel entfernen.Bei einem starken Bartwuchs hält selbst die gründlichste Rasur nur ein paar Stunden bis die ersten Bartstoppeln zu spüren sind. Die Haare werden bei der Rasur direkt an der Hautoberfläche abgeschnitten. Selbst bei langsamen Wachstum ist nach 2-3 Tagen wieder ein Flaum zu sehen. Entgegen aller Gerüchte regt rasieren den Haarwuchs nicht an, sondern die Schnittstelle ist rauer und besser zu sehen. Jedes Härchen einzeln mit Pinzette herauszupfen kostet viel Zeit und der Nachteil ist, dass die Haut sich verfestigt und Entzündungen auftreten.

Mit Hilfe chemischer Stoffe in Enthaarungscremes wird der sichtbare Teil des Haares zerstört. Die haarfreie Zeit dauert wie bei der Rasur nur wenige Tage. Diese Methode ist nur geeignet bei unempfindlicher Haut, sonst sind Hautreizungen und allergische Reaktionen schnell möglich. Besondere Vorsicht gilt bei der Anwendung im Gesicht.

Alle Schmerzunemfpindlichen, die länger von den Haaren befreit sein möchten, greifen zu Wachs oder Epiliergeräten. Warmwachs wird auf die Haut aufgetragen, erhärtet und umschließt die Haare. Beim Abziehen der Wachsschicht werden Haare aus der Haut gerissen. Epiliergeräte reißen die Haare an der Wurzel aus. Mit viel Glück verschwinden bei beiden Methoden einige Haare auf Dauer. Wenn sie nachwachsen, dauert es ca. 4 Wochen. Im Gesicht und im Intimbereich nur für tapfere Menschen geeignet.

Langfristige Erfolgschancen haben Laser. Laser wirken nur auf die Haare, die sich in der Wachstumsphase befinden. Um eine komplette Haarentfernung zu erreichen, ist deshalb eine mehrmalige Anwendung dieser Methoden erforderlich. Da kommen 10 Sitzungen im Abstand von mehreren Wochen zusammen. Es ist eine zeitaufwändige und auch kostenintensive Lösung. Haare können wiederkommen, so muss die Behandlung gelegentlich wiederholt werden. Das Ergebnis ist stark abhängig von Haut- und Haarfarbe sowie von der Haarbeschaffenheit. Es erfordert daher viel Erfahrung die Intensität des Lasers so zu dosieren, dass das optimale Ergebnis erzielt wird. Unangenehme Nebenerscheinungen können helle oder dunkle Flecken oder sogar Verbrennungen sein.

Mehr Informationen zu den verschiedenen Lasertypen auf www.haut.de




Seite weiterempfehlen